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Barcelona Bus Nàutic – Mit dem Wasserbus an den Strand

Zuletzt aktualisiert: 23/10/2026
Alex

Der Bus Nàutic ist ein elektrischer Wasserbus, der euch auf direktem Weg vom alten Hafen Barcelonas hinüber zur Barceloneta und in die Nähe der Stadtstrände bringt. Statt den Hafen zu Fuß zu umrunden, könnt ihr ihn mit dem kleinen Boot in rund zehn Minuten überqueren und dabei die Aussicht genießen.

Route und Haltestellen

Der Bus Nàutic verbindet den Moll de Drassanes am Ende der Rambla mit dem Moll de Llevant in der Barceloneta, ganz in der Nähe des W-Hotels. Die Überfahrt dauert etwa zehn Minuten und führt auf direktem Weg über das Hafenbecken des Port Vell.

Infotafel mit Preisen und Route des Bus Nàutic.

Tickets und Preise

Eine einfache Fahrt mit dem Bus Nàutic kostet 1,90 Euro, für die Hin- und Rückfahrt bezahlt ihr 2,85 Euro.

Auch mit einem Hin- und Rückfahrtticket müsst ihr am anderen Anleger aussteigen und euch für die Rückfahrt erneut anstellen.

Kinder, Jugendliche bis 29 Jahre, Senioren ab 65 Jahren und Menschen mit Behinderung erhalten Ermäßigungen. Kinder unter vier Jahren fahren kostenlos mit.

Die Hola Barcelona Travel Card und die regulären Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs, wie T-casual oder T-usual, gelten nicht für den Bus Nàutic. Ihr benötigt ein separates Ticket, das ihr vor Ort am Automaten oder am Schalter bekommt.

Fahrplan und Betriebszeiten

Der Bus Nàutic verkehrt das ganze Jahr über, auch an Wochenenden und Feiertagen.

  • Sommer: 9:30 bis 21:30 Uhr
  • Winter: 9:00 bis 21:00 Uhr

Die Wasserbusse fahren in der Regel alle 30 Minuten, jeweils zur vollen und halben Stunde. Allerdings sind Verspätungen möglich, sodass die Wartezeit bis zu 35 Minuten betragen kann. Die Überfahrt dauert rund zehn Minuten.

Meine Erfahrung mit dem Bus Nàutic

Wie oft bin ich in 17 Jahren Barcelona von der Rambla zur Barceloneta gelaufen und musste dafür das halbe Hafenbecken umrunden! Entsprechend neugierig war ich, als ich den Bus Nàutic zum ersten Mal ausprobiert habe.

Um zum Anleger des Bus Nàutic am Moll de Drassanes zu gelangen, folgt ihr einfach dem ausgestreckten Arm des Kolumbus, der am Ende der Rambla auf seiner Säule steht. Ich nutzte die kurze Wartezeit, um am Kiosk des Betreibers Alsa ein Ticket zu kaufen, bevor der Wasserbus pünktlich zur halben Stunde einlief.

Der Bus Nàutic legt am Hafen von Barcelona ab, im HIntergrund schwebt die Seilbahn zwischen den zwei Türmen.
Ecocat Dos

Bei meiner Überfahrt war der kleinere, einstöckige Ecocat Dos im Einsatz. Auf der Strecke verkehrt außerdem noch das größere, zweistöckige Ecocat Tres, das über ein offenes Oberdeck mit Sitzplätzen verfügt. Und falls ihr euch jetzt fragt, ob es auch ein Ecocat Uno gibt: Nein, zumindest nicht beim Bus Nàutic.

An jenem Herbstnachmittag war das Boot fast leer, sodass ich mir ungehindert alle Bereiche ansehen konnte. Bei dem sonnigen Wetter hielt sich niemand im Innenraum auf und die wenigen Fahrgäste verteilten sich auf die kleinen Außenbereiche am Bug und Heck.

Auf der Überfahrt zur Barceloneta hat man vom Heck aus die schönere Aussicht: Sobald der Bus Nàutic Kurs auf die andere Hafenseite nimmt, blickt man zurück auf die Kolumbussäule und das prachtvolle Gebäude Portal de la Pau, das einst als Passagierterminal und Sitz der Hafenbehörde diente.

Blick vom Meer auf das Ufer: hinter ankernden Booten ragen die Kolumbussäule und das Portal de la Pau auf.

Auf der linken Seite zieht die Rambla del Mar vorbei, eine geschwungene Fußgängerbrücke, die zum Einkaufszentrum Maremagnum führt.

Rechts erhebt sich im Hintergrund der Montjuïc, davor liegt das World Trade Center mit seiner gerundeten Fassade. Mich erinnert das Gebäude immer an die Playmobil-Raumstatin, die ich als Kind besaß. Tatsächlich soll die Architektur aber einen großen Ozeankreuzer darstellen.

Vor dem World Trade Center ragt die Torre Jaume I in die Höhe, die Mittelstation der Hafenseilbahn. Von hier spannen sich die Tragseile über das Hafenbecken bis zur Barceloneta.

Blick über das Hafenbecken auf die Torre das World Trade Center und das W-Hotel.

Durch den Innenraum könnt ihr auch zum Bug der Fähre gelangen, direkt vor dem Steuerhaus. Von hier seht ihr auf der rechten Seite besonders gut die Porta d'Europa, die den Kreuzfahrthafen mit dem Festland verbindet. Auf der anderen Seite sind die Piers und Werften der Barceloneta zu sehen.

Die Anlegestelle Moll de Llevant befindet sich in einem kleinen Hafengebäude mit Ticketschalter, Toiletten und einem Café, vor dem ihr gemütlich im Freien sitzen könnt. Schon vom Boot aus seht ihr im Hintergrund die schmale Vorderseite des W-Hotels zwischen den Palmen hervorragen. Hinter dem Hotel beginnen die Strände von Barceloneta. Für mich ging der Ausflug allerdings mit der Hafenseilbahn weiter auf den Montjuïc.

Nach meiner Fahrt kann ich gut verstehen, warum der Bus Nàutic auch bei den Einheimischen gut ankommt. Als Verkehrsmittel ist er eine angenehme Alternative zum Fußweg. Als kleine Bootsfahrt durch den Hafen zum Preis eines Bustickets gefällt er mir aber fast noch besser.

Weitere Bootsfahrten in Barcelona

Der Bus Nàutic ist in erster Linie ein Verkehrsmittel und keine klassische Hafenrundfahrt. Wenn ihr Barcelona etwas ausführlicher vom Wasser aus erleben möchtet, gibt es verschiedene Alternativen.

Die *Golondrinas legen ebenfalls am Ende der Rambla ab und bieten zwei verschiedene Rundfahrten an. Auf der 40-minütigen Hafenrundfahrt geht es unter der Brücke Porta d’Europa hindurch, vorbei an den großen Kreuzfahrtschiffen und Frachtern. Auf dem Rückweg macht das Boot einen Abstecher zum historischen Uhrenturm im ehemaligen Fischerhafen.

Vom Schiff hat man tolle Blicke auf die Skyline von Barcelona.

Die 60-minütige Tour führt zusätzlich an der Küste entlang bis zum Olympischen Hafen. Vom Wasser aus seht ihr die Architektur des postolympischen Barcelona, darunter die Zwillingstürme und den goldenen Fisch von Frank Gehry.

Wer ein etwas exklusiveres Erlebnis sucht, kann den Abend bei einer *Segeltour vor der Küste Barcelonas ausklingen lassen – mit Blick auf die Skyline und einem Glas Cava an Deck.

Affiliate-Hinweis: Wenn ihr eure Tickets über meine *Links kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Die Autorin dieses Barcelona Blogs auf einer Wiese.

Hallo, ich bin Alex

Ich lebe seit 17 Jahren in Barcelona. Was als einjähriger Aufenthalt begann, wurde ein Zuhause, und inzwischen ist Barcelona die Stadt, die ich am besten kenne. Auf diesem Blog schreibe ich das, was Barcelona ausmacht – mit den Empfehlungen, die ich Freunden aus Deutschlang gebe, wenn sie mich fragen, was sie sich anschauen sollen.

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