Barcelona erkunden in 3 Tagen

Zuletzt aktualisiert: 28/04/2022
Alex

Die optimale Mischung aus Sonne, Strand und Meer, leckerem Essen, Kultur und Architektur, macht Barcelona zum perfekten Reiseziel für einen Kurztrip oder ein verlängertes Wochenende.

Die meisten Sehenswürdigkeiten von Barcelona befinden sich direkt im Zentrum und sind entweder zu Fuss, oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schnell und unkompliziert zu erreichen, ein weiterer Pluspunkt, wenn man nur wenige Tage für einen Mini-Urlaub hat.

Ich erzähle dir hier, was du dir in Barcelona unbedingt ansehen solltest um das Beste aus deinem Aufenthalt herauszuholen und wo du zwischendurch gut Tapas und Paella essen kannst.

Wie viele Tage braucht man, um Barcelona zu erkunden?

Der ideale Zeitraum um Barcelona zu erleben sind 3 - 4 Tage. Man kann Barcelona natürlich auch an einem oder zwei Tagen besichtigen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern, hat aber keine Zeit um einzutauchen in die besondere Atmosphäre der Stadt.

Länger als 4 Tage würde ich persönlich nicht in einer Stadt verbringen, hast du mehr Zeit zur Verfügung, kannst du zum Beispiel einen Ausflug an die Costa Brava unternehmen.

Generell gilt: Nimm dir nicht zuviel vor und lass dich lieber ein bisschen treiben, denn dein wohlverdienter Urlaub soll ja nicht in Stress ausarten!

Reiseplanung

Sich mental und praktisch auf eine Reise vorzubereiten macht nicht nur Spass, sondern hilft dir das meiste aus deinem Aufenthalt in einer fremden Stadt herauszuholen.

Um Flug und Hotel solltest du dich so früh wie möglich kümmern, je länger man damit wartet, umso teuerer wird es meist. Auch die Tickets für einige der Sehenswürdigkeiten in Barcelona kannst du schon vorab kaufen, zumindest für die Sehenswürdigkeiten die du dir unbedingt ansehen willst.

Flugsuche

Das wichtigste ist natürlich erstmal einen (möglich günstigen) Flug nach Barcelona zu finden.

Im Idealfall kommt man früh morgens an, um nicht unnötig Geld für eine Übernachtung auszugeben und trotzdem einen vollen Tag in Barcelona zu haben. Beim Rückflug lohnt es sich eventuell, nochmal eine Nacht im Hotel zu zahlen und entspannt am nächsten Tag mittags nach Hause zu fliegen, um den letzten Tag des Kurztrips nicht mit ständigem auf die Uhr schauen zu verderben.

Hast du bereits deinen Flug nach Barcelona gebucht? Sonst schau mal in diesem Beitrag, dort erfährst du, wo und wie du die günstigsten Flüge nach Barcelona findest.

Hotelsuche

Dein Hotel solltest du ebenfalls bereits vor Anreise gebucht haben, denn nichts ist stressiger als ein Hotel vor Ort zu suchen, in einer Stadt, in der man sich nicht auskennt (viele Jahre meine Strategie).

Das Hotel sollte strategisch gut gelegen sein. Je weniger Zeit man zur Verfügung hat, desto zentraler sollte man übernachten. Bleibt man länger in Barcelona, ist es wichtiger, ein Hotel in einem ruhigen Stadtteil zu wählen. In Kürze findest du an dieser Stelle den Link zu meinem grossen Hotelführer.

Hotelzimmer müssen meist bis Mittag geräumt werden. Wenn dein Rückflug erst abends geht, kannst du an der Rezeption fragen, ob du dein Gepäck dort unterstellen kannst, die meisten Hotels haben für diesen Zweck extra ein Gepäckzimmer.

Wenn deine Unterkunft diesen Service nicht anbietet, oder nicht auf deinem Weg zum Flughafen liegt, kannst du dein Gepäck in einem Schliessfach zurücklassen. Über die Online-Plattform LuggageHero zum Beispiel suchst du dir einen Teilnehmer in der Nähe aus, meldest dein Gepäck an - und fertig. Der Gepäckservice ist ab 1 € pro Stunde recht günstig und das beste, dein Gepäck ist gegen Diebstahl versichert!

Tickets vorab Online buchen

Zumindest die Tickets für eure Haupt-Sehenswürdigkeiten solltet ihr bereits vorab Online buchen. So verschwendet ihr nicht unnötig wertvolle Zeit an den langen Schlangen vor den Ticketschaltern.

Zu den Haupt-Sehenswürdigkeiten zählen hauptsächlich die Gaudí-Werke, wo die Schlangen in der Hochsaison besonders lang sind. Für andere Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen und die ihr euch spontan noch ansehen wollt, könnt ihr die Tickets meist problemlos noch vor Ort kaufen.

Ankunft und Fortbewegung in Barcelona

Vom Flughafen in die Innenstadt

Um vom Flughafen schnell und unkompliziert in die Innenstadt zu gelangen, empfehle ich euch den Aerobús. Das geht am schnellsten und kostet nicht viel (einfach: 5,90 €, hin und zurück: 10,20 €).

Normalerweise würde ich euch an dieser Stelle einen Link hinterlassen, über den ihr den Aerobús Online über Tiqets buchen könnt, aber in diesem Fall werden 30% Gebühr berechnet, das erscheint mir doch zuviel. Am besten also, ihr kauft die Fahrkarte an einem der Aerobús-Automaten am Flughafen, oder direkt über die Webseite des Anbieters.

Noch günstiger fährt man mit der Bahn, da wird's allerdings schon etwas komplizierter, je nach dem an welchem Terminal ihr ankommt.

Auf die Metrolinie L9 vom Flughafen will ich hier nicht weiter eingehen, die wird den meisten von euch nicht wirklich nützen, da sie einen weiten Bogen um die Innenstadt macht.

So kommt man innerhalb von Barcelona am schnellsten voran

Die Innenstadt von Barcelona ist relativ übersichtlich und lässt sich gut zu Fuss erkunden. Innerhalb der Altstadt macht es kaum Sinn, die Metro nehmen und man sieht mehr, wenn man zu Fuss unterwegs ist. Andere Sehenswürdigkeiten auf unserem Programm sind etwas weiter entfernt, zum Beispiel der Park Güell und der Stadtteil Gracia. Hier kommt man bequemer mit der Metro voran.

Schnell und günstig bewegt man sich in Barcelona mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fort. Vor allem für den 2. und 3. Tag empfehle ich euch die Hola-BCN-Card, die ihr uneingeschränkt für Metro, Zug und die meisten Busse verwenden könnt. Die Hola Barcelona Card ist auch für den Zug vom Flughafen in die Innenstadt gültig, wer sich gegen den Aerobus entscheiden sollte.

Die Hola-Barcelona Card lohnt sich gegenüber der T-10 bereits ab 5 - 7 Fahrten.

Tipp: Verschaffe dir einen Überblick mit dem Hop On Hop Off Bus

Wer 3 Tage oder sogar weniger in Barcelona ist und sich einen schnellen Überblick über die Stadt verschaffen will, dem empfehle ich eine Rundfahrt mit den Hop On Hop Off Bussen bzw. dem Bus Turístic.

Die dachlosen Sightseeing Busse fahren auf verschiedenen Routen das Zentrum von Barcelona ab und halten an allen bekannten Sehenswürdigkeiten, wo man beliebig oft ein- und aussteigen kann. Im Sommer halten die Busse sogar an den verschiedenen Stadtstränden.

So kommst du an deinem ersten Tag zum Beispiel schon an der Sagrada Familia, der Casa Milá und der Casa Batlló vorbei und kannst entscheiden, welche Attraktion du dir gerne aus der Nähe ansehen willst. Mit dem Hop On Hop Off Bus kannst du so viel Zeit sparen.

Der Doppeldeckerbus vor der Sagrada Familia.

Wer vorhat, jede hier genannte Sehenswürdigkeit ausgiebig zu besichtigen, kommt zu Fuss oder mit der Metro schneller ans Ziel, denn die Hop On Hop Off Busse sind im Sommer meist überfüllt und es kann sein, dass man längere Zeit auf einen "leeren" Bus warten muss.

Hat man aber erstmal einen Platz im Oberdeck ergattert, kann man die Stadtrundfahrt von dieser privilegierten Perspektive uneingeschränkt geniessen und über die anderen Touristen lästern, die sich in der Hitze durch die Strassen schieben (Sonnencreme nicht vergessen, denn dachlos bedeutet auch schattenlos).

Was du dir in Barcelona unbedingt ansehen solltest

Die folgenden Sehenswürdigkeiten sollte man gesehen haben, wenn man Barcelona besucht:

  • Sagrada Familia
  • Park Güell
  • Das gotische Viertel von Barcelona
    • Plaça Reial und Plaça Pi
  • Barceloneta und Strand
  • Passeig de Gràcia
    • Casa Battló und Casa Milà
  • Stadtteil Gracia
  • Ramblas de Barcelona
  • Font Màgica

Damit du in deinem Urlaub so wenig wie möglich denken musst, habe ich ein lockeres Programm für dich zusammengestellt. Dabei habe ich bewusst Sehenswürdigkeiten auf einen Tag, die zusammenliegen, um Zeit zu sparen, du kannst natürlich die Reihenfolge beliebt ändern.

Ausserdem ist genug Luft, um noch deine eigenen, persönlichen Must-See Sehenswürdigkeiten oder einen Museumsbesuch dazwischenzuschieben.

Tag 1 in Barcelona

Egal ob du morgens, nachmittags oder abends ankommst, die Innenstadt von Barcelona ist ein guter Ort, um einen ersten Eindruck von Barcelona zu erhalten. Hier schlägt das pulsierende Herz der Stadt und die Innenstadt ist Treff- und Knotenpunkt vieler Menschen, die in Barcelona leben und arbeiten.

Du hast vielleicht schon gehört, dass Barcelona die Gaudí-Stadt ist. Im Zentrum befinden sich gleich zwei seiner berühmtesten Bauwerke, die Pedrera (der Steinbruch) und das Haus der Knochen. Jetzt musst du nur noch erraten, welches welches ist.

Programm für den ersten Tag:

  1. Placa Catalunya und Passeig de Gràcia
  2. Casa Milà und Casa Batlló
  3. Ramblas
  4. Barri Gòtic

Plaça Catalunya und Passeig de Gràcia

Den Plaça Catalunya muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber man wird ihn aller Wahrscheinlichkeit nach häufig überqueren. Der grosse Platz im Zentrum von Barcelona ist Ausgangspunkt für viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Hier zweigt Barcelona's Mode-Meile, der Passeig de Gràcia ab.

Ausser vielen bekannten (und teuren) Designer-Boutiquen liegen am Passeig de Gràcia aber auch einige der prachtvollsten Gebäude von Barcelona. Die Casa Amatller und die Casa Batlló und Casa Milá von Gaudí sind Perlen des katalanischen Architekturstils Modernismus, die man zumindest von aussen gesehen haben sollte.

Wer das Budget und die Zeit hat, sollte sich zumindest eines der Gaudí-Häuser auch von innen ansehen.

Casa Milà oder Casa Batlló?

Deine nächste Frage ist jetzt bestimmt "Und welches Haus ist besser?" Casa Milà oder Casa Batlló? Besser gibt's wie immer nicht, nur anders, auch wenn sie beide von Gaudí geschaffen wurden.

Mein persönlicher Favorit ist die Casa Batlló, weil sie origineller ist und zu ihrer Entstehung ihrer Zeit weit voraus war. Gaudí errichtete die Casa Batlló von Grund auf und jedes architektonische Detail in der Pedrera erfüllt einen Zweck, auch die seltsamen Weltraumritter auf der Dachterrasse (die Dachterrasse ist für viele das Highlight des Besuchs).

Die Casa Milà wurde von Gaudí nur renoviert, sie ist verspielter und verschnörkelter und hat zum Beispiel ein wunderschönes Patio, in dem man sich fühlt als wäre man ins Meer abgetaucht. Das Besuchererlebnis der Casa Milà ist moderner ausgerichtet, statt dem normalen Audioführer erhält man hier ein Tablet mit einer interaktiven Tour. Seit 2021 hat die Casa Milà mit ihrem neuen 10-D Erlebnis nochmal aufgerüstet, Die ganze neue Technologie hat allerdings ihren Preis, der Eintritt in die Casa Milà kostet jetzt gut 10 € mehr als vorher.

Die Ramblas von Barcelona

Wer in Barcelona lebt, vermeidet die Ramblas normalerweise, vor allem wenn man es eilig hat. Als Tourist sollte man zumindest einmal über Barcelona's berühmteste (und überfüllteste) Strasse schlendern bzw. Slalom laufen.

An der Rambla liegen einige Sehenswürdigkeiten, die man sich bei Interesse ansehen kann, zum Beispiel die Boqueria (die Markthalle) und das älteste aktive Theater von Barcelona, das Liceu (an der gleichnamigen Metrostation).

Der Boulevard ist auch der direkteste Weg vom Plaça Catalunya bis zur Kolumbusstatue, die über den Hafen und das Meer blickt.

Die Kolumbusstatue zeigt auf den über ihr stehenden Mond.

Bitte auf der Rambla und im gotischen Viertel besonders auf Taschen und Wertgegenstände achten, denn wo viele Touristen unterwegs sind, lauern auch besonders viele Taschendiebe und Trickbetrüger!

Essen sollte man direkt an der Rambla nicht, sondern abbiegen in die gotische Altstadt von Barcelona, wo man auch etwas mehr zahlt als im Durchschnitt, aber das Preis-Leistungsverhältnis besser ist als auf der Rambla. Auf der anderen Seite der Rambla, also gegenüber vom gotischen Viertel, liegt das Hippe, alternativ angehauchte und etwas verruchte Stadtviertel Raval, wo es auch einige nette Bars und Restaurants gibt (vor allem nachts sollte man nicht weiter als zur Rambla del Raval gehen, nicht zu übersehen dank der riesigen Katzenstatue, das Raval hat ein grosses Drogenproblem).

Das gotische Viertel von Barcelona

Im Barri Gòtic, mit seinen engen Gassen und romantischen Plaças, kann man sich leicht verirren, was uns an unserem ersten Tag aber nicht stört, im Gegenteil, denn wir wollen uns ja treiben lassen und ein Gefühl für Barcelona entwickeln.

Das gotische Viertel ist der älteste Stadtteil, hier hat Barcelona seinen römischen Ursprung (denn es gibt mehrere) und vor allem abends spürt man die mittelalterliche Atmosphäre zwischen dem Gestein alter Kirchen und Resten der Stadtmauer.

Wer nachts unterwegs ist, sollte wieder auf seine Wertsachen achten. Richtig gefährlich ist das gotische Viertel nicht, aber wenn man sich zu weit von der Herde entfernt und vielleicht sogar angetrunken ist, läuft man in Gefahr, ausgeraubt zu werden. Wenn es anfängt, zu sehr nach Urin zu riechen, sollte man also lieber umkehren und belebtere Gassen aufsuchen.

Kathedrale von Barcelona

Die Kathedrale von Barcelona trägt den Namen der Heiligen Eulalia, ein einfaches Hirtenmaderl, das mit zarten 13 Jahren einen Märtyrer-Tod starb. Die Kathedrale kann gegen Eintritt auch von Innen besichtigt werden. Im Patio der Kathedrale symbolisieren 13 weisse Gänse Eulalia's Berufung, Alter und ihre Unschuld.

Tipp: Vom Turm der Kathedrale hat man eine sehr schöne Aussicht auf die Altstadt und Barcelona.

Plaça Reial

Zwischen der Rambla und dem gotischen Viertel liegt der Königliche Platz, einer der schönsten und prachtvollsten Plätze von Barcelona.

Königlich anmutender, palmenbesetzter Platz im Zentrum von Barcelona.
Plaça Reial

Der Plaça Reial ist gesäumt von Palmen und Restaurants, von denen ich nur das 15 nits ausprobiert habe und dies auch weiterempfehlen kann. Das Mittagsmenu kostet im 15 nits 18,50 € und z.B. Calamares a la andaluza 7,95 €, die Preise halten sich also noch im Rahmen.

Die Strassenlaternen wurden übrigens von Antoni Gaudí entworfen, sein erstes Werk.

Plaça del Pi

Einer meiner Lieblingsplätze im gotischen Viertel ist der Plaça del Pi, oder für Nicht-Katalanen nur Plaça Pi, mit seiner gleichnamigen, mittelalterlichen Kirche. Nur schade, dass es hier keine wirklich guten Restaurants oder Bars gibt. Ausser der optimal gelegenen, aber sehr auf englisch-sprechende (Backpack)-Reisende ausgerichteten Traveler Bar, gibt es direkt an der Kirche noch ein überteuertes Restaurant mit tiefgefrorenen Tapas.

Terrassenbar vor der Kirche.

Am empfehlenswertesten und authentischen ist noch die Bar del Pi (Pi bedeutet übrigens Kiefer, wenn das Wort hier schon so oft erwähnt wird), die Terrasse liegt nicht direkt an der Kirche (wie die der Traveller Bar), sondern gegenüber.

Viele weitere Sehenswürdigkeiten findest du in meinem Artikel über das Gotische Viertel.

Tag 2 in Barcelona

An unserem zweiten Tag in Barcelona sehen wir uns die beiden berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Barcelona aus der Nähe an, für die du die Online-Tickets bereits in der Tasche bzw. auf dem Handy haben solltest. Beide liegen nicht in der Altstadt und lassen sich somit schwer mit einem Strandbesuch oder einem Rundgang durch die Innenstadt verbinden, wenn man Zeit sparen will.

Gaudi's Sagrada Familia sollten man entweder zu erster Stunde um 9 Uhr besichtigen, oder am späten nachmittag. Zum einen erzeugt das einfallende Licht der Sonne vormittags und nachmittags die schönsten Effekte und zum anderen füllt sich die Basilika ab c.a. 10 -11 Uhr mit Touristen. 10 Uhr scheint auch die Lieblingszeit der Kreuzfahrttouristen zu sein, die vormittags am Hafen von Barcelona anlegen und einen Tag an Land losgelassen werden.

Entsprechend kannst du deinen Besuch im Park Güell ebenfalls auf den frühen Morgen oder späten Nachmittag legen, morgens ist es etwas ruhiger, dafür kann man abends den Sonnenuntergang von den Aussichtspunkten des Park Güell geniessen (die Sonne geht hinter den Bergen unter, nicht im Meer!).

Programm für den zweiten Tag:

  1. Sagrada Familia
  2. Park Güell
  3. Der Stadtteil Gràcia

Sagrada Familia

Die Sagrada Familia ist wahrscheinlich eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten, die du dir im Leben ansehen wirst. Von vorne etwas düster und seltsam, von hinten karg und kantig, von innen leicht und ätherisch, hat die Sagrada Familia nicht viel mit anderen Kirchen gemeinsam.

Die Geburtsfassade der Sagrada Familia

Die Sagrada Familia ist eine dieser Sehenswürdigkeiten, deren Besichtigung schon fast obligatorisch ist und selbst wenn du gerne gegen den Strom schwimmst und die Sagrada Familia für eine Touristenfalle hältst, wirst du es irgendwann bestimmt bereuen, dieses Jahrhundertbauwerk nicht besichtigt zu haben.

Ich habe das Innere der Basilika mittlerweile schon dreimal gesehen und die Verwandlung von der dunklen, staubigen Baustelle in das heutige lichtdurchflutete Kirchenschiff miterlebt (innerhalb von 14 Jahren) und der letzte Besuch hat mich wirklich in Staunen versetzt.

Selbst wenn du sonst kein Kirchen- oder Architekturfan bist, wirst die Schönheit der Sagrada Familia dich beeindrucken. Die Genialität ihres Erbauers, Antoni Gaudí, weiss man aber erst mit etwas Hintergrundwissen zu schätzen. Der in der Eintrittskarte beinhaltete Audioführer deckt das Basiswissen gut ab, aber wenn es in deinen Zeitplan passt, solltest du unbedingt an einer deutschen Führung durch die Sagrada Familia teilnehmen (die Führungen finden nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten statt).

Park Güell

Für die Besichtigung des Park Güell sollte man mindestens einen halben Tag einplanen, denn er liegt fast am Rande des Stadtzentrums und ist mit einem kleinen Fussmarsch verbunden. Am Besten besucht man den Park Güell früh vormittags, um der Mittagssonne und den Touristenscharen zu entgehen, oder spät nachmittags, wenn das weiche Licht der untergehenden Sonne zum fotografieren am Besten ist. Die wunderschöne Aussicht vom Balkon des Plaça Natura oder vom Aussichtspunkt Turó de Les Tres Creus lässt sich an einem heissen Sommertag auch am Besten morgens oder abends geniessen.

Der Park besteht aus der kostenfreien Zone und der kostenpflichtigen monumentalen Zone. Wer die Fahrt zum Park Güell unternimmt wird zu 99% die monumentale Zone besuchen, in der sich der berühmte Salamander und die gewellte Bank befinden.

Tipp: Wer immer noch nicht genug hat von Gaudí, kann sich noch die Casa Vicens in der Nähe des Park Güell ansehen. Die Casa Vicens ist eines der ersten von Gaudí entworfenen Häuser und auch wenn sie ihren ganz eigenen Charme hat, fühlt sie sich noch nicht so ausgereift an wie seine späteren Werke.

Tapas essen in Gràcia

Der Park Güell befindet sich im Stadtteil Gràcia, einem unkonventionellen In-Viertel in dem man gut shoppen und Tapas essen kann. Im Carrer Verdi und Carrer Torrijos zum Beispiel findet man viele kleine Boutiquen und ethnische Restaurants.

In Gràcia wimmelt es von weiten, sonnigen Plätzen, die sich hervorragend eignen, um etwas zu trinken und Menschen zu beobachten. Einer der schönsten Plätze ist die Plaça de la Virreina, die mit der Kirche ein bisschen an die Plaça Pi in der Altstadt erinnert. Als Gràcia noch ein unabhängiges Dorf war, war die Plaça de la Vila de Gràcia Mittelpunkt der Gemeinde und auch heute noch kann man hier perfekt von einer der vielen Terrassenbars am spanischen Leben teilnehmen. Am Plaça del Sol treffen sich vor allem junge Menschen abends gerne, aber auch tagsüber lässt sich's hier gut in der Sonne sitzen.

Tag 3 in Barcelona

Nach dem Sightseeing am zweiten Tag, entspannen wir am dritten und letzten Tag ein bisschen am Strand. Zum Strand kann man entweder über die Rambla zu Fuss gehen, oder man nimmt die Metro, wobei man von der Metrostation trotzdem c.a. 15 Minuten laufen muss.

Auch wenn man nicht den ganzen Tag am Strand verbringen will, sollte man die Badehose einpacken, denn beim Anblick des kühlen Nass bekommt man vor allem im Sommer bestimmt Lust auf eine kurze Erfrischung (aber nichts am Strand unbeobachtet lassen!)

Programm für den dritten Tag:

  1. Barceloneta + Strand
  2. Mit der Hafenseilbahn auf den Montjuïc
  3. Font Màgica

Der Strand von Barceloneta

Es gibt schönere Strände als den Strand von Barceloneta, der im Sommer ziemlich voll und dreckig werden kann. Trotzdem ist der Strand ein Teil von Barcelona's Stadtbild und Charme und vom Zentrum aus am nächsten gelegen.

Ungeachtet der vielen Touristen, die im Sommer über Barceloneta herfallen, bleibt das ehemalige Fischerviertel einer der authentischsten Stadtteile von Barcelona. Eine weitere Gelegenheit also, um ganz in das mediterrane Flair einzutauchen.

Über die Strandpromenade schlendern oder mit einer der Rikschas fahren, Sangría oder ein Bier in einem der Chiringuitos, der Strandbars Seite an Seite mit Spaniern und Touristen zu trinken, gehört zu einem Barcelona Besuch einfach dazu.

Die Promenade und der Strand von Barcelona.
Der Strand von Barceloneta

Zum Baden empfehle ich, früh morgens an den Strand zu gehen, wenn die Sonne im Sommer noch nicht so knallt und die Partytouristen noch in ihren Hotels ihren Rausch ausschlafen (es sei denn, du gehörst zu dieser Gruppe, klar, dann wird dich der Strand eher abends interessieren).

Wer Lust hat zu laufen, die Strände weiter links vom Meer (auf's Meer schauend) sind etwas ruhiger als der Strand von Barceloneta und die Strände vor dem segelförmigen W-Hotel.

Wenn du dir einen Überblick über alle Strände von Barcelona verschaffen willst, empfehle ich dir meinen ausführlichen Barcelona-Strandführer.

Paella essen in Barceloneta

Für viele Barcelona Besucher (und auch Spanier) ist die Paella der kulinarische Gipfel der spanischen Küche und wo lässt es sich besser Paella essen als am Strand. Mit Blick auf's Meer und Salzgeruch in der Luft schmecken die Meeresfrüchte und der Fisch einfach viel frischer. Die Spanier essen ihre Paella übrigens lieber mittags, da sie spät zu Abend essen und Paella schwer verdaulich ist.

Restaurants gibt's in Barceloneta wie Sand am Meer. Man kann wählen zwischen Meerblick, Hafenblick oder auch gar keinem Blick und in den meisten Restaurants und manchen Strandbars steht Paella auf der Speisekarte. Mit dem Barco de la Salamanca am Olympischen Hafen kann man nicht viel falsch machen, viele Restaurants am Hafen und Strand bieten aber eine ähnliche Qualität und ein ähnliches Preis-Leistungsverhältnis an und die Meinungen, wo man denn nun die beste Paella in Barcelona essen kann, gehen wie immer stark auseinander.

Übrigens kann man in Barceloneta auch gut und relativ günstig Tapas essen, in den versteckten, kleinen Bars im Inneren von Barceloneta, zum Beispiel im La Cova.

Mit der Hafenseilbahn auf den Montjuïc

Was rundet einen Barcelona-Besuch mehr ab, als die Stadt nochmal in ihrer ganzen Herrlichkeit von oben zu betrachten? Wer nicht in einer der Strandbars verhockt ist, sollte noch ein Abstecher auf Barcelona's Lieblings-Berg unternehmen.

Vom Strand kommt man am schnellsten mit der Hafenseilbahn auf den Montjuïc. Die Station der Schwebeseilbahn am Strand von San Sebastiá (vor dem W Hotel) ist leicht zu finden, indem man in die Luft guckt und dem Kabel folgt.

Bereits aus der Schwebeseilbahn hat man einen prächtigen Blick über den Hafen. Wer vor lauter Köpfen das Meer nicht sieht, sollte nicht verzagen, denn am Ende der Fahrt erwartet euch am Mirador de Miramar eine Aussichtsplattform, wo euch der Hafen zu Füssen liegt.

Auf dem Gipfel angekommen, kann man den entweder den Montjuïc erkunden, oder auf gleichem Wege mit der Hafenseilbahn zurück zum Strand schweben. Alternativ könnt ihr euch das Lichtspektakel am magischen Brunnen ansehen.

Font Màgica

Je nach Tageszeit empfehle ich euch, den Bus der Linie 150 zu nehmen, der über die andere Seite des Montjuïc Richtung Plaça Espanya fährt und euch das bei Anbruch der Dunkelheit stattfindende Lichtspektakel am Font Màgica anzusehen. Die Haltestellen sind auf dem ganzen Berg verteilt, die Nähste vom Aussichtspunkt Miramar ist die Station Av. Miramar Pl Carlos Ibáñez.

Aussteigen kann man an der Station Piscines Picornell - Museu Nacional und 5 Minuten zu Fuss zum Nationalpalast gehen, in dem das Kunstmuseum untergebracht ist.

Alternativ steigt man am Pl Dante in einen Bus der Linie 55 und steigt am Museu Nacional - Museu Etnològic aus.

Von den Treppen vor dem Palacio Nacional, in dem das Kunstmuseum untergebracht ist, hat man nochmal einen ganz besonderen Blick über Barcelona und man sieht den Font Màgica bereits am Ende der Treppe. Magisch wird der Brunnen abends bei Anbruch der Dämmerung, wenn das Wasser im Schein tausender (ökofreundlichen) LED-Lichtern anfängt zu tanzen. Die Brunnen-Show ist übrigens kostenlos.

Spartipps für euren Kurztrip nach Barcelona

Viele der hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten sind kostenfrei, zumindest von aussen. Aber auch bei Eintritt in Museen und Attraktionen kann man sparen.

Jeden ersten Sonntag im Monat kann man viele Museen in Barcelona gratis besuchen, unter anderem das Picasso Museum, das MNAC, das Miró Museum und das Olympische Museum auf dem Montjuic. Manche Museen sind sogar jeden Sonntag kostenlos und andere wiederum nachmittags an einem Wochentag. Vorher sollte man sich beim Museum informieren, ob Eintritt den ganzen Tag frei ist, oder erst ab einer bestimmten Uhrzeit.

In einer (fast) kostenlosen Führung durch's Barri Gòtic erfahrt ihr die Hintergründe der bekanntesten Bauwerke und der Geschichte Barcelona's. Buchen könnt ihr die Tour auf englisch über Tiqets. Wirklich kostenlos ist sie allerdings auch nicht, denn auch wenn es optional ist, erwarten die Tourguides für ihre Mühe doch ein Trinkgeld. Wieviel, das könnt ihr selbst entscheiden.

Mit dem Barcelona Pass erhältst du Zutritt zu allen hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten. Und nein, das war nicht beabsichtigt als ich diesen Artikel schrieb, aber es ist ja kein Geheimnis, welches die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Barcelona sind.

Das steckt im Barcelona City Pass:

  • Schnelleinlass in die Sagrada Familia mit Audioführer
  • Schnelleinlass in den Park Güell
  • Einfache Fahrt mit der Hafenseilbahn
  • 1 Tag Hop On Hop Off Sightseeing Bus
  • Audioguides: Sagrada Familia, Park Güell und Stadtrundgang

Der Barcelona City Pass kostet 94 €, er ist also schon etwas günstiger, als die wenn man die Tickets einzeln kauft und bei jeder weiteren Buchung über Tiqets erhält man 10% Rabatt auf den Ticketpreis.

Bonus: Tag 4 in Barcelona

Für alle Glücklichen, die noch einen Tag mehr in Barcelona haben, hier noch eine Liste mit weiteren beliebten Sehenswürdigkeite. So könnt ihr euch noch einen vierten Tag ganz nach euren Interessen in Barcelona zusammenstellen:

Und zu guter letzt noch ein paar Ideen, wie ihr sonst noch eure Zeit in Barcelona verbringen könnt:

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Geschrieben von Alex

Als ich vor 15 Jahren das erste Mal nach Barcelona kam, habe ich mich sofort in diese wunderschöne Stadt verliebt, also bin ich direkt hiergeblieben und mittlerweile ist Barcelona zu meiner Heimat geworden. In diesem Blog will ich euch "meine" Stadt vorstellen und euch zeigen, was Barcelona so besonders macht.

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