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Barcelona erkunden in 3 Tagen

Zuletzt aktualisiert: 07/02/2026
Alex

Ihr plant einen Kurztrip nach Barcelona? In der katalanischen Hauptstadt erwarten euch außer Strand, Sangría und Tapas auch einzigartige Architektur und Kultur. Das Meer ist nie weit entfernt und die vielen Sonnenstunden machen Barcelona zum perfekten Reiseziel für einen Kurztrip oder ein verlängertes Wochenende.

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Zentrum von Barcelona und sind schnell und unkompliziert zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen - ein weiterer Pluspunkt, wenn man nur wenige Tage für einen Mini-Urlaub hat.

Ich verrate euch, welche Sehenswürdigkeiten ihr euch in Barcelona unbedingt ansehen solltet, um das Beste aus eurem Aufenthalt herauszuholen. Außerdem gebe ich euch viele Insidertipps und ihr erfahrt unter anderem, wo ihr zwischendurch gut ein Bierchen trinken und Tapas oder Paella essen könnt.

Fotocollage mit Sagrada Familia und dem Strand von Barcelona.

Über die Ticket Symbol.Affiliatelinks auf diesem Blog könnt ihr eure Tickets buchen. Bei jeder erfolgreichen Buchung erhalte ich eine kleine Kommission, die mir hilft, diesen Blog aktuell zu halten. Für euch ändert sich der Preis nicht und auch sonst entstehen euch keine Nachteile.

Wie viele Tage braucht man, um Barcelona zu erkunden?

Der ideale Zeitraum, um Barcelona zu entdecken, beträgt 3 bis 4 Tage. Man kann Barcelonas wichtigste Sehenswürdigkeiten natürlich auch an einem oder zwei Tagen abklappern, hat dann aber kaum Zeit, um in die besondere Atmosphäre der Stadt einzutauchen.

Wer länger als drei Tage in Barcelona bleibt, findet am Ende dieses Beitrags eine Liste mit weiteren lohnenswerten Sehenswürdigkeiten. Auch viele Orte in der Umgebung sind schnell und unkompliziert mit dem Zug oder Bus erreichbar, zum Beispiel das dramatisch gelegene Kloster auf dem Montserrat, der malerische Küstenort Sitges oder die mittelalterliche Stadt Girona an der Costa Brava.

In Spanien geht es generell etwas gemütlicher zu und Zeit für einen Café Solo oder eine Tapa sollte immer sein. Nehmt euch also nicht zu viel vor und lasst euch lieber ein bisschen treiben!

Warum nach Barcelona?

Barcelona ist eine farbenfrohe und vibrante Stadt. Wer die Metropole besucht, den erwartet mediterranen Lifestyle, urige Tapas-Bars, hippe Restaurants und gemütliche Fisch- und Paellarestaurants mit Meerblick.

Die katalanische Hauptstadt hat ihre eigenen Traditionen und Bräuche wie die Castellers, die man vor allem bei den zahlreichen Festlichkeiten und Straßenfesten kennenlernt. Olé-schreiende Toreros und kastagnetenklappernde Flamencotänzer an jeder Ecke sollte man allerdings nicht erwarten. Stattdessen wird hier die Sardana getanzt, die auf den ersten Blick recht zahm wirkt.

Ihren Mangel an heißem Blut machen die Katalanen in anderen Bereichen wieder wett. Zum Beispiel mit ihrer Weltoffenheit, die sie Barcelonas Lage am Mittelmeer verdanken. Zu Recht wird Barcelona als die südlichste Stadt Europas bezeichnet, die von jeher kosmopolitischer und "europäischer" als andere Städte Spaniens ist.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Barcelona das Zentrum des Modernisme, der katalanischen Antwort auf den Jugendstil. Antoni Gaudí und andere einflussreiche Architekten nahmen zu jener Zeit Einfluss auf das farbenfrohe Straßennetz Barcelonas, wie wir es heute kennen und lieben.

Wann nach Barcelona?

Ein Kurztrip nach Barcelona lohnt sich eigentlich zu jeder Jahreszeit.

Wer die Strandbars und Terrassencafés in vollen Zügen genießen möchte, sollte im Frühling oder im Frühsommer nach Barcelona reisen. Auch der Herbst ist eine gute Jahreszeit, um die katalanische Hauptstadt zu besuchen und das Wetter ist oft stabiler als im Frühjahr.

Die ruhigsten Monate sind Januar und Februar, die ideale Reisezeit also für einen Kulturbesuch. Dann spart man sich teils längere Warteschlangen und Menschenmassen vor und in den beliebtesten Sehenswürdigkeiten.

Im Juli und August wird es oft unerträglich heiß und die Einwohner entfliehen der Großstadt, um an die Costa Brava und andere Badeorte zu reisen. Dafür sind die Sommermonate natürlich die beste Zeit, um das Meer und die (allerdings meist überfüllten) Strände Barcelonas zu genießen.

Reiseplanung & Tipps

Ein Kurztrip nach Barcelona sollte gut geplant werden, ohne dabei die Spontaneität zu verlieren.

Das Wichtigste vor der Abreise ist, eine Unterkunft zu finden. Kümmert euch darum, sobald ihr Barcelona als Reiseziel festgelegt und die Flüge gebucht habt.

Auch die Onlinetickets für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona sollte man unbedingt rechtzeitig kaufen, um zu vermeiden, dass man am Besuchstag vor einem ausverkauften Schalter steht.

Für die Sagrada Familia und den Park Güell sind Online-Reservierungen ein absolutes Muss!

Flüge nach Barcelona

Barcelona liegt ca. 2 Flugstunden von Deutschland entfernt und sowohl Lufthansa als auch Iberia (und die Tochtergesellschaft Vueling) fliegen die katalanische Metropole an.

Barcelona hat nur einen Flughafen, den Aeropuerto Barcelona El Prat (BCN). Ryanair fliegt außerdem nach Girona an der Costa Brava, das allerdings zu weit entfernt liegt, wenn man nur 3 Tage in Barcelona bleibt.

Jeder hat seine Lieblingsplattform, um günstige Flüge zu finden. Ich verwende meist Skyscanner, wo man eine gute Übersicht der verfügbaren Flüge und Tarife erhält.

Auch Kiwi ist interessant, um preiswerte Flüge zu finden, vor allem wenn die Reisedaten noch nicht feststehen (die Abflugstadt könnt ihr beliebig ändern):

Wo in Barcelona übernachten?

Wichtig ist natürlich auch die Frage, wo man in Barcelona übernachten sollte. Idealerweise sollte das Hotel zentral liegen, aber trotzdem ruhig genug sein, damit man sich nachts vom Sightseeing erholen kann.

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt um das Barri Gòtic. Wer hier übernachtet ist zwar mittendrin, muss aber mit Lärm rechnen.

Auch das ehemalige Fischerviertel Barceloneta ist Teil der Altstadt, hier ergattert man mit etwas Glück ein bezahlbares Zimmer in Strandnähe.

Der Stadtteil Eixample ist der neue Teil der Innenstadt und generell ruhiger, günstiger und sicherer als die Altstadt. (Die Altstadt ist nicht wirklich gefährlich, wird aber teilweise, wie andere Großstädte, von Prostitution, Diebstahl und Drogenkriminalität geplagt. Mehr über alle Stadtteile Barcelonas erfahrt ihr in diesem Post.

Im Eixample liegen viele der modernistischen Gebäude, die auf unserer To-See-Liste stehen, unter anderem die Gaudí-Häuser. Dieser Stadtteil ist ziemlich groß, aber mit Metro und Bussen erreicht man von hier problemlos alle Teile Barcelonas, was ihn perfekt macht als Ausgangspunkt für eine Stadterkundung.

Auch eines der Wohnviertel wie Poble Sec, Gràcia oder Poble Nou kann in Betracht gezogen werden. Diese Viertel sind generell ruhiger, aber nicht langweilig und liegen immer noch in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt.

Bezahlbare Hotels in Barcelona sind knapp und wer gute Deals erwischen will, sollte so früh wie möglich buchen. Je länger man wartet, desto teurer wird es in der Regel.

Bucht lieber frühzeitig eine kostenfrei stornierbare Rate, als auf den letzten Drücker eine "Sparrate", was schlussendlich teurer ist.

Meine Hotelempfehlungen

Schöne Hotels im Eixample mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sind zum Beispiel das Kalendersymbol mit Lupe. Hotel America Barcelona und das Kalendersymbol mit Lupe. Catalonia Gran Via BCN. Beide Hotels sind sehr zentral gelegen und gut ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.

Im Wohn- und Ausgehviertel Poble Sec empfehle ich euch das familiäre und ruhig gelegene Kalendersymbol mit Lupe. Hotel Brummell. Diese kleine Pension ist sehr beliebt und besonders schnell ausgebucht.

Wer gerne etwas näher in der Altstadt übernachten möchte, sollte sich das Kalendersymbol mit Lupe. Eco Boutique Hostal Grau ansehen, das trotz seiner Nähe zur Plaça Catalunya und zur Rambla relativ ruhig ist.

Wer spät ankommt oder früh abreist, kann ein Flughafenhotel in Betracht ziehen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Kalendersymbol mit Lupe. Salles Ciutat del Prat Barcelona Airport, bei dem der Flughafentransfer bereits im Preis inbegriffen ist.

Hotelzimmer müssen im Normalfall bis Mittag geräumt werden. Geht der Rückflug erst abends, bieten viele Hotels Gepäckaufbewahrung an, damit man die Koffer nicht mit durch Barcelona schleppen muss.

Alternativ kann über Onlineplattformen wie Luggage Hero oder Bags & Co gegen geringe Gebühr Gepäcklagerung oder -transport veranlasst werden.

Onlinetickets rechtzeitig kaufen

Barcelona zieht im Jahr über 9 Millionen Besucher an, von denen die meisten das selbe Programm haben:

Für diese Sehenswürdigkeiten, die übrigens alle von Gaudí sind, solltet ihr eure Tickets unbedingt schon vorab online kaufen.

Von oben nach unten auf der Liste müssen die Tickets in der Hochsaison mindestens 3 Wochen (Sagrada Familia) bis 2 Tage (Casa Milà) im Voraus gekauft werden.

Ticketschalter im Dali-Museumshaus in Cadaqués.

Es geht nicht einmal mehr darum, beim Online-Ticketkauf die Warteschlangen zu überspringen (wie oft angepriesen), sondern überhaupt reinzukommen. Da mittlerweile fast jeder online bucht, sollte man sich trotzdem auf Schlangen am Eingang gefasst machen. Dank der Zeitfenster halten sich diese aber zumindest im Rahmen und gehen zügig voran.

Ich rate euch, zuerst die Tickets für die Sagrada Familia und den Park Güell zu kaufen und euer restliches Programm darum herum zu planen. Je nachdem wie spontan eure Barcelona-Reise ist, kann es nämlich sein, dass euer Wunsch-Zeitfenster gar nicht mehr verfügbar ist.

Sowohl Ticket Symbol.Tiqets als auch Ticket Symbol.GetYourGuide sind vertrauensvolle Anbieter, die ich selbst nutze und über die man Tickets sicher und unkompliziert online buchen kann. In den seltenen Fällen, in denen Tiqets und GetYourGuide Gebühren kassieren, hinterlasse ich euch einen Link zu Barcelona Turisme, wo der Buchungsvorgang auf Englisch vorgenommen werden kann.

Tipp: Die Tickets für die Sagrada Familia und den Park Güell sind über die offiziellen Webseiten am günstigsten. Allerdings kann der Buchungsvorgang dort nicht auf Deutsch vorgenommen werden.

Für andere Sehenswürdigkeiten (sprich: Nicht-Gaudí), die auf dem Weg liegen und die ihr euch spontan noch ansehen wollt, können Tickets meist problemlos kurz vorher online oder vor Ort gekauft werden.

Mit Onlinetickets liegt ihr nie falsch, denn oft sind die Tickets am Schalter etwas teurer.

Fortbewegung in Barcelona

Vom Flughafen in die Innenstadt

Vom Flughafen BCN kommt ihr entweder mit dem Aerobús, dem Zug oder der Metro in die Innenstadt. Die Fahrt dauert c.a. 30 Minuten, abhängig von Uhrzeit und Verkehrsaufkommen.

Der Flughafenbus hält unter anderem vor dem Kaufhaus El Corte Inglés an der Plaça Catalunya.
Haltestelle Aerobús an der Plaça Catalunya

Wer am Terminal 1 ankommt, nimmt am besten den Aerobús, der unter anderem an der Plaça de Espanya und an der Plaça de Catalunya im Zentrum hält. Tickets sind gebührenfrei über Ticket Symbol. Barcelona Tursime erhältlich und ab Kauf 90 Tage gültig.

Preis einfache Fahrt: 7,45 EUR
Preis Hin- und Rückfahrt: 12,85 EUR

Der Aerobús operiert rund um die Uhr, in einem Abstand von 5 bis 20 Minuten.

Ab Terminal 2 ist der bequemste Weg in die Innenstadt ebenfalls mit dem Aerobús. Alternativ kann man über die überdachte Brücke bis zum S-Bahnhof der Renfe gehen, um die Linie R2 bis Barcelona Sants oder Passeig de Gràcia zu nehmen. Die Züge fahren ca. alle 30 Minuten.

Bei den Fahrpreisen wird es etwas technisch. Für eine einfache Fahrt mit der S-Bahn der Renfe vom Flughafen in die Innenstadt muss ein 4-Zonenticket für 5,50 EUR gelöst werden, das nur für die S-Bahn gültig ist.

Viel günstiger kommt man mit einem Abo-Fahrschein für eine Zone weg, wie zum Beispiel der T-casual mit 10 Fahrten oder der Hola-Barcelona Card, mit denen man außer der S-Bahn auch die Metro und Linienbusse nutzen kann (dazu später mehr).

Die Metrolinie L9 Sud empfehle ich euch nur, wenn euer Hotel zum Beispiel in der Zone des Messegeländes liegt. Um ins Zentrum zu gelangen, muss mehrmals umgestiegen werden.

Für die Fahrt vom Flughafen in der Innenstadt benötigt man ein spezielles Metroticket, das 5,90 EUR kostet. Die T-casual kann nicht für die Fahrt mit der L9 Sud ab oder zum Flughafen genutzt werden (die Hola-Barcelona Card hingegen schon).

Eine ausführliche Beschreibung, wie ihr vom Flughafen in die Innenstadt kommt, findet ihr auch in diesem Artikel über die öffentlichen Verkehrsmittel.

Unterwegs in der Innenstadt

Die Innenstadt von Barcelona lässt sich größtenteils zu Fuß erkunden. Vor allem im gotischen Viertel ist man zu Fuß oft schneller als mit der Metro. Andere Sehenswürdigkeiten unseres Drei-Tage-Programms sind bequemer mit der Metro zu erreichen, zum Beispiel die Sagrada Familia und der Park Güell.

Das öffentliche Verkehrsnetz in Barcelona ist gut ausgebaut und besonders am zweiten und dritten Tag werdet ihr öfter darauf ausweichen (wenn ihr meinem Programm folgt). Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in unmittelbarer Nähe einer Metro, S-Bahn oder Busstation.

Es macht deshalb wenig Sinn, Einzelfahrscheine zu kaufen, die auf die Dauer teurer sind und immer nur für einen Anbieter (Metro oder S-Bahn) gelten.

Mit Abokarten wie der T-casual oder der Hola-Barcelona Card könnt ihr fast alle Verkehrsmittel nutzen, mit ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel den Aerobús und die Nachtbusse. Auch die T-usual ist für uneingeschränkte Fahrten gültig und auch 2026 noch zum halben Preis erhältlich.

GültigkeitPreis
Hola-Barcelona Card72 Stunden25,94 € Ticket Symbol.online kaufen
T-casual + T-mobilitat10 Fahrten14 € (nur am Automaten)
T-usual + T-mobilitat30 Tage23,80 € (nur am Automaten)

Die Hola-Barcelona Card könnt ihr auch über Ticket Symbol.Tiqets (auf Deutsch) kaufen, allerdings zahlt ihr hier den Schalterpreis (33,00 €).

Tipp: Stadtrundfahrt mit dem Hop-On-Hop-Off Bus

Wer 3 Tage oder weniger in Barcelona verbringt, kann sich mit den Hop-On-Hop-Off-Bussen einen Überblick über die Stadt verschaffen.

Die doppelstöckigen Sightseeing-Busse fahren auf verschiedenen Routen die Innenstadt ab und halten an allen bekannten Sehenswürdigkeiten, wo man beliebig oft ein- und aussteigen kann.

Der Doppeldeckerbus vor der Sagrada Familia.

Als reines Fortbewegungsmittel ist der Bus Turístic allerdings nicht ideal, da die Busse sehr beliebt sind und man unter Umständen längere Zeit auf einen Bus mit Sitzplätzen warten muss. In der Hochsaison kommt man zu Fuß und mit der Metro oft schneller ans Ziel.

Hat man erstmal einen Platz im Oberdeck ergattert, kann man die Stadtrundfahrt von dieser privilegierten Perspektive uneingeschränkt genießen.

Wenn ihr euch für den Hop-On-Hop-Off Bus entscheidet, sollte ein Ticket für 24 Stunden ausreichen. So lernt ihr an eurem ersten Tag gleich die Highlights von Barcelona kennen und könnt später zurückzukehren, um sie euch aus der Nähe anzusehen.

Der Bus Turístic (der offizielle Bus) bietet eine nördliche und eine südliche Route an, für die man insgesamt c.a. 4 Stunden benötigt. Ich habe die Stadtrundfahrt vor Kurzem mitgemacht und mir hat vor allem die rote Route sehr gefallen, die über den Montjuïc führt und am Hafen entlanggeht.

Ticket Symbol.Ticket für den Hop-On-Hop-Off Bus kaufen.

Barcelona mit dem Fahrrad erkunden

Eine unterhaltsame und umweltfreundlichere Art und Weise, um Barcelona kennenzulernen, ist mit dem Fahrrad.

Zuerst war ich etwas skeptisch gegenüber der Idee, mit dem Rad durch eine Großstadt zu gurken, habe das Erlebnis aber letztendlich sehr genossen und gleich mehrere Fahrradtouren und Fahrradvermieter getestet.

Generell rate ich zu einer geführten Tour, die euch ein besseres Erlebnis bietet, als auf eigene Faust durch Barcelona zu radeln. Die Guides kennen die etwas verwirrenden Verkehrsregeln auf den zahlreichen Radwegen und natürlich die besten Routen, um Verkehr und Menschenaufläufe zu vermeiden.

Mein Favorit war die Tour mit Ticket Symbol. Steel Donkeys (aka Oceanbikes). Hauptsächlich weil die Guías die Stadt wie ihre Hosentasche kennen und ausführliches Hintergrundwissen über die Geschichte Barcelonas haben - die eine oder andere Anekdote war selbst mir neu.

Die Strecken sind flexibel und werden der Gruppe angepasst, aber alle Touren führen an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei und beinhalten einen Essensstopp in einer Tapas-Bar (oder in meinem Fall auf dem Markt Santa Caterina im El Born).

3 Tage in Barcelona - Was man sich unbedingt ansehen sollte

Dieses Programm soll euch eine Idee vermitteln, was es in Barcelona zu sehen und zu tun gibt, ohne euch zu überwältigen. Barcelona bietet Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für jeden Geschmack, von denen euch natürlich manche mehr interessieren werden als andere.

Es gibt aber Stadtteile und Wahrzeichen, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte, wenn man Barcelona das erste Mal besucht:

Da ich persönlich es lieber gemütlich mag, verrate ich euch außerdem, wo man zwischendurch die besten Tapas essen und Sangría mit Blick aufs Meer schlürfen kann.

Am Ende dieses Drei-Tage-Programms findet ihr außerdem noch Anregungen, die ihr nach Belieben in euer persönliches Programm mit aufnehmen könnt.

Tag 1 in Barcelona

Egal man morgens, nachmittags oder abends ankommt, die Innenstadt ist ein guter Ort, um einen ersten Eindruck von Barcelona zu erhalten. Hier schlägt das pulsierende Herz der Stadt und die Gegend um die Plaça de Catalunya ist Treff- und Knotenpunkt vieler Menschen, die in Barcelona leben und arbeiten.

Ihr habt vielleicht schon gehört, dass Barcelona die Gaudí-Stadt ist. Am Passeig de Gràcia befinden sich gleich zwei seiner berühmtesten Bauwerke: die Pedrera (der Steinbruch) und das Haus der Knochen. Jetzt müsst ihr nur noch erraten, welches welches ist.

Ein Besuch des mittelalterlichen gotischen Viertels führt uns in die Vergangenheit, bis zur Entstehung von Barcelona in der Antike.

Programm für den ersten Tag:

  1. Plaça Catalunya und Passeig de Gràcia
  2. Casa Milà und Casa Batlló
  3. Ramblas und Hafen
  4. Barri Gòtic und El Born

Plaça Catalunya und Passeig de Gràcia

Die Plaça de Catalunya muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber man wird sie aller Wahrscheinlichkeit nach häufiger überqueren. Der große Platz im Zentrum ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Basis für viele Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten.

Hier zweigen die beiden berühmtesten Straßen von Barcelona ab: die Rambla, die durch die Altstadt bis zum Hafen führt und Barcelonas Modernisme- und Modemeile Passeig de Gràcia.

Außer vielen bekannten Designer-Boutiquen liegen am Passeig de Gràcia einige der prachtvollsten Herrenhäuser von Barcelona. Die Casa Amatller, die Casa Batlló und die Casa Milà gelten als Perlen des katalanischen Jugendstils (Modernisme), die man zumindest von außen gesehen haben sollte. Wer das Budget und die Zeit hat, sollte sich eines der Gaudí-Häuser von innen ansehen.

☕️ Gut frühstücken kann man im Café Favorit, das sich im Eingang der Casa Amatller versteckt.

Casa Milà oder Casa Batlló?

Jetzt fragt ihr euch wahrscheinlich "Welches Haus ist besser? Die Casa Milà oder die Casa Batlló?" Beide Häuser wurden von Gaudí geschaffen, wirken aber auf den ersten Blick sehr unterschiedlich.

Die Casa Batlló wurde von Gaudí "nur" renoviert und zieht Betrachter mit ihrer phantasievollen Fassade in ihren Bann. Die Casa Milà wurde von dem teilweise radikal denkenden Gaudí von Grund auf errichtet, weshalb sie ihrer Zeit weit voraus war.

Mein persönlicher Favorit ist die darum die Casa Milà, in der jedes architektonische Detail einen Zweck erfüllt, selbst die seltsamen Weltraumritter auf der Dachterrasse, die ein Highlight des Besuchs ist.

Hier könnt ihr Ticket Symbol.Tickets für die Casa Milà kaufen oder mehr über die Casa Milà lesen.

Auch die Casa Batlló hat ihre Reize, zum Beispiel ein wunderschönes Patio, in dem man sich fühlt, als wäre man ins Meer abgetaucht, sowie die beeindruckende Drachenterrasse.

Die Casa Batlló hat mit einem immersiven 10-D-Erlebnis aufgerüstet und die (manchmal überflüssige) Technologie hat ihren Preis - der Eintritt in die Casa Batlló kostet rund 10 € mehr als für die Casa Milà.

Ticket Symbol.Tickets für die Casa Batlló kaufen oder mehr über die Casa Batlló lesen.

Brotzeit Icon. Im modernistischen Fresstempel El Nacional kann man umgeben von modernistischer Architektur zu Mittag essen, Tapas naschen oder auch einfach nur ein Glas Cava am Tresen in der Mitte schlürfen.

Tipp: Im Nacional kann der wahrscheinlich stilvollste öffentliche Toilettenstopp in Barcelona eingelegt werden (die Toiletten befinden sich am Ende der Halle).

Weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Passeig de Gràcia:

  • Im White Rabbit Off-Museum werdet ihr in die geheimnisvollen Bräuche Kataloniens eingeführt
  • Wem die Gaudí-Häuser nicht sehr wohnlich erschienen, findet in der Casa Amatller die mit den Originalmöbel ausgestatteten Wohnräume
  • Shopaholics finden auf dem Passeig de Gràcia Boutiquen vieler bekannter Modemarken

Die Ramblas von Barcelona (La Rambla)

Wenn die Plaça Catalunya das Herz von Barcelona ist, sind die Ramblas die Arterien der Stadt. Die lange Fußgängerstraße besteht aus mehreren Teilen, weshalb der korrekte Name eigentlich Las Ramblas ist, aber einfachheitshalber nenne ich sie hier nur La Rambla.

Eingegrenzt wird die Rambla vom Barri Gòtic auf der einen und dem hippen, multikulturellen Stadtviertel El Raval auf der anderen Seite. Das Raval hat sich wegen seines Drogenproblems und Rotlichtviertels einen schlechten Ruf gemacht, aber generell ist der Stadtteil relativ unbedenklich. Nur nachts sollte man als Tourist in den abgelegeneren Teilen etwas Vorsicht walten lassen.

Bitte achtet auch auf der Rambla und im gotischen Viertel auf Taschen und Wertgegenstände, denn immer wo viele Touristen unterwegs sind, lauern Taschendiebe und Trickbetrüger!

In der Markthalle Boqueria könnt ihr einen Stopp einlegen und an einem der Essensständen die Geschmäcker Kataloniens kosten. Einer der beliebtesten Stände ist der Quim de la Boqueria, wo es schwierig sein kann, einen Barhocker zu erwischen.

Bei schönem Wetter kann man auf dem Markt auch gekühlte Fruchtsmoothies, belegte Baguettes, Empanadillas und sogar Tapas kaufen und mit an den Hafen nehmen.

Ein Marktstand der Boqueria mit Empanadas und Fruchtsäften im Angebot.

Reispfanne Icon.Gute Paella bekommt man in der Paella Bar Boqueria, gleich neben der berühmten Markthalle.

Generell sollte man die sehr touristischen Restaurants direkt an der Rambla lieber meiden und besser in die gotische Altstadt abbiegen, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis besser ist.

Auf keinen Fall verpassen sollte man den Plaça Reial (Königsplatz), einer der schönsten und prachtvollsten Plätze von Barcelona. Die Straßenlaternen auf dem Platz wurden von Antoni Gaudí entworfen und waren sein erstes öffentliches Werk.

Königlich anmutender, palmenbesetzter Platz im Zentrum von Barcelona.

Die Plaça Reial ist gesäumt von Restaurants, wo man unter den Kolonnaden sitzen und das bunte Treiben beobachten kann.

🍻 Im Ocaña findet man zu jeder Stunde das passende Ambiente. Außer dem ungezwungenen Restaurant mit Terrassenbestuhlung verbergen sich in den Innenräumen eine Bar und ein Nachtclub.

Weiter geht es auf der Rambla Richtung Hafen. Ist die Kolumbussäule in Sicht, weiß man, dass man angelangt ist. Mit ausgestrecktem Arm zeigt der Entdecker auf das Meer, allerdings nicht nach Amerika, sondern nach Mallorca. Im Globus unter seinen Füßen verbirgt sich ein Aussichtspunkt.

Die Rambla führt an der Altstadt vorbei bis zur Plaça Catalunya.

Die verglaste Aussichtsplattform ist etwas stickig und kein Must-Do, aber wenn kein weiterer Aussichtspunkt eingeplant ist, kann man sich hier einen guten Blick von oben auf den Hafen und die Rambla verschaffen. Die Tickets können im Touristeninformationsbüro im Sockel gekauft werden, von wo auch der Aufzug nach oben führt.

Hinweis: Auf der Rambla finden momentan Bauarbeiten statt, weshalb es dort noch chaotischer zugeht als sonst. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein: Die Rambla soll breiter, grüner und insgesamt schöner werden. Mehr über die Rambla erfahrt ihr in diesem ausführlichen Post.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf der Rambla:

  • Der Palau Güell ist ein von Gaudí erbauter Wohnpalast
  • Die Font Canaletes - der Treffpunkt für Barça-Fans befindet sich am nördlichen Ende der Rambla
  • Auf ca. halber Strecke liegt das Mosaik von Miró
  • Ein Stückchen weiter befindet sich das Theaterhaus Liceu - das älteste aktive Theater in Barcelona
  • Der alternativ angehauchte Stadtteil Raval und das MACBA (Museum für zeitgenössische Kunst) grenzt westlich an die Rambla an

Am Hafen von Barcelona

Von der Kolumbussäule sind es nur noch wenige Schritte zum Hafen, einem der maritimsten und schönsten Teile Barcelonas. Zu Fuß, zu Wasser oder zu Luft - am Portal zum Meer lässt sich einiges unternehmen.

Die Rambla del Mar führt vom Ende der Ramblas über das Wasser bis zum Einkaufszentrum Maremagnum.

Die Rambla de Mar ist eine Art Verlängerung der Rambla, die übers Wasser bis zum Einkaufszentrum Maremagnum und zum Aquarium führt.

Auf dem Dach des Maremagnum liegt der Foodcourt Time Out Market, von dessen Terrassenbars man einen tollen Blick auf den Hafen hat.

Bei schönem Wetter bietet sich eine Bootsfahrt mit Ticket Symbol.Las Golondrinas an, deren Ableger sich gegenüber der Kolumbusstatue befindet. Die 40-minütige Fahrt geht durch den Hafen und die 60-minütige Fahrt durch den Hafen aufs offene Meer, vorbei and den Stränden von Barcelona.

Vom Schiff hat man tolle Blicke auf die Skyline von Barcelona.

Tipp: Wer nur auf die andere Seite des Hafens zu den Stränden gelangen will, findet neben die Golondrinas die Haltestelle des Bus Nàutic. Die Hafenfähre hält in der Nähe der Torre San Sebastià, in der sich die Station der der Hafenseilbahn befindet. Die einfache Fahrt kostet 1,90 EUR, Tickets können direkt am Schalter an der Haltestelle gekauft werden.

An der Promenade Passeig de Colom, die nach links vom Ende der Rambla abzweigt, liegen einige der schönsten Prachtbauten von Barcelona. Der Passeig de Colom führt bis an den Stadtteil Barceloneta, wo sich die Stadtstrände befinden.

Auch der neue olympische Hafen liegt etwas weiter nördlich hinter den Stränden, auf Höhe der Zwillingstürme am Strand von Somorrostro (ein Strandbesuch ist für den dritten Tag geplant).

Weitere Sehenswürdigkeiten am Hafen:

  • Schifffahrtsmuseum in den ehemaligen königlichen Werften Drassanes
  • Aquarium von Barcelona

Das gotische Viertel von Barcelona

Das Barri Gòtic ist ein charmantes Gewirr von mittelalterlichen Gassen und Plätzen, wo man sich leicht verirren kann, was uns an unserem ersten Tag aber nicht stört - im Gegenteil, wir wollen uns treiben lassen und ein Gefühl für Barcelona entwickeln.

Im ältesten Stadtteil von Barcelona wurde in der Antike die römische Kolonie Barcino (ausgesprochen Barkino) gegründet, von der heute nur noch ein paar Mauerreste und Säulen zeugen.

Während aus anderen Epochen kaum archäologische Überreste erhalten sind, können im Barri Gòtic noch zahlreiche Gebäude und Denkmäler aus dem 13. und 14. Jahrhundert bewundert werden. Viele gotische Elemente wurden erst im 20. Jahrhundert hinzugefügt, um dem Stadtteil ein mittelalterlicheres Aussehen zu verleihen.

Um ins gotische Viertel zu gelangen, kann man (von der Plaça Catalunya aus kommend) jederzeit nach links von der Rambla abbiegen. Auf halber Höhe erstreckt sich auf dem Pflaster das Mosaik von Miró, biegt man hier ab, gelangt man auf einen der idyllischsten Plätze im Barri Gòtic.

Die Plaça del Pi liegt im Schatten der gleichnamigen gotischen Kirche. Dort, wo heute Terrassenbars angesiedelt sind, lagen einst Friedhöfe, bis dieser Brauch im 18. Jahrhundert verboten und die Gräber außerhalb der Innenstadt umgesiedelt wurden.

Terrassenbar vor der Kirche.

🍷Um die Basilika Santa Maria del Pi liegen gleich mehrere Bars. Sowohl in der alteingesessenen Bar del Pi als auch im moderneren Taller de Tapas kann man nett auf der Terrasse sitzen und Tapas essen.

Wir dringen tiefer ins gotische Viertel vor und gelangen zur Kathedrale von Barcelona. Dabei handelt es sich nicht um die Sagrada Familia, sondern um die Catedral de la Santa Creu i Santa Eulàlia.

Benannt ist die neugotische Kirche nach der heiligen Eulàlia, einem willensstarken Hirtenmaderl, das mit zarten 13 Jahren einen qualvollen Märtyrer-Tod starb. Heute ist Eulàlia neben der Mercè eine der beiden Schutzheiligen der Stadt.

Im Patio der Kathedrale symbolisieren 13 weiße Gänse Eulàlias Alter und ihre Unschuld. Gänse waren im Mittelalter beliebte Alarmanlagen, das skandalöse Geschnatter warnte vor Eindringlingen, die vom Reichtum der katholischen Kirche angezogen wurden.

Die Ticket Symbol. Kathedrale kann gegen Eintritt von innen besichtigt werden. Im Eintrittspreis ist ein Besuch des Dachs beinhaltet, von dem man einen guten Blick auf die Altstadt hat.

Von der Plaça Nova vor der Kathedrale gelangt man an den restaurierten, antiken Wehrtürmen vorbei auf die Carrer del Bisbe. Die Wehrtürme waren Teil der Porta Praetoria, dem einzig erhaltenen Tor des römischen Barcino.

In dieser fotogenen Gasse liegt die Bischoffsbrücke (Pont del Bisbe), eines der ikonischen Wahrzeichen des Barri Gòtic. Die neugotische Brücke entstand im 20. Jahrhundert, während der grundlegenden "Gotisierung" des Stadtteils und verbindet den katalanische Regierungssitz mit der ehemaligen Privatresidenz der katalanischen Präsidenten.

Enge Gasse überspannt von einer Brücke.

Die Carrer del Bisbe mündet auf die Plaça Sant Jaume, wo sich der katalanische Regierungssitz und das Rathaus von Barcelona gegenüberliegen. Im antiken Barcino lag an dieser Stelle der Tempel des römischen Kaiser Augustus, von dem heute nur noch ein paar Säulen zeugen, die im Innenhof eines Wohnhauses bestaunt werden können.

Im Mittelalter, zu Zeiten der Grafen von Barcelona und der Könige von Aragón, lag das Machtzentrum der Stadt auf der nahegelegenen Plaça del Rei.

Unter dem mittelalterlichen Komplex können archäologische Ausgrabungen der römischen Siedlung Barcino besichtigt werden, die Teil des Geschichtsmuseums MUHBA formen.

Ansicht auf den Plaça del Rei im Barri Gòtic.

Weitere Sehenswürdigkeiten im gotischen Viertel:

  • Reste der römischen Stadtmauer (z.B. an der Plaça de Ramón Berenguer und der Plaça dels Traginers)
  • Portal del Bisbe - das Stadttor zum antiken Barcino
  • Säulen des Augustus Tempel
  • Plaça Sant Felip Neri
  • Römischer Friedhof auf der Plaça de la Vila de Madrid

Das gotische Viertel wimmelt naturgemäß von geschichtsträchtigen Plätzen, Gebäuden und Legenden - mehr darüber erzähle ich euch in meinem Artikel über das Barri Gòtic.

Stadtviertel La Ribera und El Born

Hinter der Via Laietana grenzt der Stadtteil La Ribera an, der im Mittelalter außerhalb der römischen Stadtmauer entstanden war. Während der Blütezeit expandierte nicht nur Barcelonas Macht (verbündet mit der Krone von Aragón) im Mittelmeerraum, auch der antike Stadtkern platzte aus allen Nähten. Im 13. Jahrhundert wurde Barcelona von einer neuen Stadtmauer umzogen, die das Ribera mit einschloss.

La Ribera ist insgesamt etwas beschaulicher als das gotische Viertel, im charmantesten Teil, dem El Born, findet man heute viele trendige Bars, Restaurants, Geschäfte und Kunstgalerien.

Fussgaegerzone im Stadtteil El Born in Barcelona.

Die Blütezeit im Mittelalter spiegelte sich auch in der Stadtplanung und Architektur wieder. Die Wohnpaläste entlang des prestigereichen Carrer Montcada zeugen auch heute noch vom Wohlstand der durch den Seehandel reich geworden Oberklasse Barcelonas.

Heute sind in den gut erhaltenen Stadtpalästen unter anderem Museen untergebracht, wie das Picasso Museum, in dem vor allem Werke aus der "Lehrzeit" des Künstlers in Barcelona ausgestellt sind. Gleich daneben liegt das ebenfalls sehenswerte, trendige Moco-Museum für zeitgenössische Kunst.

Im Herzen von El Born ragt die gotische Basilika Santa Maria del Mar in den Himmel, die ihr vielleicht als Kathedrale des Meeres kennt. Naja, sie ragt nicht ganz so hoch, wie man das sonst von gotischen Kirchen gewohnt ist.

Der katalanische Gotikstil ist von außen eher niedrig und wuchtig, ihre wahre Schönheit und Eleganz offenbart die Basilika im lichtdurchfluteten Kirchenschiff, das man unbedingt besichtigen sollte.

Lang gestreckter Altarraum, mit hohen, schlanken Säulen, Buntglasfenstern und einem Rippengewölbe.

Tickets können außerhalb der Gottesdienste ab 5 EUR direkt vor Ort gekauft werden (während Gottesdiensten ist die Basilika natürlich frei zugänglich). Der Besuch des Dachs ist hier optional und kostet extra. Wer bereits die Kathedrale besichtigt hat, findet vom Dach der Santa Maria del Mar eine ähnliche Aussicht auf die Altstadt.

Tipp: Nach dem allabendlichen Gottesdienst kann die Basilika gegen 20 Uhr bis zur Schließung kostenfrei betreten werden, allerdings bleibt dann keine Zeit für einen Dachbesuch.

Brotzeit Icon. Von der Terrasse des La Vinya del Senyor hat man einen tollen Blick auf die Hauptfassade der Basilika und kann sich mit Tapas und einem Gläschen Wein oder Sangría stärken.

Und noch ein Tipp: An der Ecke der Plaça vor der Kirche findet man im Caganer Shop originelle Souvenirs und Mitbringsel.

Ein Kontrast zur mittelalterlichen Kirche ist das nahegelegne Kulturzentrum von El Born. Die alte Markthalle war eines der ersten Gebäude in Barcelona, das eine Struktur aus Eisen und Glas hatte, den traditionellen Materialien des Modernisme.

Die alte Markthalle im katalanischen Jugendstil im Stadtteil El Born.

Bei Ausgrabungen wurden unter dem Markt Ruinen des während des spanischen Erbfolgekriegs zerstörten Stadtteils freigelegt, die heute Teil des Kulturzentrums CCM formen. Der Eingang in die Halle ist kostenfrei, der archäologische Bereich im Untergeschoss kann nur anhand von Führungen betreten werden.

Tipp: In der Ecke der frei zugänglichen Markthalle liegen große und saubere Toiletten.

🍷Wer schon wieder (oder immer noch) hungrig ist, kann sich im Bormuth Tapas & Vermut gegenüber der Markthalle stärken.

Hinter der Markthalle liegt der Parc de la Ciutadella, ein schöner Park mit einem monumentalen Brunnen. Auch hier hatte Gaudí seine Finger im Spiel: er war für die Hydraulik zuständig, die unter dem Brunnen verborgen liegt.

Vom Park gelangt man über eine palmenbesetzte Prachtallee zum Arc de Triomf, der das symbolische Tor der Weltausstellung 1888 bildete.

Auf dem Weg zurück Richtung Plaça Catalunya sollte man unbedingt noch einen Umweg am Palau de la Música Catalana vorbei machen, der vom Meister des Modernisme Domènech i Montaner erschaffen wurde. Schon die überschwänglich verzierte Fassade ist ein Augenschmaus und der wie eine Spieltruhe verschachtelte Konzertsaal im Inneren des Gebäudes eine wahre Ode an die Kunst.

Reich geschmückter Konzertsaal im katalanischen Jugendstil.
Palau de la Música Catalana

Die Tickets für Standardbesichtigungen und Konzerte könnt ihr euch über Ticket Symbol.diesen Link ansehen.

Olive-Käse Icon.Im Born gibt es einige der besten Tapas-Bars in Barcelona, unter anderem Klassiker wie das El Xampanyet und die Bar del Pla und neuere Restaurants wie das Orvay und Tapes La Bona Sort. Für einen Absacker und eine leckere Wurst- oder Käseplatte empfehle ich euch die winzige Bodega del Born.

Wer noch Energie hat, kann seinen ersten Tag in Barcelona mit einer 💃🏻 Flamenco Show ausklingen lassen.

Das Tablao Cordobés ist eines der ältesten Tablaos (Flamenco-Lokale) von Barcelona und bietet authentische andalusische Flamenco-Darbietungen mit Gesang und Tanz. Im Gegensatz zu einem Theater kann in Tablaos auch getrunken und gegessen werden. Ticket Symbol.Über diesen Link könnt ihr die Tickets für die Flamenco Show reservieren.

Tag 2 in Barcelona

An unserem zweiten Tag in Barcelona sehen wir uns die beiden berühmtesten Sehenswürdigkeiten aus der Nähe an, für die ihr die Onlinetickets bereits auf dem Handy haben solltet. Für die Sagrada Familia können keine Tickets mehr am Schalter gekauft werden und der immer gut besuchte Park Güell liegt etwas außerhalb vom Zentrum, weshalb es besonders ärgerlich wäre, wenn ihr nicht reinkommen würdet.

Den Park Güell sollte man am besten vormittags besuchen, bevor er sich mittags mit Menschen füllt und es im Sommer unerträglich heiß wird.

Meiner Meinung nach ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch der Sagrada Familia der Nachmittag, wenn das Licht der sinkenden Sonne durch die Fenster der Passionsfassade fällt und spektakuläre rot-orangene Lichteffekte im Kirchenschiff zaubert.

Je nach Verfügbarkeit der Tickets könnt ihr die Reihenfolge natürlich beliebig ändern.

Der Park Güell liegt im Stadtteil Gràcia - eine gute Gelegenheit also für einen Spaziergang durch Barcelonas beliebtestes Stadtviertel. Hier könnt ihr euch unter die Einheimischen mischen und ein authentischeres Barcelona kennenlernen.

Programm für den zweiten Tag:

  1. Der phantasievolle Park Güell von Gaudí
  2. Der alternative Stadtteil Gràcia
  3. Barcelonas ganzer Stolz - die Sagrada Familia

Park Güell - der phantasievolle Park von Gaudí

Für die Besichtigung des Park Güell sollte man einen halben Tag einplanen, denn er liegt am Rande des Stadtzentrums und die Anfahrt ist mit einem kleinen Fußmarsch verbunden.

Am ruhigsten ist der Park direkt nach Öffnung und kurz vor Schließung. Achtet auf die Besuchszeiten für Touristen, denn zu gewissen Zeiten (früh morgens und später am Abend) ist der Park nur für die Einheimischen zugänglich.

Die Anfahrt erfolgt mit der grünen Metrolinie L3 bis zur Station Lesseps, von der man noch c.a. 15 - 20 Minuten zu Fuß bis zum Eingang des Parks geht. Der Weg führt bergauf und wird teilweise durch mechanische Rolltreppen erleichtert.

Besitzer eines Tickets für den Hop-On-Hop-Off-Bus sollten wissen, dass die Haltestelle nicht direkt am Park liegt und man von dort aus noch ca. 15 Minuten zu Fuß gehen muss.

Tipp: Wenn es euer Budget erlaubt, nehmt ein Taxi zum Park Güell (ca. 20 Euro ab Plaça Catalunya), so erspart ihr euch den Weg entlang einer vielbefahrenen Hauptstraße und den etwas mühsamen Aufstieg. Im Park werdet ihr ohnehin noch genug gehen.

Das weitläufige Parkgelände liegt am Hang und bietet mehrere Aussichtspunkte sowie beeindruckende Viadukte. Am interessantesten ist die monumentale Zone, in der sich die berühmte Salamandertreppe und die Wellenbank befinden.

Die Tickets müssen unbedingt frühzeitig online gekauft werden. Bei Ticket Symbol.Buchung über Tiqets fallen in diesem Fall Gebühren an. Alternativ könnt ihr die Eintrittskarten direkt über die offizielle Webseite des Parks kaufen.

Blick vom Balkon des Platzes auf die Casa de Guarda und Barcelona.

Gaudí hatte großen Einfluss auf das Stadtbild Barcelonas. Wer die katalanische Hauptstadt besucht, sollte sich deshalb ein wenig mit dem Architekten befassen. Nur so kann man die Genialität, die er in seine Bauwerke einfließen ließ, auch wirklich zu schätzen wissen.

Der Park Güell war eines seiner ehrgeizigsten Projekte und bei der Planung der Wohnsiedlung hatte sich Gaudí einiges gedacht. All das und noch viel mehr erfährt man anhand einer Ticket Symbol.geführten Tour, die sich in diesem Fall wirklich lohnt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Park Güell:

Die bunte Casa Vicens vom Garten aus betrachtet, mit zwei Palmen im Vordergrund.

Tapas essen in Vila de Gràcia

Um vom Park Güell bis in das Herz von Gràcia zu gelangen, verlässt man den Park durch den Ausgang zwischen den Lebkuchenhäusern und geht zu Fuß c.a. 15-20 Minuten bergab. Alternativ kann man den Park durch den östlichen Ausgang verlassen und einen Teil der Strecke mit dem Bus der Linie 24 (ab Ctra del Carmel bis Ptge Josefina Torrens Illas) zurücklegen.

Gràcia war bis 1897 eine unabhängige Gemeinde und bewahrt sich dank ihrer historischen Identität, Fußgängerzonen und belebten Plätze ein starkes Nachbarschaftsgefühl. Bekannt als Vila de Gràcia, zeichnet es sich durch sein unkonventionelles Flair, traditionelle Geschäfte und emblematischen Straßenfeste aus. In den Bars auf einem der sonnigen Plätze könnt ihr euch unter die Einheimischen mischen und am katalanischen Leben teilhaben.

Als Gràcia noch ein eigenständiges Dorf war, war die Plaça de la Vila de Gràcia Mittel- und Treffpunkt der Einwohner. Auch heute kann man von den Restaurants und Terrassenbars rund um den ehemaligen Glockenturm das lebhafte Treiben auf dem Platz beobachten.

Die beliebte Plaça del Sol zieht vor allem ein jüngeres Publikum an, die sich hier auch gerne in Grüppchen auf dem Boden niederlassen, wenn es in den Terrassenbars keine freien Plätze mehr gibt.

Belebter Platz in Barcelona an einem sonnigen Frühlingstag.

Eine der belebtesten Straßen in der Vila de Gràcia ist die Carrer de Verdi, auf der viele kleine Boutiquen und ethnische Restaurants angesiedelt sind. Hier befinden sich unter anderem die Cines Verdi, wo Filme in der Originalversion gezeigt werden, was das Kino beliebt bei den vielen in Barcelona wohnhaften Expats macht.

🍢 In der Kultbar Canigó werden unprätentiöse Tapas zu fairen Preisen serviert. Im Pepa Tomate gibt es viele vegetarische Optionen (und auch Fleischgerichte).

Auf der Plaça de la Virreina geht es etwas entspannter zu und auch auf diesem Platz haben sich um die hübsche Pfarrkirche Terrassenbars angesiedelt, wo man mit Tapas und einem erfrischenden Getränk eine Verschnaufpause einlegen kann.

🥘 Wer ein ausführliches Mittagessen bevorzugt, kann die Taverna El Glop ausprobieren, die für ihre gute Paella bekannt ist. Ganz in der Nähe, auf dem Weg zur Sagrada Familia, liegt das Cal Boter, das leckere katalanische Hausmannskost ohne viel Schnickschnack und ein Mittagsmenü für 16 EUR serviert.

Eine Tapa bestehend aus Käse und iberischem Schinken mit Tomatenbrot.
Tapas in La Graciosa

🍷 Wenn ihr abends in Gràcia unterwegs seid, empfehle ich euch das gemütliche Patio des La Graciosa oder die kleine Taverne Celler Marín, die eine erlesene Auswahl von Tapas anbietet. Hier erfahrt ihr, wo man in Barcelona sonst noch gut Tapas essen kann.

Besuch der Sagrada Familia - das Highlight von Barcelona

Die Sagrada Família von Antoni Gaudí ist das einzigartigste Bauwerk, das Barcelona zu bieten hat. Der gottesfürchtige Gaudí steckte sein ganzes Herz und sein Genie in dieses Jahrhundertbauwerk. Seit seinem Tod vor 100 Jahren mussten die wenigen erhaltenen Baupläne teilweise neu interpretiert werden. Das Ergebnis ist eine der ungewöhnlichsten Kirchen, die ihr je gesehen habt.

Die Geburtsfassade der Sagrada Familia

Von vorne wirkt die Basilika wie ein Termitenhaufen, von hinten ähnelt sie einem Skelett und im inneren ist sie lichtdurchflutet und ätherisch. Selbst wenn ihr keine Architekturfans oder religiös seid, wird euch die Schönheit der Sagrada Familia nicht unbeeindruckt lassen.

An dieser Stelle habt ihr die Wahl: entweder ihr lest meinen ausführlichen Artikel über die Sagrada Familia, oder lasst das Kirchenschiff unvoreingenommen auf euch wirken.

Die schönsten Momente im Inneren der Kirche erlebt man am frühen Vormittag, wenn es noch relativ ruhig ist und sich an der Geburtsfassade blau-grüne Lichteffekte abzeichnen.

Richtig spektakulär wird es allerdings nachmittags, wenn das einfallende Sonnenlicht durch die Buntglasfenster der Passionsfassade gefiltert wird.

Das folgende Foto entstand nicht in der Sagrada Familia, sondern im LED-Würfel des White Rabbit Museum, aber es veranschaulicht gut den Unterschied zwischen den beiden Fassaden.

Die Buntglasfenster der Sagrada Familia im immersiven LED- Würfel des Museums.

Die Eintrittskarten für die Sagrada Familia können mit und ohne Zugang zu den Türmen gekauft werden. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob sich ein Besuch der Türme für euch lohnt, hilft euch hoffentlich dieser Artikel weiter.

Wie immer hinterlasse ich euch einen Link, um die Ticket Symbol.Onlinetickets über Tiqets zu kaufen. Allerdings ist in diesem Fall der Eintritt über die offizielle Webseite der Sagrada Familia günstiger.

Tickets können ausschließlich online gekauft werden! Unabhängig davon, wo ihr die Tickets kauft, solltet ihr rechtzeitig buchen, im Sommer mindestens zwei Wochen vorher, bzw. früher, wenn ihr auf die Türme wollt.

Der in der Eintrittskarte beinhaltete Audioführer deckt das Basiswissen gut ab. Mehr über die Basilika und ihren genialen Erbauer erfahrt ihr anhand einer Ticket Symbol.deutschen Führung durch die Sagrada Familia (die Führungen finden nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Uhrzeiten statt).

Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Sagrada Familia:

Tag 3 in Barcelona

Nach dem vollem Sightseeing-Programm am ersten und zweiten Tag entspannen wir am dritten und letzten Tag ein bisschen am Strand und genießen das Meer.

Auch im Winter lohnt sich bei schönem Wetter ein Spaziergang über die Strandpromenade und viele Bars und Restaurants haben das ganze Jahr über geöffnet.

Das angrenzende ehemalige Fischerviertel Barceloneta ist einer der authentischsten Stadtteile von Barcelona und perfekt, um in das mediterrane Flair der Metropole einzutauchen.

Barcelonas Hausberg Montjuïc grenzt fast bis ans Meer an und ist vom Strand schnell und einfach mit der Hafenseilbahn zu erreichen, von der man nochmal einen tollen Blick auf die Stadt hat.

Programm für den dritten Tag:

  1. Das Fischerviertel Barceloneta + Strand
  2. Mit der Hafenseilbahn auf den Montjuïc
  3. MNAC und Font Màgica

Der Strand von Barceloneta

Städte am Wasser habe eine ganz besondere Anziehungskraft - Barcelona macht da keine Ausnahme.

Über die palmengesäumte Strandpromenade zu schlendern und fruchtige Sangría oder ein kühles Bier in einer Strandbar zu trinken gehört zu einem Barcelona-Besuch einfach dazu.

Im Sommer sollte man Badezeug einpacken, denn beim Anblick des kühlen, blauen Mittelmeers bekommt man schnell Lust auf eine kurze Abkühlung, auch wenn die Stadtstrände für einen entspannten Strandtag zu laut und voll sind. Lasst nichts unbeobachtet am Strand liegen, während ihr im Meer badet!

Die Promenade und der Strand von Barcelona.
Der Strand von Barceloneta

Die südlichen Stadtstrände liegen etwa 10 bis 15 Gehminuten von der Metrostation Barceloneta entfernt. Wenn ihr euch in der Altstadt befindet, könnt ihr natürlich auch zu Fuß gehen oder den Bus „Nautic” vom Ende der Rambla nehmen (siehe weiter oben).

Generell solltet ihr jeden Tag in Barcelona so früh wie möglich beginnen, vor allem, wenn ihr während der heißen Sommermonate in der Stadt seid. Im Urlaub fällt es zwar nicht leicht, früh aus den Federn zu kommen – vor allem nach einer Nacht mit viel Tapas und Wein –, aber es lohnt sich!

Generell solltet ihr jeden Tag in Barcelona so früh wie möglich beginnen, vor allem wenn ihr während der heißen Sommermonate in der Stadt seid. Im Urlaub fällt es nicht leicht, früh aus den Federn zu kommen, vor allem nach einer Nacht mit viel Tapas und Wein, aber es lohnt sich!

Wenn ihr an eurem letzten Tag noch etwas ganz besonderes machen und eine schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen wollt, empfehle ich euch dieses magische Ticket Symbol.Sunrise SUP Erlebnis. Der fast menschenleere Strand früh morgens ist nicht vergleichbar mit dem handtuchübersäten Strand später am Tag.

Mehrere Personen im Wasser, die auf Stand-Up-Paddle Brettern der aufgehenden Sonne entgegenpaddeln.

Auch zum Baden solltet ihr vormittags an den Strand gehen, wenn die Sonne noch nicht so knallt und die Partytouristen noch in verdunkelten Hotelzimmer ihren Rausch ausschlafen.

🥐 Im Brunch & Cake by the Sea könnt ihr euren Tag mit einem ausgiebigen Frühstück starten und im La Roseta habt ihr eine große Auswahl an Sandwiches und belegten Brötchen, die ihr mit an den Strand nehmen könnt.

Tipp: Wer etwas mehr Ruhe am Strand sucht, kann sein Glück an den Stränden nördlich des Port Olímpic probieren, die generell etwas familiärer sind. Einen Überblick über alle Strände von Barcelona gebe ich euch in meinem ausführlichen Barcelona-Strandführer.

Paella essen in Barceloneta

Für viele Barcelona-Besucher (und Spanier) ist die Paella der absolute kulinarische Gipfel der spanischen Küche und wo lässt es sich besser Paella essen, als am Strand. Mit Blick aufs Meer und Salzgeruch in der Luft schmecken Meeresfrüchte und Fisch gleich doppelt so frisch.

Die Spanier essen die Paella übrigens fast ausschließlich mittags, da sie spät zu Abend essen und Paella schwer verdaulich ist.

Die wahre Paella stammt ursprünglich aus Valencia und erhält ihre gelbe Farbe durch den hinzugefügten Safran. In Katalonien wird Arroz (oder Arroces in der Mehrzahl) ohne Safran zubereitet und er ist etwas dunkler und saftiger. Arroces sind in jedem guten Restaurant auf der Speisekarte zu finden - bei Restaurants, die nur Paella anbieten, handelt es sich oft um touristische Restaurants.

Restaurants gibts in Barceloneta wie Sand am Meer. Man kann wählen zwischen Meerblick, Hafenblick oder auch gar keinem Blick und bei den meisten steht Paella (bzw. Arroz) auf der Speisekarte. Wo man in Barcelona gute Paella und Arroz essen kann, erfahrt ihr in diesem Artikel.

🥘 Bei den folgenden Restaurants, die direkt am Meer gelegen sind, kann man nicht viel falsch machen. Die Klassiker Restaurante Salamanca und Can Majó liegen am Passeig Marítim, wo man das rege Treiben auf der Strandpromenade beobachten kann. In den etwas weiter nördlich gelegenen Restaurants Arenal und Platja Ca la Nuri sitzt man fast direkt am Sand.

Auch gute Fleischrestaurants und vegetarische Optionen findet man in Barceloneta - entlang der Moll de Dipòsit liegen eine ganze Reihe von Restaurants mit Blick auf den Hafen.

🍹 Zwischen den Kolonnaden befindet sich das Museu d'Història de Catalunya, auf dessen Dach die Terrassenbar Terraza de les Indianes liegt. Besonders bei Sonnenuntergang kann man hier stimmungsvolles Ambiente und einen schönen Blick auf den Hafen und den Montjuïc genießen.

Es lohnt sich auch, in den Kern von Barceloneta vorzudringen und in einer der versteckten, kleinen Bars zu essen, was meist günstiger und authentischer ist, als direkt am Strand.

🍘 La Cova zum Beispiel ist bekannt für seine unprätentiösen und leckeren Tapas. Bestseller ist die Bomba, eine der wenigen Tapas, die in Barcelona ihren Ursprung haben und die angeblich in dieser Bar das erste Mal zubereitet wurde.

Mit der Hafenseilbahn auf den Montjuïc

Was könnte die drei Tage in Barcelona besser abrunden, als die Stadt nochmal in ihrer ganzen Herrlichkeit von oben zu betrachten? Wer nicht beim Sonnenbad eingeschlafen oder in einer der Strandbars verhockt ist, kann zu diesem Zweck noch ein Abstecher auf Barcelonas Lieblingsberg unternehmen.

Der direkteste Weg, um vom Strand auf den Montjuïc zu gelangen, ist mit der Hafenseilbahn. Die Station der Schwebeseilbahn liegt am Strand von San Sebastià in der Nähe des W-Hotels. Sie ist leicht zu finden, indem man in die Luft guckt und dem Kabel mit dem Blick bis ans Ende folgt.

Aus der Ticket Symbol. Seilbahn hat man spektakuläre Blicke auf den Hafen und am Ende der Fahrt erwartet euch am Mirador de Miramar eine Aussichtsplattform, wo euch der ganze Hafen zu Füßen liegt.

Ausblick von der Seilbahn auf den Hafen und auf Barcelona.
Blick aus der Hafenseilbahn

Tipp: Die Aussicht ist auf der Stadtseite am besten. Auf der Rückfahrt nach unten solltet ihr versuchen, euch vorne in der Gondel zu platzieren.

Auf dem Gipfel angekommen, hat man die Wahl entweder auf gleichem Wege mit der Hafenseilbahn zurück zum Strand zu schweben, oder den Montjuïc zu erkunden.

🍤 Direkt an der Bergstation der Hafenseilbahn liegt das Terraza Martínez, wo man den herrlichen Panoramablick auf den Hafen und die Stadt mit einem Gläschen Bier und Tapas genießen kann.

Sehenswürdigkeiten auf dem Montjuïc

Der Montjuïc beherbergt eine Fülle von Attraktionen, von denen viele in Verbindung mit den olympischen Spielen und der Expo stehen:

  • Olympisches Stadium + Olympischer Ring
  • Olympisches Sportmuseum
  • Castell del Montjuïc (Burg)
  • Botanischer Garten
  • Miró Kunststiftung

Alles über den Montjuïc könnt ihr in meinem Artikel über Barcelonas Hausberg nachlesen. Dort erfahrt ihr auch, wie ihr am besten zu den jeweiligen Attraktionen gelangt.

Der Fernsehturm auf dem Montjuïc vor der untergehenden Sonne.
Der olympische Radioturm

Von der Station der Hafenseilbahn kann man entweder zu Fuß Richtung Parc de Montjuïc gehen, oder auf die öffentlichen Linienbusse (55 + 150) ausweichen. Auch der Hop-On-Hop-Off Bus hat mehrere Haltestellen auf dem Berg und ist deshalb sehr praktisch

Alle Busse halten am Parc del Montjuïc, wo sich die Stationen der Standseilbahn (Funicular) und der Montjuïc-Seilbahn (Teleférico de Montjuïc) befinden.

Mit der Standseilbahn, die Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes ist, gelangt man zurück in die Innenstadt. Für die Fahrt kann sowohl die T-casual als auch die Hola Barcelona Card benutzt werden.

Olive-Käse Icon.Ca. 5 Gehminuten von der Talstation Parallel befindet sich der Carrer de Blai, eine lebhafte Fußgängerzone mit vielen Tapas- und Terrassenbars. Der ideale Ort also für eine Tapas-Tour und um sich an den erschwinglichen Pintxos sattzuessen.

Blick von einer Gondel der Seilbahn auf das Meer und Barcelona.

Für die Montjuïc-Seilbahn, die hoch zur Burg führt, muss ein Ticket Symbol.Extra-Ticket gekauft werden.

🥘 Gegenüber der Station befindet sich das Restaurant Xalet de Montjuïc, von dessen Terrasse man einen sagenhaften Blick auf die Stadt hat.

🍻 Für ein paar Tapas und ein Bierchen empfehle ich euch die Kioskbar Salts im olympischen Schwimmbad. Vor allem kurz vor Sonnenuntergang herrscht hier ein gemütliches Ambiente.

Um zur Miró-Stiftung und zum Olympischen Ring zu gelangen, kann man der Avinguda Miramar entweder zu Fuß folgen oder den Bus bis zu den entsprechenden Haltestellen nehmen.

Font Màgica und Palau Nacional

Am Fuß des Montjuïc liegt der Font Màgica, wo im Sommer bei Anbruch der Dunkelheit Lichtspektakel stattfinden.

Von der Hafenseilbahn aus bringt euch die Linie 150 (Einstieg Av. Miramar Pl Carlos Ibáñez) bis zur Haltestelle Piscines Picornell - Museu Nacional.

Alternativ könnt ihr die Linie 55 ab der Pl Dante nehmen und bis Museu Nacional - Museu Etnològic fahren. Natürlich kann man auch an jeder anderen beliebigen Haltestelle auf dem Berg zusteigen.

Von den Treppen am Palau Nacional, der das Kunstmuseum MNAC beherbergt, kann man nochmal einen ganz besonderen Blick auf Barcelona genießen. Am Ende der Treppe ist die Font Màgica zu sehen.

Tipp: Auch von dem Dach des MNAC hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Für das Dach kein separates Ticket gekauft werden, mit dem man keinen Zutritt zur Ausstellung hat.

Blick vom Nationalpalast Barcelona über den Font Màgica und Plaça Espanya bis zum Tibidabo.

Magisch wird der Brunnen bei Anbruch der Dämmerung, wenn das Wasser im Schein tausender (ökofreundlicher) LED-Lichtern anfängt zu tanzen. Die Brunnen-Show ist kostenlos und findet nur Donnerstags bis Samstags statt (Choreographien für 2026 stehen noch nicht fest).

Weitere Sehenswürdigkeiten am Fuß des Montjüic

  • Poble Espanyol - Das spanische Dorf
  • Plaça Espanya und monumentaler Brunnen
  • Einkaufszentrum Las Arenas in ehemaliger Stierkampfarena
  • Venezianische Türme
  • Stadtteil Poble Sec und Tapas Tour im Carrer Blai

Bonus: Tag 4 in Barcelona

Allen Glücklichen, die noch einen Tag mehr in Barcelona verbringen dürfen, hinterlasse ich im Anschluss noch ein paar Links zu weiteren Sehenswürdigkeiten, die ihr je nach Lust und Laune entdecken könnt:

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Geschrieben von Alex

Als ich vor 15 Jahren das erste Mal nach Barcelona kam, habe ich mich sofort in diese wunderschöne Stadt verliebt, also bin ich direkt hiergeblieben und mittlerweile ist Barcelona zu meiner Heimat geworden. In diesem Blog will ich euch "meine" Stadt vorstellen und euch zeigen, was Barcelona so besonders macht.

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25 comments on “Barcelona erkunden in 3 Tagen”

  1. Hallo Alex
    Danke für deinen tollen Bericht. Wir werden uns sehr gerne an deine Empfehlungen halten!
    Ich hätte geplant ca. Mitte Dezember für 4 Tage nach Barcelona zu reisen.

    Ist die Vorweihnachtszeit empfehlenswert bzw. haben die berühmten Sehenswürdigkeiten durchgehend geöffnet?

    Besten Dank für deine Rückmeldung.
    LG Peter

    1. Danke Peter, für deinen netten Kommentar.
      Für einen Kulturtrip nach Barcelona ist der Winter eine der besten Jahreszeiten. Es herrscht allgemein weniger Trubel, es geht entspannter zu und ist vor allem nicht so heiß wie im Hochsommer. Trotzdem erwischt man mit Glück noch viele Sonnenstunden und es regnet seltener als im Herbst und im Frühling. Es kommt ein bisschen darauf an, was man sucht, jede Jahreszeit hat seine Vor- und Nachteile. Im Frühling und Frühsommer ist die Stadt am lebhaftesten, im guten Sinne, im Hochsommer fliehen die Einheimischen an die Küste und die Touristen übernehmen die Stadt und im Herbst wird es wieder ruhiger und tagsüber ist es meist bis Mitte Oktober noch angenehm warm.

      Die Sehenswürdigkeiten haben im Dezember außer am Weihnachtstag (25.12.) ganz normal geöffnet.
      Ich habe auch einen Artikel über den Winter in Barcelona geschrieben, wo viele deiner Fragen beantwortet werden.

      Viele Grüße!

  2. Hallo Alex,
    Wir haben uns erst gestern entschieden nächste Woche nach barcelona zu fliegen. Wo gibt es einigermaßen günstige Tickets für die Sehenswürdigkeiten?
    Eine direkte Buchung funktioniert im Moment nicht wirklich gut für die kommende Woche.

    Liebe Grüße Ulrike

    1. Liebe Ulrike,
      wie schön, dass ihr euch so spontan entschlossen habt, nach Barcelona zu reisen 💙
      Tickets können Online schnell und sicher sowohl über 🎟 Tiqets als auch über 🎟 GetYourGuide gekauft werden. Beide Plattformen bieten identische Preise an und in den meisten Fällen zahlt man dasselbe wie bei einer Direktbuchung, nur für die Sagrada Familia und den Park Güell fallen Extra-Gebühren an. Beide Plattformen bieten sowohl Einzeltickets als auch Pakete an, wobei man preislich mit den Einzeltickets meist besser wegkommt, während man bei den Packs eben weniger Aufwand hat. Die Verfügbarkeit ist allerdings dieselbe wie über die "offiziellen" Webseiten und ich kann mir vorstellen, dass die Tickets für die Sagrada Familia über Ostern bereits ausverkauft sind..
      Viele Grüße und eine schöne Zeit in Barcelona!

    1. Liebe Sandra, ich habe deine Spende erhalten und mich sehr gefreut, vielen Dank dafür 💙
      Alles Gute und einen schönen Aufenthalt in Barcelona!

  3. Hallo Alex, deine Barcelona-Safari ist Gold wert....das hat mir unwahrscheinlich viel Zeit gespart. Ich habe gelesen, dass wenn man über die links bucht, Du eine Provision davon bekommst. Leider habe ich das Hotel und den Flug schon bevor ich deine Seite gesehen habe, gebucht. Aber ich bin so dankbar, dass ich dir gerne etwas zukommen lassen würde. Wie kann ich "meine Provision" überweisen? liebe Grüße und nochmal vielen Dank.... 🙂

  4. Hallo Alex,

    wir sind mit 9 Erwachsenen und drei Kindern vom 05. bis 09.02. in Barcelona. Aufgrund unserer familiären Situation sind wir außerhalb in Teia in eine großen Haus, welches oben am Berg liegt, untergebracht. Für uns wäre es besser, wenn wir mit dem Bus nach Teia fahren, haben aber nicht herausfinden können, ob das OLA Ticket dafür nutzbar ist. Gibt es auch Gruppentarife alternativ? Was könnten ihr empfehlen?

    1. Hallo Roland,

      Teià ist sehr hübsch und ruhig, optimal um zu Übernachten, aber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht ganz einfach zu erreichen. Die Hola-Barcelona Card (meinst du die mit OLA Ticket?) gilt nur für das Stadtgebiet (Zone 1), Teià liegt in der Zone 2. Anschluss habt ihr ab dem Zentrum entweder mit dem Zug der Renfe am Meer entlang bis El Masnou bzw. Ocata (wo ich selbst lange Zeit gelebt habe) und weiter mit dem Bus, oder auch direkt mit dem Bus ab der Innenstadt. In allen Fällen gelten die Tarife des ATM und eine Abo-Karte für Metro, Zug und Bus mit mehreren Fahrten lohnt sich im Gegensatz zu Einzeltickets immer. Ihr habt die Wahl zwischen der T-Casual mit 10 Fahrten (Unipersonal, also jeweils nur von einer Person nutzbar), der T-familiar mit 8 Fahrten (Multipersonal, d.h. mehrere Personen können gleichzeitig fahren, für jeden Reisenden muss eine Fahrt entwertet werden) oder der T-grup mit 70 Fahrten (Multipersonal). Schließlich gibt es noch die T-jove mit unbegrenzten Fahrten für Personen unter 30 Jahren (Unipersonal), die auch 2025 noch um 50% reduziert ist. Kinder unter 4 Jahren fahren gratis. Mehr Info findest du in meinem Artikel über die Öffentlichen Verkehrsmittel.
      Tipp: In Teiá kann ich euch zum draußen sitzen das Restaurant Cambray empfehlen (ich war aber nur im Sommer dort) und im Ca la Rosi bekommt man ein gutes, hausgemachtes Mittagsmenü. Auch in El Masnou findet ihr an der Hauptstraße (gegenüber vom Meer) und am Hafen eine große Auswahl an Bars und Restaurants.
      Viele Grüße und eine gute Zeit in Barcelona!

  5. Vielen lieben Dank für deinen Beitrag, fliege im Mai nach Barcelona und werde mir die ein oder anderen Ausflugtipps merken und abspeichern.

    Jetzt nur noch ein paar Fragen, ich gehe als Junge Frau alleine nach Barcelona, ist das gefährlich? Würde Abends gerne mal Salsa tanzen gehen, hast du da einen Tipp? Kann ich mit der Barcelona Card auch eine Zug außerhalb Barcelonas fahren?

    Liebe Grüße Steffi

    1. Hallo liebe Steffi, vielen Dank für deinen Kommentar.
      Generell ist Barcelona nicht gefährlich für alleinreisende Frauen und Sexualverbrechen gibt es hier eher selten. Anfangs war ich viel alleine in Barcelona unterwegs und hatte nie Probleme, nur einmal wurde ich früh morgens auf der Rambla angequatscht, aber der war glaub eher auf meine Handtasche aus..vor Taschendieben muss man ein bisschen auf der Hut sein. Natürlich würde ich nachts nicht alleine durch eine dunkle, verlassene Gasse in der Altstadt schlendern, vor allem im Raval und in der Hafengegend, aber es sind hier auch abends so viele Einheimische und Touristen unterwegs, dass du dich da problemlos an eine Gruppe dranhängen kannst.

      Die Barcelona Card ist nur für Fahrten innerhalb der Stadtzone gültig (Zone 1), um in andere Zonen zu fahren, musst du dir zusätzlich entweder einen Einzelfahrschein (bzw. Hin- und Zurück) holen, oder die T-Casual mit 10 Fahrten. Mehr Infos zu Fahrkarten und Verkehrsnetz findest du hier.

      Salsa ist nicht so mein Ding, habe also keine persönliche Empfehlung für dich, ich habe aber mal gegoogelt und folgendes gefunden: Dio Club by Seven Dance, Antilla Barcelona (auf Google steht geschlossen, aber die sind nur umgezogen, schau auf Instagram) und Sala Vivaldi (Dienstags). Oder, etwas gemütlicher, die El Bombón Bar. Sag gerne Bescheid, wo du gelandet bist und wie's war, ich wurde schon mehrmals nach Salsa Bars gefragt und weiß immer nicht, was ich empfehlen soll.

      Viel Spaß in Barcelona!

  6. Hallo liebe Alex,
    dein Barcelona Programm ist echt super, vielen Dank dafür 🙂
    Wir landen im Mai gegen 13Uhr in Barcelona und mit allem drum und dran, schätz ich mal haben wir Zimmer gegen 16:00 bezogen.
    Was würdest du am späten Nachmittag / Abend noch machen?
    Wie sind die Mittagessen und Abendessenszeiten? Die Lokale öffnen ja denk ich mal später als bei uns in Österreich und Deutschland. Hast du auch einen Tipp für eine Hidden Bar? Danke dir!

    1. Hallo Bianca, vielen lieben Dank für deinen netten Kommentar 😊.
      Ich würde mir für den Anreisetag nicht mehr zu viel vornehmen und lieber erstmal ein Feeling für Barcelona entwickeln. Je nachdem wo ihr untergebracht seid, könnt ihr zum Beispiel im gotischen Viertel anfangen, wo es von netten Restaurants und Bars wimmelt. Die Einheimischen essen ab c.a. 21 Uhr oder sogar noch später zu Abend, aber vor allem in den touristischeren Gegenden haben die Restaurants durchgehend geöffnet. Ein guter Platz um zu starten ist zum Beispiel die Plaça Reial, die einfach zu finden ist und wo man schön draußen sitzen und essen kann. Die Restaurants hier haben alle durchgehend geöffnet. Im Ocaña zum Beispiel kann man gut essen und im Keller "versteckt" gibt es außerdem eine nette Cocktail Bar für später, die sich "Apotheke" nennt (also nicht Farmàcia, sondern tatsächlich Apotheke). Ebenfalls am Plaça Reial im oberen Stock eines Wohnhauses, liegt das Pipa Club, ein ehemaliger Pfeifenraucher Club, der sich sehr geheim und exklusiv anfühlt, aber mittlerweile kein wirklicher Geheimtipp mehr ist. Wenn ihr eine Flüsterbar sucht, dann finde ich eine der Besten das Bobby's Free (das Passwort um reinzukommen findet man auf der Webseite), auch das El Ascensor kann ich euch empfehlen, beides sind Cocktailbars. Wenn ihr lieber Wein trinkt, kann ich euch zum Beispiel das winzige Zim empfehlen (nur Bargeld!). In diesem Post findet ihr sonst noch ein paar gute Tapas Bars.
      Viel Spaß in Barcelona und lasst mich wissen, wenn ihr eine gute Kneipe entdeckt!

      1. Hallo Alex,
        vielen, vielen Dank! 🙂 Hattest du einer der City Pässe?
        Wichtig ist uns mit den Öffis rumzufahren, Sagrada Familia, Park Güell, Bus Touristica und Casa Battlo.
        Danke dir, vielmals für die tollen Tipps 🙂

        1. Hallo Bianca, ich habe ehrlich gesagt noch keinen der City Pässe selbst ausprobiert, aber ich habe ja auch alle Zeit der Welt, um mir Barcelona in Ruhe anzusehen 🙂. Außerdem gibt es für Residenten für viele Sehenswürdigkeiten Promotionen, besser als jeder Pass also 🙃.
          Für euch würde sich vermutlich der Barcelona Essentials Pass (Sagrada Familia mit Turm, Park Güell + Öffis), gepaart mit dem Casa Batlló + Hop-On-Hop-Off Bus Paket lohnen. Beides kannst du dir unter diesem Partnerlink ansehen. Ich habe auch einen Artikel über die Barcelona City Pässe und Cards geschrieben, bin aber gerade dabei, den zu aktualisieren, weil sich die Angebote ständig ändern..
          Viele Grüße!

  7. Hallo Alex,
    wir kommen im Mai für 3 Tage nach Barcelona. Die Vorschläge für die 3 Tage finde ich super und wir möchten die Tage eigentlich auch danach gestalten.
    Allerdings habe ich jetzt festgestellt, dass bei der Buchung des Parc Guell für den 22. und 23.05. überhaupt keine Buchungsmöglichkeiten angezeigt werden. Heißt das, dass die Tage bereits komplett ausgebucht sind oder ist da irgendwas besonderes los?
    Vielleicht kannst Du mir hier noch einen Tipp geben?

    Danke und LG Melanie

    1. Hallo Melanie,
      ja, es scheint tatsächlich so, als gäbe es für diese beiden Tage keine Eintrittskarten mehr, was mir allerdings etwas seltsam vorkommt, da es ja noch ein bisschen hin ist und meines Wissens auch nichts besonderes los ist in Barcelona. Ich habe eine Mail an den Park Güell geschickt, um nachzuhaken und sicherzustellen, dass es sich nicht um ein technisches Problem handelt, oder der Park geschlossen hat. Sobald ich mehr weiß, lasse ich es dich hier wissen.

      Viele Grüße, Alex

    2. Hallo nochmal, ich habe herausgefunden, dass am 23.5. eine "exklusive" Modenschau im Park abgehalten werden soll, d.h. der Park bleibt an dem Tag und (höchstwahrscheinlich) am Vortag für Besuche geschlossen. Vielleicht könnt ihr die Besichtigung auf euren dritten Tag verlegen, der Park Güell liegt zwar nicht direkt im Zentrum, ist aber auf jeden Fall einen Besuch wert.

      Liebe Grüße, Alex

      1. Vielen Dank für die Recherche zum Parc Güell.
        Ist es denn zwingend erforderlich, Tickets im Vorfeld zu buchen, oder kann man "einfach so" hin?
        Da es an unserem bevorzugten Tag ja nicht klappt, wollen wir uns an einem anderen Tag aber auch nicht unbedingt einen fixen Termin setzen und würden einfach schauen, ob es noch reinpasst. Oder hat man da keine Chance?

        1. Einfach so hin zu gehen würde ich euch nicht raten, da der Park pro Stunde nur eine gewissen Besucheranzahl erlaubt. Prüft man zum Beispiel heute die Verfügbarkeit für Montag + Dienstag, sieht man, dass es nur noch abends Karten gibt (Sonntag ist ausgebucht). Im Mai wird das ähnlich sein und wenn der Park am 22. + 23. geschlossen hat, wird an den Tagen drum rum höchstwahrscheinlich besonders hohe Nachfrage herrschen. Aber wenn der Besuch des Park Güell keine Priorität hat, könnt ihr natürlich noch bis ein paar Tage vorher warten, die Anfahrt zum Park würde ich ohne Tickets allerdings nicht unternehmen. Zu guter Letzt habt ihr noch die Möglichkeit, ein erstattbares Ticket zu kaufen, das etwas mehr kostet (15,12 EUR). Hierfür wählt man über den Link auf der * Webseite von Tiqets ganz normal die Personenanzahl, Datum und Uhrzeit und kann dann beim nächsten Schritt unter Upgrades erstattungsfähige Tickets wählen.

          Egal wie ihr euch entscheidet, wünsche ich euch schon mal einen schönen Aufenthalt in Barcelona!

  8. Liebe Alex!
    Vielen Dank für deine Vorschläge, die sind wirklich extremst hilfreich!!!
    Wir fahren diesen April von Di-Sa zum ersten Mal nach Barcelona. Kommen am Dienstag 16.04. Mitte/spät. Nachmittag in Barcelona an und fliegen am Sa gegen Mittag wieder ab.
    Wir sind im Stadtviertel Eixample untergebracht und da ist dein Vorschlag für 3 Tage perfekt für uns.

    Unsere Frage:
    Fährt der Hop-on-Hop-of Bus auch bei Camp Nou vorbei od. sollen wir da die Öffis nehmen?
    Wär das evtl noch was für unseren Anreisetag od ist das schon zu spät?

    Danke für deine Rückmeldung!

    LG Elke

    1. Hallo Elke,
      vielen Dank für deine netten Worte, ich freue mich, dass dir mein Beitrag hilfreich war!
      Der Stadtteil Eixample ist eine ausgezeichnete Wahl, um zu übernachten, da seid ihr gut an ganz Barcelona angeschlossen.

      Ja, der Hop-On-Hop-Off Bus hält am Camp Nou (blaue Route, Haltestelle Futbol Club Barcelona).
      Die Fahrkarten sind jeweils 24 Std, bzw 48 Std nach erster Entwertung gültig (früher wurde es nach Tagen gerechnet).
      Bedenkt dabei, dass die Busse zwischen 9-19 Uhr verkehren, das Camp Nou schließt um 19 Uhr, abhängig davon wann ihr raus kommt, könnte es für die Rückfahrt also knapp werden
      (die Camp Nou Touren dauern c.a. 1 Stunde).
      Alle Haltestellen und weitere Info findet ihr auch in meinem Beitrag über den Hop-On-Hop-Off Bus.

      Alternativ könnt ihr zum Camp Nou auch die Metrolinie 5 nehmen und Collblanc aussteigen, oder die L3 bis Les Corts, je nachdem wo ihr euch befindet.

      Viele Grüße und viel Spaß in Barcelona!

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