Barcelona Geheimtipps

Zuletzt aktualisiert: 20/03/2022
Alex

In Barcelona noch echte Geheimtipps zu finden ist nicht so einfach. Viele vermeintliche "Geheimtipps" sind bereits in aller Munde und auf jedem Reiseblog zu finden - Pssst..kennst du schon die Bunker von Carmel?
Kann man da überhaupt noch von Geheimtipps reden?

Nicht alle Geheimtipps sind ausserdem einen Besuch wert. Es stimmt schon, dass die Casa Vicens nicht so überlaufen ist wie andere Gebäude von Gaudí, aber dafür ist sie eben auch nicht so beeindruckend wie die zum Beispiel die Pedrera. Und wer nur wenige Tage in Barcelona verbringt, will wahrscheinlich nur das Beste sehen was Barcelona zu bieten hat und seine Zeit nicht in irgendwelchen geheimen Museen verschwenden, oder bis nach Horta fahren um durch ein Labyrinth zu latschen.

Lange Rede, kurzer Sinn, wirkliche, gute Geheimtipps gibt es für Barcelona schon längst keine mehr. Denn echte Geheimtipps lassen sich in Zeiten von Social Media nicht lange geheimhalten. Je schöner und zugänglicher ein Ort ist, desto überlaufener.

Statt hier also weiter gross von Geheimtipps und Insider Tipps zu reden, stelle ich euch stattdessen ein paar "nicht ganz so bekannte" Sehenswürdigkeiten vor, von denen ihr vielleicht noch nichts gehört habt und die einen Besuch lohnen. Ausserdem erfahrt ihr, an welchen Strand ihr gehen könnt wenn euch die Stadtstrände zu überlaufen sind und in welcher Bar Manu Chao gerne ein Ständchen hält, wenn er in Barcelona ist.

Barcelona Insider-Tipps Sehenswürdigkeiten

Den besten Geheimtipp, den ich euch für Barcelona geben kann lautet: früh aufstehen. Die besten Momente erlebt man in den frühen Morgenstunden, bevor sich gegen 10 Uhr alles mit Touristen füllt. Das gilt vor allem für die bekannten Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia und den Park Güell. Aber auch der Strand ist morgens ruhiger, wenn die ganzen Partytouristen noch ihren Rausch ausschlafen. Ausserdem ist es im Sommer noch nicht so heiss und das weiche Licht am vormittag sorgt für wunderschöne Fotos.

Ein weiterer Tipp: Bucht eure Tickets vorab Online. Das geht schnell und unkompliziert, zum Beispiel über Tiqets, und ihr sichert euch euren Platz in den meist überbuchten Sehenswürdigkeiten, ohne an den Ticketschaltern Schlange zu stehen.

Hospital Santa Creu i Sant Pau

Es ist kaum zu glauben, dass diese wunderschöne Jugendstilanlage immer noch verhältnismässig wenig Besucher erhält. Dabei liegt sie in unmittelbarer Nähe der Sagrada Familia, die mit Abstand überlaufenste Sehenswürdigkeit von Barcelona.

Vielleicht, weil man bei dem Wort "Hospital" nicht gerade an freudige und schöne Dinge denkt, sondern eher an einen grossen Betonklotz. Aber das stillgelegte Krankenhaus ist alles andere als trostlos und nüchtern, denn damals hatte man noch nicht vergessen, dass eine schöne Umgebung einen wichtigen Einfluss auf die Genesung eines Patienten hat.

Fassade des Verwaltungsgebäudes.

Das Hospital Sant Pau ist nicht nur wegen seiner herausragenden Architektur einen Besuch wert, sondern hat auch eine interessante Geschichte hinter sich. Ausserdem erhält man als Besucher generell Einblick darüber, wie ein Krankenhaus früher hinter den Kulissen funktionierte.

Dabei darf man sich das Hospital Sant Pau nicht wie ein typisches Krankenhaus vorstellen, sondern eher wie ein kleines Dorf, mit einem Verwaltungsgebäude, verschiedenen (Kranken-) Pavillons in einer grossen Parkanlage, alles verbunden mit unterirdischen Tunneln, zu denen man auch Zutritt erhält.

Plaça San Felipe Neri

Diese kleine Plaça im Schatten einer Kirche im gotischen Viertel von Barcelona ist genau das Gegenteil vom überlaufenen Plaça Reial. So friedvoll wie der Platz heute scheinen mag, verbirgt er eine traurige und gewalttätige Geschichte. Bei Einheimischen ist der Plaça San Felipe Neri vor allem bekannt für den Bombenanschlag, bei dem während des Zivilkriegs viele Menschen um's Leben kamen. Eine Gedenktafel (und Einschusslöcher an der Kirchenmauer) erinnern an die Geschehnisse.

Überhaupt gibt es im Barri Gòtic viele historische und versteckte Sehenswürdigkeiten, wie Reste der alten Stadtmauer, Reste des römischen Augustus Tempel und Reste eines römischen Friedhofs. Allerlei Reste eben.

Wenn du dich für die Geschichte von Barcelona interessierst, solltest du dir meinen Artikel über das Gotische Stadtviertel durchlesen. Denn das Barri Gòtic ist eng mit der Entstehung der Stadt verbunden.

Blick auf romantischen Platz mit Brunnen und Baum in der Mitte.
Plaça de Sant Felip Neri

Küsschen, Küsschen

El món neix en cada besada - Die Welt wird in jedem Kuss geboren

Zugegeben, das Wandmosaik im Barri Gòtic ist auch kein Geheimtipp, es wird nur leicht übersehen, weil die naheliegende Kathedrale von Barcelona alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Genau wie das Mosaik von Miró auf der Rambla, wo ihr vielleicht schon drüber gelaufen sind, ohne ihm Beachtung zu schenken. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Wandbild vor allem aus der Nähe.

Wenn man sich das Wandbild nämlich von Nahem betrachtet erkennt man, dass es sich in Wahrheit um ein Mosaik aus tausenden von individuellen Fotografien handelt. Die Fotos sollen Momente der Freiheit ausdrücken und wurden aus Leserfotos der Tageszeitung El Periódico vom Fotografen Joan Fontcuberta zu einem grossen Kuss-Bild montiert. Das Wandbild wurde zum Gedenken an die noch nicht verkraftete katalanische Niederlage während der spanischen Erbfolgekriege erschaffen.

Wenn dir dieser Kuss zu kitschig ist, wie wär's mit einem Abstecher auf den Friedhof von Poble Nou, da kannst du dir einen etwas anderen Kuss ansehen, der dich entweder abschrecken, oder faszinieren wird.

El Petó de la Mort - Der Kuss des Todes

Der Stadtteil Poble Nou ist an sich schon fast ein Geheimtipp. Das ehemalige Industrieviertel ist heute Zentrum vieler internationaler Firmensitze und Startups in Barcelona, mit belebten Bars und einer eigener Rambla, die bis zum Strand hinunterführt.

Kurz vor dem Strand liegt der Friedhof von Poble Nou, und eine Statue, die Gänsehaut verursacht: Der Kuss des Todes.

Die Marmorstatue wurde 1930 geschaffen und markiert das Grab eines Textilhändlers. In den Sockel der Statue wurde ein Vers des katalanischen Poeten Jacinto Verdaguer eingraviert (frei übersetzt):

Und sein junges Herz kann nichts dafür;
in seinen Adern stockt das Blut und gefriert
und die verlorene Seele umarmt den Glauben.
Er fällt, den Kuss des Todes spürend.
Amen.

Sant Pau del Camp

Dieses alte Benediktiner Kloster ist erstaunlicherweise kaum jemandem bekannt. Dabei liegt es mitten im Zentrum von Barcelona, im Stadtteil Raval. Das Raval gehört heute zur Altstadt von Barcelona, aber bevor die zweite, neuere Stadtmauer von Barcelona gebaut wurde, lag es ausserhalb der Stadt, auf dem Land, woher das Sant Pau auch seinen Namen hat (del camp = vom Felde).

Leider ist es nicht so einfach, dieses kleine Juwel romanischer Baukunst von innen zu besichtigen. Zur Zeit werden nur geführte Touren angeboten, bei denen man sich vorab über ein Formular der Webseite anmelden muss. Die Besichtigungen finden jeweils Sonntag nach der Messe statt.

Blick vom Nationalpalast

Einen der besten Ausblicke über Barcelona hat man vom Palacio Nacional, am Fuss des Montjuïc. Der Nationalpalast liegt zwar nicht besonders hoch und blickt auch nicht Richtung Meer, aber dafür bietet sich einer der dramatischten Panoramablicke über die Stadt, vor allem wenn es etwas bewölkt ist, oder morgens und abends, wenn das Licht weicher ist als Mittags.

Beim Palacio Nacional handelt es sich übrigens nicht um einen Königspalast sondern um einen Kunstpalast, hier ist das nationale Kunstmuseum von Barcelona (MNAC) beherbergt. Wer sich für Kunst interessiert, kann man sich das MNAC und den Palacio Nacional natürlich auch von innen ansehen.

Am Font Màgica, dem Brunnen, den ihr auf dem Bild sehen könnt, finden abends im Sommer kostenlose Musik- und Lichtspektakel statt.

Aussicht vom Nationalpalast über Barcelona und den Berg Tibidabo.
Aussicht über Barcelona vom Palacio Nacional

Human Bodies Ausstellung

Du interessierst dich weder besonders für Kunst, noch für Textilien oder Hanf? Dann habe ich hier einen besonderen Tipp für dich: eine Ausstellung über den menschlichen Körper. In Human Bodies geht's im wahrsten Sinne des Wortes ums Eingemachte. Ganze Körper und vor allem allerlei Organe, in Einmachgläsern und getrocknet, kann man hier aus allernächster Nähe im Detail betrachten. Dabei ist alles echt, aus plastinierten, menschlichen Körperteilen.

Human Bodies kommt zwar nicht an Body Worlds heran, aber wer keine Möglichkeit hat das Original zu sehen, sollte sich diese Ausstellung unbedingt ansehen.

Die Human Bodies können auf der dritten Etage des Einkaufszentrums Las Arenas am Plaça Espanya besichtigt werden.

Ein in mehrere Scheiben eingeglaster Körper.

Parc del Laberint d'Horta und Mirador de Horta

Ich habe beschlossen, das Labyrinth in Horta trotzallem zu erwähnen, auch wenn es in vielen anderen Blogs bereits als "echter Geheimtipp" zu finden ist. Aber nur, weil es in unmittelbarer Nähe der nur Einheimischen bekannten Columpio de Horta liegt, wo vor allem die Instagrammer unter euch tolle Fotos schiessen können.

Was macht den Parc del Laberint d'Horta sehenswert? Zum einen findet man in ihm den ältesten, erhaltenen Garten von Barcelona. Zum anderen natürlich das Labyrinth aus Hecken, indem nicht nur Kinder ihren Spass haben, denn ein Labyrinth bietet uns einen dieser seltenen Möglichkeiten, wo wir auch als Erwachsene noch kindisch sein dürfen.

Eventuell wurdest du sogar bereits durch das Labyrinth geführt, ohne es zu wissen, denn hier wurde eine Szene für die Verfilmung des Klassikers "Das Parfüm" gedreht.

Der Park kostet übrigens Eintritt (c.a. 3 €), nur Mittwochs und Sonntags darf man umsonst rein. Das Heckenlabyrinth muss ja schliesslich gepflegt werden.

Columpio de Horta

Miradores, also Aussichtspunkte, gibt es in Barcelona zuhauf, dafür muss man nicht extra bis nach Horta fahren. Was den Mirador de Horta so besonders macht, ist die Schaukel des Aussichtspunkts. Hier kann man tolle Fotos von sich schiessen lassen, während man wie Heidi (oder Peter) durch die Lüfte schwingt.

Es kann leider vorkommen, dass man den Weg bis zum Mirador de Horta umsonst geht und die Schaukel nicht an ihrem Platz hängt. Die Schaukel wird zwar regelmässig instandgehalten und bei Bedarf neu aufgehängt, aber dann eben von irgendwelchen Idioten auch wieder abgeschnitten. Immerhin kann sich gegebenenfalls noch mit dem sensationellen Blick über Barcelona trösten, den einem niemand wegnehmen kann.

Zur Schaukel kommt ihr, indem ihr in euren GPS "Mirador de Horta" eingebt.

Sowohl der Park wie auch der Aussichtspunkt liegen am Rande des Naturparks Collserola, weshalb es sein kann, dass dir ein Wildschwein oder gleich eine ganze Wildschweinfamilie über den Weg läuft, vor allem wenn du abends unterwegs bist. Doch fürchte dich nicht, generell sind die Schweinchen an Menschen gewöhnt und lassen dich in Ruhe, es sei denn du hast Essen dabei, da können sie doch recht aufdringlich werden und besser man gibt ihnen, was sie wollen.

Zum Park und zum Aussichtspunkt gelangt man mit der Metrolinie L3. Ab der Metro-Station Mundet sind es bis zum Park c.a. 5 Gehminuten, zur Schaukel geht man c.a. 2 Kilometer zu Fuss (bergauf).

Parc de la Creueta del Coll

Es gibt ja tatsächlich Menschen, die mögen den Strand nicht, wegen dem ganzen Sand.

Ganz in der Nähe des Park Güell liegt der wenig bekannte Park Creueta del Coll, der vor allem bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist, und das nicht nur wegen dem Kinderspielplatz. 2020 wurde der Park renoviert und die grosse, künstliche Lagune eingeweiht, in dessen seichtem Wasser sich vor allem Kinder im Sommer herrlich abkühlen können. Unter den Einwohner ist die Lagune natürlich kein Geheimtipp und am Wochenende kann die Lagune im Sommer recht voll werden.

Ab Plaça Catalunya nimmt man entweder den Bus der Linie 22, der unmittelbar am Park hält, oder die Metrolinie L3 und steigt am Trinitat Nova aus, wovon es noch c.a. 15 Minuten zu Fuss ist.

Insider Tipp Strand - Maresme und der Strand von Ocata

Wenn der Strand von Barceloneta deinen Vorstellungen von der Hölle nahe kommt, nämlich laut, hektisch und heiss, dann setz dich in den Zug R1 der Renfe und fahr Richtung "Blanes". Eigentlich kannst du an jeder Station aussteigen und bist gleich am Strand. Zu den schönsten Stränden dieses Küstenabschnitts, der Maresme genannt wird, gehören Ocata und Sant Pol del Mar. Vermeiden würde ich Badalona, Montgat und Mataró, da diese auch oft voll und verschmutzt sind.

C.a. 30 Minuten dauert die Zugfahrt von Plaça Catalunya bis zum Strand von Ocata. Der Sandstrand ist lang und breit und wenn man nicht gerade am Wochenende an erster oder zweiter Linie am Meer liegen will, findet man immer ausreichend Platz um sich auszubreiten und wo einen niemand stört. Auch für die sportlichen unter euch eignet sich der breite Strand optimal um Beach- oder sonstiges Ball zu spielen.

Das Wasser ist verhältnismässig sauber, abhängig von der Strömung werden auch hier teilweise eklige Sachen aus Barcelona an den Strand gespült. An den zum Baden besten geeigneten, windstillen Tagen, wenn das Wasser besonders klar und sauber ist, wird die Küste oft von Quallen heimgesucht, die das stille Wasser ebenfalls zu schätzen wissen. In unmittelbarer Strandnähe passiert meist nichts, aber man sollte sich an solchen Tagen nicht zu weit vom Ufer entfernen (auf die gelbe Fahne am Strand achten).

Hölzerneres Wachhäuschen des Bademeisters am Strand, mit wehender, gelber Fahne.
Ein Abschnitt des Platja de Ocata

Auch die Xiringuitos, die Strandbars, sind ein echter Geheimtipp, da sie noch nicht so überteuert sind wie die Strandbars an den zentralen Stränden von Barcelona. Leider hat die Stadtbehörde von El Masnou den Strandbars viele Restriktionen gesetzt und sie haben ausser der Hälfte ihrer Tische im Sand auch einiges ihrer Individualität und ihres Charmes verloren. Trotzdem kann man hier noch mit Blick auf's Meer gut essen und trinken und bis tief in die Nacht hinein verhocken (unbedingt darauf achten den letzten Zug zurück nach Barcelona nicht zu verpassen!).

Die Lage der Strandbars wird alle paar Jahre verlost und rotiert. Die Xiringiuitos der Locals sind (oder waren bis 2019) das Bambu und das Calima. Vermeiden würde ich das "Dreams", daran zu erkennen, dass es immer leer ist. Das Piripos direkt an der Zugstation scheint neu zu sein und ich hatte noch keine Gelegenheit, es auszuprobieren.

Der Strand von Ocata liegt nicht in der Stadtzone (Zone 1), es muss ein 2-Zonen Ticket gelöst werden.

Barcelona Insider-Tipps Bars

Mariatchi - Die Bar des Manu Chao

Eins vorab: Manu Chao ist nicht, wie von vielen behauptet, der Besitzer dieser stimmungsvollen Bar im gotischen Viertel. Sie wird Bar des Manu Chao gennant, weil dieser hier ab und zu vorbeischaut, wenn er sich gerade in Barcelona befindet, um eine kleine Jam-Session einzulegen. Die winzige Bar ist oft brechend voll, darum werde ich auch nicht versuchen euch weisszumachen, dass es sich um einen Geheimtipp handelt. Aber wer auf der Suche nach Live-Music und "Buena vida" ist, ist im Mariatchi genau richtig!

Pipa Club

Eines der schlecht gehütetesten Geheimnisse von Barcelona. Sehr exklusiv und etwas verrucht kommt man sich schon vor, wenn man an der (sehr gewöhnlichen) Haustür am Plaça Reial klingelt, Einlass erhält und dann die Treppen bis Wohnung steigt, in der sich der Pipa Club befindet.

Dabei ist es mit der Exklusivität schon lange vorbei, der ehemalige Pfeiffenraucher und Gentemen's Club wimmelt mittlerweile von Locals, Expats und Touristen. Hier kann man stilvoll Cocktails und Longdrinks schlürfen, durch die verschiedenen Räume wandern, sich in einem der Sofasessel niederlassen oder Billard spielen.

Beliebte Sehenswürdigkeiten in Barcelona und Alternativen

Die Casa Batlló und Casa Milà sind längst schon kein Geheimtipp mehr, im Gegenteil. Wer sich diese beiden Häuser von Gaudí von Innen ansehen will, muss erstmal lange Schlange stehen, mit Pech sind die Tickets womöglich sogar schon ausverkauft.

Die Casa Vicens war Gaudí's erstes Haus und unterscheidet sich in vieler Hinsicht von der Casa Batlló und der Casa Milà. Als er die Casa Vicens baute, durchlief Gaudí seine orientalische Phase, was sich deutlich an den vielen Details im Inneren der Casa Vicens widerspiegelt. Alles in allem macht die Casa Vicens einen etwas "unfertigen" Eindruck", auch wenn ich nicht meinen Finger drauf legen kann. Vielleicht liegt es an den spärlich möblierten Räumen. Am besten gefällt mir der Garten und das Haus von aussen.

Wenn du dir selbst eine Meinung über die Casa Vicens bilden willst, findest du in diesem Beitrag Info zu Anfahrt, Öffnungszeiten und Tickets.

Die bunte Casa Vicens vom Garten aus betrachtet, mit zwei Palmen im Vordergrund.
Casa Vicens von Gaudí

Die Casa Amatller befindet sich direkt neben der Casa Batlló und ist von aussen mindestens genau so schön, wenn auch nicht so ungewöhnlich und phantasievoll. Wenn dir die Schlangen vor dem Haus der Knochen zu lang erscheinen und du dir ein typisches Wohnhaus im katalanischen Jugendstil ansehen willst, ist die Casa Amatller eine echte Alternative. Das besondere an der Casa Amatller ist, dass fast alle Möbelstücke originalgetreu erhalten sind. Man erhält also einen realen Einblick in das Leben der Familie Amatller und generell einer typischen, bürgerlichen Familie jener Epoche.

Die Torre Bellesguard ist ein weiteres Werk von Gaudí und kommt dem Baustil der Casa Batlló und Milà schon näher, hat aber ausserdem noch einen stark mittelalterliche Prägung, was an der Vergangenheit der Torre Bellesguard liegt. Warum sie weniger Besuch erhält als ihre Schwestern-Häuser, liegt hauptsächlich an ihrer Lage etwas abseits vom Zentrum von Barcelona. Dabei lohnt sich ein Besuch der Torre Bellesguard allemal!

Jedes Viertel in Barcelona hat seine eigene Markthalle, die bekannteste ist sicherlich die Boqueria auf der Rambla de Catalunya. Dabei ist die Boqueria noch nichtmal die schönste Markthalle in Barcelona, nur die zugänglichste. Aber fast ebenso zentral liegt der Mercat de Santa Caterina im Stadtteil El Born, ausserdem ist er schöner, authentischer und billiger als die überlaufene Boqueria. Ein Hingucker ist das bunte, gewellte Dach der Markthalle. Im Inneren des Markts, gleich am Eingang, kann man im Cuines Santa Caterina übrigens gut und günstig katalanische Gerichte probieren.

Seit 15 Jahren lebe ich nun in Barcelona, aber vielleicht gibt es ja noch den einen oder anderen Geheimtipp, den ich noch nicht kenne. Falls du dein Insiderwissen teilen willst, kannst du das an dieser Stelle sehr gerne tun! Ausserdem freue ich mich über Rückmeldung, ob euch meine "Geheimtipps" gefallen haben.

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Geschrieben von Alex

Als ich vor 15 Jahren das erste Mal nach Barcelona kam, habe ich mich sofort in diese wunderschöne Stadt verliebt, also bin ich direkt hiergeblieben und mittlerweile ist Barcelona zu meiner Heimat geworden. In diesem Blog will ich euch "meine" Stadt vorstellen und euch zeigen, was Barcelona so besonders macht.

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