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Die Rambla und die Fuente de Canaletas.

Spaziergang über “La Rambla” – Die berühmteste Strasse in Barcelona

Die Rambla in Barcelona, oder im Plural und auf Katalan Les Rambles, ist vermutlich die bekannteste Strasse in Barcelona.

Der von Bäumen und Restaurants gesäumte Boulevard führt vom Plaça de Catalunya, durch die Altstadt von Barcelona bis runter an den alten Hafen und eignet sich vorzüglich zum schlendern, schlemmen und verweilen.

Aber Vorsicht, die Rambla ist auch einer der beliebtesten Orte für Taschen- und andere Diebe (die Preise in den Restaurants auf der Rambla sind generell viel höher als in anderen Teilen von Barcelona).

Der mit Tauben gefüllte Platz im Zentrum von Barcelona.
Plaça de Catalunya

Unser Spaziergang beginnt am nördlichen Ende der Rambla, auf dem Plaça de Catalunya, das Herz das im Sommer Tausende von Touristen durch Barcelona’s Altstadt pumpt.

Zur Orientierung: Biegt man von der Rambla links ab, gelangt man ins alte, gotische Viertel und rechts liegt der alternative Stadtteil El Raval.

Rambla de Canaletes

Der nördliche Abschnitt der Rambla ist nach dem berühmten Font de Canaletes benannt.

Der Brunnen mit vier Hähnen und vier Strassenlaternen.

Font de Canaletes

Vorallem Barça-Fans wird der Font de Canaletes ein Begriff sein, an dieser sonst eher unscheinbaren Brunnen-Strassenlaterne feiern Fans des Fútbol Club Barcelona lautstark ihre Erfolge.

Diese Tradition führt bis ins Jahr 1930 zurück, wo auf der gegenüberliegenden Seite der Rambla die Redaktion einer Sportzeitung lag und Fussballfans sich hier trafen, um die Ergebnisse der Spiele zu erfahren.

Wenn man hier Menschen wie Kamele das Wasser des Brunnen schlürfen sieht liegt das nicht an der Hitze oder der umwerfenden Wasserqualität, sondern an einer Legende die besagt, dass jeder der vom Wasser des Brunnen trinkt, nach Barcelona zurückkehren wird. In diesem Sinne..Prost!

Rambla dels Estudis

Die Rambla der Studien ist benannt nach der ersten Universität von Barcelona, die 1536 gebaut wurde und bis 1717 hier beherbergt war.

Dieser Teil der Rambla war umgangssprachlich auch als die Rambla de los Pájaros bekannt, bis der Verkauf von Vögeln, die massenweise in Käfigen angepriesen wurden, 2013 zum Glück von der Stadtverwaltung verboten wurde.

Spaziergänger auf der Rambla.

Rambla de Sant Josep

Der bunteste und wohlriechendste Teil der Rambla; wegen seiner zahlreichen Blumenstände wird dieser Abschnitt auch Rambla de les Flors gennant. Seinen offiziellen Namen erhielt die Rambla von einem ehemaligen Kloster, in dem heute die berühmte Markthalle La Boqueria untergebracht ist.

La Fuente de la Portaferrissa

Historisch verlief ein Boulevard immer entlang einer Stadtmauer, so auch die Rambla von Barcelona. Der Plaça Catalunya und die Rambla befanden sich ausserhalb dieser Stadtmauer, ins Innere, dem heutigen Barri Gòtic, gelangte man über Tore, eins davon war die Porta Ferrissa.

Das “eiserne Tor” war benannt nach den eisernen Stangen, mit denen gemessen wurde, ob die Fuhrwerke der Händler durch die Pforten passte.

Der Font de la Portaferrissa, auf der linken Seite der Rambla, an der Ecke zum Carrer de la Portaferrissa, ist einer der ältesten Brunnen von Barcelona und wurde 1680 von einem anderen Teil des historischen Stadtkerns hierher verlegt. In einer Epoche ohne fliessend Wasser, das man oft von ausserhalb der Stadtmauern anschleppen musste, war dieser Brunnen sehr beliebt bei den Einwohnern.

Das Wandgemälde des Brunnens.

Das Wandbild aus Keramik wurde 1959 geschaffen und zeigt das Stadttor und die Mauer in seiner antiken Pracht.

Das Erotikmuseum von Barcelona

Von einem Balkon auf der linken Seite der Rambla versucht Marilyn Monroe mit schmachten Blicken Besucher in das Erotikmuseum von Barcelona zu locken.

Marylin Monroe in weissem Kleid auf dem Balkon des Erotik Museums.

Mercat de Sant Josep (La Boquería) – Die Markthalle von Barcelona

Ein Stückchen weiter der Rambla entlang auf der rechten Seite, befindet sich das schmiedeeiserne Eingangstor zur bekanntesten Markthalle von Barcelona.

An den bunten und oft überfüllten Ständen der Boqueria findet man von frischem Fisch, Fleisch Früchten, Nüssen und Gemüse alles, was das hungrige Herz begehrt.

Tipp: Die Stände im Inneren der Markthalle sind oft günstiger, als die Stände am Eingang der Rambla.

Besucher vor Ständen mit Obst in der Markthalle.

Will man verweilen und all die leckeren Fressalien gleich vor Ort probieren, findet man Bars und Cafés im hinteren Bereich der Markthalle.

Wie z.B. da Quim de la Boquería, ein stadtbekannter Klassiker mit einer Auswahl an frischen Tapas und spezialisiert in Fisch und Meeresfrüchte. Angeblich gibt es hier die besten Chipirones von Barcelona (Baby-Tintenfisch).

Ein weiterer Klassiker der Boquería ist das Pinotxo (Pinocchio). Hier kann man ausgezeichnet zu Mittag essen und typisch katalanische Gerichte ausprobieren, wie Cap i Pota (ein schleimiges Gericht aus Kalbskopf und Kalbshaxe) und andere deftige Gerichte wie Linsengerichte, Fleischeintöpfe und Kutteln.

Rambla de los Caputxins

Ihren Namen erhält die Ramla de los Capuchinos nicht, wie es sich vermuten lässt, wegen ihrer Strassencafés , sondern von den Kapuziner-Mönchen, die sich hier 1835 während antiklerikalen Revolten selbst verbrannten.

Dieser auch als Rambla del Centro bekannte Abschnitt war der erste Teil der Rambla, der in eine Fussgängerzone umgewandelt wurde.

Das Mosaik von Joan Miró

Tausende von Touristen trampeln täglich über die Rambla vor dem Plaça de la Boquería, ohne zu bemerken, dass sich unter ihren Flip Flops ein Kunstwerk befindet.

Der surrealistische Künstler Miró, welcher ganz in der Nähe der Rambla geboren wurde, schenkte 1976 der Stadt Barcelona ein Mosaik, um die vom Meer anreisenden Besucher in der katalanische n Hauptstadt zu begrüssen.

Wirklich erkennen kann man das Mosaik nur aus der Vogelperspektive, auf Google finden sich zahlreiche Fotos davon.

Gran Teatro de Liceu

Das Theater und Opernhaus an der Metrostation mit dem gleichnamigen Namen ist das älteste aktive Opernhaus von Barcelona und eines der bedeutendsten der Welt.

Seit seiner Eröffnung 1847 hat es mehrere Brände und einen Bombenanschlag erlebt und brannte 1984 schliesslich fast ganz nieder, nur die Aussenfassade und der Spiegelsaal blieben verschont. Das Theater wurde 1999 in seiner jetzigen Reinkarnation neu eröffnet und zählt als eines der sichersten Opernhäuser der Welt.

Ob das stimmt, wird sich herausstellen, angeblich soll ein Fluch über dem Theater liegen, da es im weitläufigen Sinn des Wortes auf der Asche eines abgebrannten Klosters gebaut wurde. Der Fluch besagt, dass so oft man das Theater wieder aufbauen mag, das El Liceu doch immer wieder in Schutt und Asche enden wird..

Plaça Reial

Biegt man ein Stückchen weiter von der Rambla links auf den Carrer de Colom, gelangt man zu einem der schönsten Plätze von Barcelona, dem Plaça Reial.

Dieser weit offene Platz wird von einem grossen Brunnen und von Palmen dominiert und von zahlreichen Restaurants gesäumt.

Königlich anmutender, palmenbesetzter Platz im Zentrum von Barcelona.

Zwischen den Palmen finden sich ausserdem Frühwerke von Antoni Gaudí: Zwei Strassenlaternen, die nachts den königlichen Platz beleuchten.

Rambla de Sta. Mónica

In der Altstadt von Barcelona wimmelte es nur so von Abteien und Klöstern. Im ehemaligen Kloster der heiligen Santa Mónica, nach dem dieser letzte Abschnitt der Rambla benannt wurde, ist heute ein Kulturzentrum untergebracht.

Der südlichste Teil der Rambla war der letzte, der urbanisiert wurde und ist etwas breiter als der Rest des Boulevards. Hier steht das älteste (nicht aktive) Opernhaus von Barcelona, welches 2006 schloss und einst ein Dreh- und Angelpunkt der High Society von Barcelona war.

Die Rambla de Sta Mónica wird besiedelt von Malern und Karikaturisten, die ihr Talent zur Show und zum Verkauf stellen.

Auch Strassenkünstler nutzen diesen Teil der Rambla als Bühne. Viele stehen angemalt nur statuesk herum, aber manchmal bringen die Artisten mit akrobatischen und musikalischen Einlagen Schwung in die Bude.

Das Wachsmuseum und die Feenbar

Auf der linken Seite befindet sich das Wachsmuseum von Barcelona (Museu de Cera), ein etwas makaber angehauchter Abklatsch von Madame Tussaud’s. Zwischen Massenmördern und Luke Skywalker befinden sich hauptsächlich spanische und katalanische historische Persönlichkeiten. Dabei muss ich zugeben, dass ich selbst noch nicht drin war und meine Info nur von Trip Advisor beziehe.

Gleich neben dem Wachsfigurenkabinett befindet sich die “Feenbar” Bosc de les Fades, eine phantasievolle, wenn auch sehr kitschige Bar die meist überfüllt ist und hauptsächlich von Touristen und Expats frequentiert wird. Ein einmaliger Besuch lohnt sich, aber schnell verliert die Feenbar ihren oberflächlichen Charme.

Die Kolumbusstatue

Dem geographisch und geschichtlich bewandtem Betrachter der Statue wird nicht entgehen, dass Christoph Kolumbus nicht wie vermutet nach Amerika zeigt, sondern Richtung deutschen Gefilden, genauer gesagt nach Mallorca, Lieblingsinsel der Deutschen.

Unter den ehrwürdigen Stiefeln des Kolumbus befindet sich übrigens ein Aussichtspunkt, mit einem der schönsten Blicke über den Hafen von Barcelona und die Rambla.

Die Kolumbusstatue zeigt auf den über ihr stehenden Mond.

Hier am Hafen nimmt die Rambla und unser Spaziergang ihr Ende.

Vom Hafen ist es übrigens nicht mehr weit bis Barceloneta und den Stränden von Barcelona.

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