Tossa de Mar ist einer der vielen hübschen Küstenorte an der Costa Brava. Was das Städtchen besonders macht: Während andere Schmuckstücke wie Cadaqués oder Begur ohne Auto nur umständlich zu erreichen sind, kommt ihr nach Tossa unkompliziert mit dem Bus von Barcelona aus. Dazu eine mittelalterliche Altstadt hinter komplett erhaltener Stadtmauer (einzigartig an der Costa Brava), ein schöner Hauptstrand und Wanderwege zu einsamen Buchten in unmittelbarer Nähe.
Im Anschluss findet ihr alle Infos, die ihr für einen entspannten Ausflug braucht: von der Anreise bis zu Restaurant- und Hoteltipps. Außerdem nehme ich euch mit auf einen Rundgang durch Tossas Altstadt und entlang der mittelalterlichen Stadtmauer – Meerblick garantiert.
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Wie kommt man nach Tossa de Mar?
Tossa de Mar liegt in der Provinz Girona, knapp hinter der Grenze zur Provinz Barcelona. Die Fahrtzeit von Barcelona beträgt je nach Verkehrsmittel ungefähr 1 Stunde 20 Minuten.
Ab Barcelona mit dem Bus
Die Busse von Sarfa-Moventis fahren in regelmäßigen Abständen von der Estación del Nord sowie vom Flughafen (Terminal 1 und 2) Richtung Lloret de Mar und Tossa.
Ein Hin- und Rückfahrticket kostet ab 14 EUR. Die Fahrtzeit beträgt von der Estación del Nord ca. 1 Stunde 20 Minuten, vom Flughafen knapp 2 Stunden.
Noch bequemer ist eine organisierte Bustour von Barcelona nach Tossa de Mar*, die ihr zum Beispiel über GetYourGuide buchen könnt. Der Preis beinhaltet eine geführte Tour durch Tossa sowie genug freie Zeit, um die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.
Bei Ankunft liegt die Bushaltestelle im modernen Teil von Tossa. Zu den Stränden (Platges) und der Altstadt benötigt man ca. 10 - 15 Minuten zu Fuß.
Ab Barcelona mit dem Auto
Mit dem Auto erreicht ihr Tossa über die C-33, AP-7 und C-35 bis Ausfahrt 94 (Tossa M / Girona / Llagostera) in ca. 1 Stunde 20 Minuten. Mautgebühren fallen seit 2021 keine mehr an. Die letzten 15 Kilometer geht es über eine kurvenreiche Straße, wo es vor allem am Wochenende öfter mal zu Stau kommt.
Im Zentrum gibt es mehrere kostenpflichtige Parkplätze und in der „blauen Zone" kann ebenfalls gegen Gebühr geparkt werden. Diese Parkplätze füllen sich allerdings sehr schnell und im Sommer parkt ihr besser gleich auf dem Parkplatz an der Busstation im modernen Teil von Tossa.
Ab Barcelona mit dem Zug
Eine direkte Zugverbindung von Barcelona an die Costa Brava gibt es leider nicht, ihr müsst also in Blanes in den Bus umsteigen.
Mit der Linie R1 der RENFE gelangt ihr ab Barcelona Sants, Plaça de Catalunya, Arc de Triomf oder Clot in Richtung Maçanet-Massanes oder Blanes. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde 30 Minuten und führt am Meer entlang der Küste von Maresme. Ein Hin- und Rückfahrticket nach Blanes (Zone 6) kostet 15,20 EUR.
Ab Blanes geht es entweder mit dem Bus des Anbieters Pujol oder mit dem Taxi weiter. Für die Taxifahrt nach Tossa zahlt man zwischen 30 und 35 EUR.
Ab Girona mit dem Bus
Obwohl Girona näher an Tossa liegt, ist die Anreise mit dem Bus umständlicher als ab Barcelona. Vor allem im Winter sind die Verbindungen unregelmäßig oder gar nicht vorhanden.
Ab der Busstation an der Plaça Espanya fährt im Sommer Moventis-Sarfa direkt nach Tossa. Außerhalb der Saison geht es mit Sagalés zuerst nach Lloret de Mar und von dort mit Moventis-Sarfa weiter.
Vom Flughafen nach Tossa de Mar
Der offizielle Flughafen der Costa Brava liegt in Girona (GRO) und wird hauptsächlich von Ryanair angeflogen. Er befindet sich ca. 35 km von Tossa entfernt und ist am bequemsten mit dem Mietwagen zu erreichen (auf Spanisch heißt die Stadt Gerona, lasst euch davon nicht verwirren).
Der Flughafen Barcelona El Prat ist mit ca. 100 km zwar weiter entfernt, dank der direkten Busverbindung aber meist schneller zu erreichen.
Wann ist die beste Reisezeit für Tossa de Mar?
Wie für die gesamte Costa Brava sind Frühling (April bis Juni) und Spätsommer/Herbst (September bis Oktober) die ideale Reisezeit. Im Sommer wird es voll und die Preise steigen. Im Winter hingegen ist es sehr ruhig, allerdings schließen viele Restaurants und Geschäfte zwischen November und Ostern.

Tossa de Mar entdecken: Ein Rundgang durch die Altstadt
Eins vorweg: Es gibt in Tossa de Mar keine Sehenswürdigkeiten-Liste, die man abhaken muss. Tossas Reiz besteht darin, sich durch das Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen treiben zu lassen und von der alten Stadtmauer aufs Meer zu blicken.
Tossa – damals Turissa – war im 1. Jahrhundert v. Chr. nicht viel mehr als ein römisches Landgut, das Wein nach Rom exportierte. Die Reste der Villa Romana dels Ametllers liegen heute beim Touristeninformationsbüro. Die eigentliche Stadt entstand erst im Mittelalter, an strategisch günstigerer Stelle auf dem Felskap: Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert wuchs hier eine kleine ummauerte Siedlung heran – die Mauer schützte die Bevölkerung vor den Piratenangriffen, die damals die ganze Küste plagten. Als die Bevölkerung im 16. Jahrhundert über die Mauern hinauswuchs, entstand außerhalb das Fischerviertel Sa Roqueta. Heute ist Tossa der einzige Ort an der katalanischen Küste mit komplett erhaltener mittelalterlicher Stadtmauer.
Im Anschluss nehme ich euch mit auf einen Rundgang durch die Altstadt. Wenn ihr früh herkommt, habt ihr genug Zeit zum Schlendern, für ein langes Mittagessen und einen Aperitif bei Sonnenuntergang.
Maritimes Flair im Fischerviertel Sa Roqueta
Vom Busbahnhof führt der Weg in etwa zehn Minuten zum Hauptstrand Platja Gran. Hier hat man den klassischen Tossa-Postkartenblick: eine weite Sandbucht, an deren Ende die befestigte Altstadt auf ihrem Felskap thront. Entlang der Strandpromenade reihen sich Restaurants, Cafés und Eisdielen, wo die Lage oft besser ist als die Qualität.

Vom Strand führt der Weg ins Innere des Fischerviertels Sa Roqueta. Niedrige, weiß getünchte Häuser, enge Gassen, dazwischen kleine Galerien und versteckte Lokale, in denen man generell besser essen kann als an der Promenade.
Auf dem Weg zur historischen Altstadt durchquert man zuerst die Fußgängerzone mit vielen mehr oder weniger touristischen Geschäften. Hier liegt auch die Capilla dels Socors, der „Jungfrau der immerwährenden Hilfe" gewidmet. Als sie errichtet wurde, stand sie noch im freien Feld weit vor dem Festungstor – heute ist drumherum die kommerzielle Zone gewachsen. Die Jungfrau war ein wichtiger Andachtsort für die Seefahrer des Viertels und später Heldin einer der schönsten Legenden Tossas:
Xixanet war ein unartiger Bub, der trotz der Warnung seiner Mutter einen gefüllten Ölkrug zerbrach, die ihn daraufhin wütend zum Teufel schickte. Der lies sich nicht lange bitten und kam schnurstracks an, um Xixanet zu verschleppen. Die reuige Mutter flehte zur Jungfrau, die höchstpersönlich von ihrem Sockel sprang, um das Kind zur retten. Im Eifer des Gefechts verlor der gedemütigte Teufel ein Horn und bei seiner Rückkehr in die Hölle fragten ihn seine Kollegen, wo (zur Hölle) er denn herkam. Seine knappe Antwort lautete: "Tossa". Seitdem ließ sich kein Teufel mehr in Tossa blicken.

Je näher wir der Stadtmauer kommen, desto atmosphärischer wird es. Rund um das Portal in die Festung liegt der älteste Teil von Sa Roqueta. Hier entstand im 16. Jahrhundert das erste Landgut außerhalb der Stadtmauer – Can Ganga, mit dicken Mauern als Schutz gegen Piraten gebaut. Heute beherbergt das Gebäude das kleine Frauenmuseum (Museu de la Dona), das anhand alter Fotografien einen Einblick in das Leben der Bevölkerung im 20. Jahrhundert gibt.
Blick auf Tossa vom Mirador Es Codolar
Bevor wir uns in die historische Altstadt begeben, möchte ich euch Tossa de Mar noch von einer anderen Perspektive zeigen. Dafür folgen wir der Carrer del Portal parallel zur Stadtmauer – vorbei an den Restaurants, wo um die Mittagszeit verlockende Düfte aufsteigen – bis zur Torre del Homenatge, einem Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, der die Hafeneinfahrt zur kleinen Bucht Cala es Codolar bewachte.
Statt die Treppen hinunter zur Bucht zu nehmen, folgen wir dem Wegweiser über die Carrer es Cards, die Teil des Küstenwegs Cami de Ronda ist, der hier Tossa mit dem Nachbarort Lloret de Mar verbindet. Der Aussichtspunkt Mirador es Codolar ist nicht beschildert, aber ihr erreicht ihn nach etwa sechs Minuten leicht bergauf. Der beste Blick auf Tossas befestigte Altstadt bietet sich von der Treppe aus, wo der Wanderweg weiter nach oben führt.

Nach diesem Fotostopp wird es Zeit, die befestigte Altstadt nun endlich auch von innen zu besichtigen.
Die Vila Vella
Im Mittelalter führte nur ein einziges Portal in die befestigte Stadt, neben dem Stundenturm Torre de ses hores, der heute einer der drei noch erhaltenen Wehrtürme ist. Es öffnet sich auf die Plaça d'Armes, dem ehemaligen Sammelplatz der Festung.
Tossa blieb von den großen Kriegen verschont. Hinter dem Portal warten enge, kopfsteingepflasterte Gassen, uralte Steinhäuser, steile Treppen und stille Plätze. Die Altstadt ist nicht groß. Am besten lässt man sich einfach ziellos treiben, vorbei an Terrassen und Hauseingängen mit Blumenkübeln.


Der Rundgang führt von der Plaça del Pintor J. Villalonga in die Carrer Ignasi Melé. Hier liegt das Restaurant Santa Marta el Xiringuito, ein guter Tipp, um Mittag zu essen. Hinter dem Restaurant setzt sich unser Spaziergang fort, vorbei an der Statue eines traurigen Mädchens mit einem zerbrochenen Krug (La nena del càntir).
Folgt man der Carrer Ignasi Melé weiter bergauf gelangt man zum ehemaligen Haus des Gouverneurs (Casa del Batlle), in dem heute das städtische Museu Municipal untergebracht ist – eines der ältesten Kunstmuseen Spaniens. Hier sind unter anderem die Mosaikfunde der Villa Romana dels Ametllers ausgestellt sowie Werke der Künstler, die Tossa in den 30er Jahren als Quelle der Inspiration entdeckten.
Die Schlange, die sich oft vor dem Gebäude bildet, besteht aber nicht aus Museumsbesuchern, sondern aus TikTokern und Instagrammern. Objekt ihrer Begierde ist ein unscheinbares Loch mit einem dramatischen Namen: El forat del dimoni. Seit ein koreanischer Influencer hier ein Musikvideo gedreht hat, ist das Teufelsloch eine Pflichtstation für asiatische Besucher geworden.

Der enge Durchgang wurde von den Fischern in den Fels geschlagen, um schnell zu ihren geankerten Botten in der Bucht Es Codolar zu gelangen. Ob der Teufel dieses Loch nutzte, um Xixanet zu kidnappen, ist nicht überliefert.
Wir folgen der Carrer Abat Oliba bis zum Passeig de Vila Vella, der sich vom Strand bis zum Leuchtturm schlängelt. Bevor wir dem Weg nach oben antreten, machen wir Halt bei einer der berühmtesten Besucherinnen Tossas.
Hollywood-Drama an der Costa Brava
Die Hollywood-Schauspielerin Ava Gardner verbrachte 1950 mehrere Wochen in Tossa, um den Film Pandora und der fliegende Holländer zu drehen. Angeblich war sie dabei nicht nur von Tossa de Mar sehr angetan, sondern auch von ihrem katalanischen Schauspielerkollegen, den Torero Mario Cabré. Zum Verdruss von Frank Sinatra, der eine Affäre mit Ava hatte und eifersüchtig aus den USA angeflogen kam, um die Romanze im Keim zu ersticken.
Das Staraufgebot erweckte natürlich großes Interesse und machte Tossa zu einem der ersten Orte an der Costa Brava, der vom internationalen Tourismus entdeckt wurde.

Heute blickt eine lebensgroße Bronzestatue von Ava Gardner verträumt aufs Meer hinaus – an wen sie dabei denkt, bleibt ihr Geheimnis…
Aperitif am Leuchtturm
Von der Statue setzen wir den Weg nach oben fort und passieren zwei Kanonen aus dem 17. Jahrhundert, eine weitere Anti-Piraten Maßnahme.
Gegenüber liegen die Ruinen der spätgotischen Església Vella de Sant Vicenç, von der nur noch Teile der Apsis erhalten sind. Wer genau hinsieht, erkennt auf dem Schlussstein der Gewölberippen das Abbild des Heiligen Vincenç, dem Schutzpatron der Stadt. Als die Bevölkerung im 18. Jahrhundert über die Mauern hinauswuchs, wurde die alte Kirche zu klein und die neue Església de Sant Vicenç im wachsenden Sa Roqueta errichtet.

Auf dem höchsten Punkt des Cap de Tossa thronte im Mittelalter eine Burg über der befestigten Stadt. Später wurde auf ihren Überresten zuerst eine Windmühle und schließlich ein Leuchtturm errichtet.
Das eigentliche Highlight hier oben ist für mich aber die Terrasse des Mare Meva, die über den Klippen schwebt und einer der schönsten Orte Tossas für Drinks und Tapas ist. Wenn ihr Lust und Zeit habt, könnt ihr den Spaziergang so legen, dass ihr hier zum Sonnenuntergang ankommt. Aber auch tagsüber ist die Aussicht spektakulär.

Entlang der Stadtmauer zurück zum Hauptstrand
Unter dem Leuchtturm liegt der Aussichtspunkt des Mirador Xalet d'en Bram, wo wir nochmal schöne Blicke auf die Cala es Codolar haben, bevor es nach unten zum Hauptstrand geht.

Statt an der Ava-Statue zurück in die Altstadt abzubiegen, folgen wir dem Passeig Vila Vella. Er führt entlang der Mauer entlang um die Torre d'en Joanàs, einem Wachturm aus dem 16. Jahrhundert.

Immer wieder öffnen sich Blicke auf das Meer, die Klippen, die Boote und die weißen Häuser, die den Strand säumen. An verschiedenen Stellen führen in den Stein gehauene Treppen hinauf auf die Stadtmauer, allerdings sind manche gesperrt, andere leicht zu übersehen.
Die Strände von Tossa de Mar
Die Strände in Tossa sind typisch für die Costa Brava: grobkörniger Sand, zackige Felsformationen und kristallklares, türkisfarbenes Wasser.

Die zwei wichtigsten Strände direkt im Ort sind die Platja Gran (der große Hauptstrand vor der Altstadt), die Platja Mar Menuda (etwas familiärer und mit schönen Felsformationen, ideal zum Schnorcheln) und die kleine Cala es Codolar direkt hinter der Stadtmauer.

Außerhalb des Ortes locken weitere Buchten wie die winzige Cala Bona und die sandige Bucht Cala Pola, die ihr über den Camí de Ronda erwandern oder mit dem Auto erreichen könnt.
Der Einstieg ist überall steinig, Menschen mit zarten Fußsohlen sollten Wassersandalen mitbringen, d. Es lohnt sich, früh vor Ort zu sein denn ab ca. 11 Uhr füllen sich die Strände im Sommer rasant.
Essen und trinken in Tossa de Mar
Wie in allen Küstenorten an der Costa Brava bekommt man auch in Tossa ausgezeichnete Fischgerichte und Meeresfrüchte. Besonders zu empfehlen sind hier die in verschiedenen Varianten zubereitenden Reisgerichte (Arroces). Nicht viel falsch machen kann man mit dem Arroz del Senyoret, bei dem Gambas und Muscheln bereits geschält serviert werden, damit sich „die Herrschaften" beim Essen nicht die Finger schmutzig machen müssen. Die aus Valencia stammende Paella wird in dieser Region weniger gegessen.
Spezialitäten aus Tossa de Mar
Eine echte Tossa-Spezialität, die ihr fast nirgendwo sonst findet, ist Cim i Tomba: ein Eintopf aus Fisch und Kartoffeln, dem Allioli untergemischt wird. Ursprünglich bereiteten die Fischer das Gericht direkt auf ihren Booten zu, aus Fischen, die durch die Netze beschädigt waren und sich nicht mehr verkaufen ließen. Heute kommen meist Seehecht, Seeteufel, Skorpionfisch oder Rochen in den Topf, manche Restaurants reichern den Eintopf zusätzlich mit Meeresfrüchten an. Cim i Tomba bedeutet übrigens wörtlich „oben und unten" und beschreibt die Zubereitung, bei der das Gericht während des Kochens gewendet wird.
Tipp: Im September bieten viele Restaurants traditionell Cim i Tomba auf ihrem Mittagsmenü an – die ideale Gelegenheit, das Gericht zu einem fairen Preis zu probieren.
Wo kann man in Tossa gut essen?
In Tossa gibt es zahlreiche Restaurants, die gute Reisgerichte servieren. Meine ehrliche Einschätzung: Die besten Adressen liegen entlang der Stadtmauer, in den Gassen von Sa Roqueta und in der Altstadt – die Lokale direkt an der Strandpromenade leben oft zu sehr von ihrer Lage.
Can Pini – direkt gegenüber dem Stadttor. Eines der bekanntesten Restaurants Tossas, die Cim i Tomba gehört angeblich zu den besten der Stadt.
Santa Marta el Xiringuito – versteckt in einer ruhigen Gasse der Altstadt. Abends besonders stimmungsvoll für ein romantisches Essen.
Castell Vell – im oberen Teil der Altstadt mit Terrasse und Blick über die Vila Vella.
La Placeta - direkt auf dem Waffenplatz am Eingang der historischen Altstadt. Hier sitzt man in einer Art Wintergarten vor allem bei schlechtem Wetter etwas geschützter.
Can Sophia – im Herzen von Sa Roqueta, gehört zum Boutique-Hotel Granados. Für ein ruhigeres Essen abseits des Hauptbetriebs.
Ich nutze meine Ausflüge an die Costa Brava immer, um Reis zu essen, wie man ihn in Barcelona so kaum bekommt, aber in allen Restaurants findet ihr auch Fleisch- und Fischgerichte sowie vegetarische Optionen.


Die folgenden Tapas-Bars sind weniger für eine ernsthafte Mahlzeit gedacht als für einen Drink mit Aussicht und Ambiente – und davon hat Tossa reichlich.
Mare Meva (am Leuchtturm) - spektakulär gelegen am höchsten Punkt des Kaps, direkt über den steilabfallenden Klippen. Die Speisekarte ist nicht sehr umfangreich und die Preise sind höher als üblich, aber Orte wie dieser sind eben auch nicht überall zu finden.
Vila Vella - Terrasse mit Blick auf das Meer, den Strand und Tossa. Keine Gourmetküche, aber dank des phantastischen Ausblicks schmecken die Tapas auf der Terrasse unschlagbar gut.
Bar Sa Torre - Tapas Bar in einer alten Gasse an der Stadtmauer, mit mexikanisch inspirierten Tapas, veganen Optionen und bunten Cocktails.

Übernachten in Tossa de Mar
Tossa lässt sich gut als Tagesausflug machen, aber wer abends in der Vila Vella essen will oder ein paar Tage am Camí de Ronda wandern möchte, sollte eine oder zwei Nächte bleiben.
Im Gegensatz zu Lloret de Mar gibt es in Tossa glücklicherweise keine Touristenhochburgen und wer rechtzeitig bucht, findet hier kleine, persönliche Unterkünfte zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Hotel Diana – Übernachten im Modernisme-Juwel
Das Hotel Diana * ist in der Casa Sans untergebracht, einem Bauwerk des katalanischen Jugendstils mit Keramikmosaiken und schmiedeeisernen Verzierungen. Der Architekt Falguera i Sivilla war ein Schüler von Josep Puig i Cadafalch (bekannt für die Casa Amatller in Barcelona). Wer in Barcelona schon die modernistischen Herrenhäuser besichtigt hat, kann hier in einem übernachten – inklusive Blick auf die Stadtbefestigung von der hoteleigenen Terrasse.
Den Namen verdankt das Hotel der im Patio stehenden Diana-Skulptur des Bildhauers Frederic Marès, der ebenfalls Zeit in Tossa verbrachte.
Der Parkplatz wird mit dem Hotel Poseidon geteilt und liegt ca. 10 Minuten entfernt.
Casa Granados Boutique Hotel – Ruhig und exklusiv
Das Granados Boutique Hotel * verfügt nur über sieben Zimmer – man hat den verwinkelten Garten mit Salzwasserpool und Wellnessbereich also fast für sich alleine. Die Terrasse mit Meerblick verstärkt das Gefühl, hier oben fast allein über Tossa zu thronen.
Das Boutique Hotel liegt in einer ruhigen Gassen in Sa Roqueta, in unmittelbarer Nähe zur ummauerten Stadt und den Stränden.
Auch der Parkplatz ist sehr exklusiv: es gibt nur 2 Stellplätze, also bei Bedarf unbedingt vorab anfragen.
Hostal Boutique Es Menut – Klein und persönlich
Der Name sagt es bereits: Es Menut bedeutet wortwörtlich "Es ist klein". Dafür haben die Gastgeber aus jedem Quadratmeter das beste herausgeholt und alles mit liebevollem Auge eingerichtet. Auch die Zimmer sind klein, dafür sauber und gemütlich – und wer denkt schon ans Schlafen gehen, wenn man auf der hoteleigenen Terrasse einen Absacker mit Meerblick genießen kann (Getränke müsst ihr aber selbst mit auf die Terrasse bringen).
Das Hostal ist etwas hellhörig (wie das in Spanien generell üblich ist), aber alles in allem bietet es ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die hoteleigene Parkzone liegt ca. 10 Minuten und es müssen Treppen erklommen werden, ein Grund mehr um leicht zu reisen. Hier geht's zur Buchung *.
Hotel Victoria und Hostal del Mar – Solide Mittelklasse
Wer eine einfache, gut gelegene Unterkunft sucht, ist im Hotel Victoria * oder im Hostal del Mar * gut aufgehoben. Beide liegen nur wenige Schritte vom Strand und der Altstadt entfernt und bieten mit Ausnahme eigener Parkplätze alles, was man für einen kurzen und unkomplizierten Aufenthalt braucht.
Erlebnisse in Tossa de Mar
Der Camí de Ronda ist ein Wanderweg, der die gesamte Costa Brava von Blanes bis Portbou an der Küste entlangführt. An der Küste entlang sind es von Tossa bis in den Nachbarort Lloret de Mar nur ca. 12 km, eine einfache Wanderung, die einen Vormittag füllt. Zurück nach Tossa fährt der Bus der Linie 9, ihr könnt die Strecke also auch in eine Richtung gehen.
Wer sich im Sommer nicht auf einem schattenlosen Wanderweg entlangschleppen will, kann die Costa Brava auch zu Wasser erkunden, nie weit entfernt vom erfrischenden Nass. Auf einer geführten Kajaktour* paddelt ihr zum Beispiel an versteckten Buchten und kleinen Höhlen vorbei. Sprung ins Wasser und Schnorchelausrüstung inbegriffen.
Zwischen den zackigen Felsformationen an der Costa Brava wimmelt es von Fischen und anderen Meeresbewohnern und das kristallklare Wasser bietet an den meisten Tagen optimale Konditionen, um zu Schnorcheln und Tauchen. Zertifizierte Taucher finden in Tossa mehrere Tauchschulen, um Ausrüstung auszuleihen und Einsteiger haben die Gelegenheit an Kursen und Schnupperkursen* teilnehmen.
In der Nähe von Tossa de Mar
Die Costa Brava hat viele hübsche Orte, die einen Besuch wert sind, allerdings sind die meisten nicht besonders gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wer mehr als nur Tossa sehen will, fährt am besten mit dem Mietwagen.
Per Bus kommt ihr von Tossa aus problemlos nach Lloret de Mar, das ein "lebhafteres" Nachtleben hat, das vielerorts in Party-Tourismus ausartet.
Mit dem Auto öffnet sich die ganze Costa Brava: Calella de Palafrugell mit seinen weißen Fischerhäusern direkt am Wasser, Begur mit der Burg über dem Meer, Pals mit seiner mittelalterlichen Altstadt im Landesinneren oder Cadaqués, das einst verschlafene Künstlerdorf, in dem Dalí gelebt hat.

