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About

Über mich, Barcelona Safari und Barcelona

Wer schreibt hier auf Barcelona Safari

Ich bin Alex und ursprünglich aus Süddeutschland, während meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau habe ich meine letzten Jahre in Deutschland aber im Norden verbracht.

Portrait der Autorin.

Hier erzähle ich, wie es mich nach Barcelona verschlagen hat, warum ich geblieben bin und wie Barcelona Safari entstanden ist. Nebenbei erhältst du einen Einblick in das Leben in Barcelona.

Vom Schwabenländle nach Barcelona

Vom Wunsch getrieben rasch ins Ausland auszuwandern (wozu macht man sonst eine Ausbildung zur Hotelfachfrau), bewarb ich mich auf das erstbeste Jobangebot in einer Tourismuszeitung und landete so durch puren Zufall in Spanien, genauer gesagt in einer deutschen Cocktailbar auf den Kanaren.

Schnell jedoch hatte ich den für Massentourismus geschaffenen Süden von Gran Canaria satt, mich packte erneut die Wanderlust und ich meine Koffer.

Nach einem langen Zwischenstopp in Irland habe ich mir nach 2 Jahren Dauerregen auf der Suche nach Sonne und nach durchlesen eines Spanien-Reiseführers als nächstes Ziel Granada in Andalusien ausgesucht.

Doch obwohl Granada eine wunderschöne Stadt ist und ich mit viel Glück schnell einen Job in einer Tapas Bar für Touris gefunden habe, wurde ich nach 6 Monaten wieder unruhig. Also wieder Spanien-Reiseführer ausgepackt (damals hatte ich keinen Laptop und Smartphones gab’s noch keine) und, da mir der klangvolle Name der Stadt schon immer gefallen hatte, ein Zugticket nach Barcelona gekauft.

JOB- UND WOHNUNGSSUCHE IN BARCELONA

Ankunft in Barcelona

So kam ich ohne viel Planung und Geld März 2008 in Barcelona an. Das einzige was ich über Barcelona wusste war, dass die Stadt am Mittelmeer liegt, einen Strand hat und meist die Sonne scheint, also genau das was ich suchte.

Ein Zimmer hatte ich vorab Online bei einer netten Holländerin angemietet, die in einer Dachgeschosswohnung im Stadtteil Sants wohnte. Eigentlich vermietete sie ihr Gästezimmer nur kurzzeitig an Touristen, aber da Nebensaison war, konnte ich das Zimmer letztendlich für mehrere Monate behalten. So hatte ich Zeit, mir in Ruhe einen Job und eine neue Bleibe zu suchen und nebenbei die Sehenswürdigkeiten von Barcelona zu entdecken.

Erster Job in Barcelona

Arbeit fand ich innerhalb von 3 Wochen über die Webseite Infojobs in einem Call Center. Ein typischer Einstiegsjob für Neuankömmlinge ohne Spanischkenntnisse in Barcelona also, denn weder auf Gran Canaria noch in Granada hatte ich viel Spanisch gelernt und meist auf Englisch kommuniziert.

Die Arbeit war gleichzeitig öde und nervenaufreibend, da es sich um Kundenservice für ein minderwertiges Produkt handelte und man sich viel Geschrei und Gemeckere anhören musste. Aber nach all den Jahren in der Gastronomie genoss ich es, endlich im sitzen zu arbeiten und abends und an Wochenenden frei zu haben!

Das Gehalt lag bei 1150 € brutto monatlich, plus einem Bonus für “Produktivität”, den man zusätzlich zum Gehalt erhielt, wenn man Kunden zum Beispiel überredete gleich eine ganze Kollektion der minderwertigen Ware zu bestellen. Anfangs fiel es mir wegen moralischer Bedenken und mangelnder Begeisterung für das Produkt nicht leicht, aber nach ein paar Monaten hatte ich den Dreh raus und kam so auf c.a. 1200 € netto im Monat.

Auf Zimmersuche in Barcelona

Barcelona ist eine teure Stadt und leider stehen die Gehälter in keinem Verhältnis zu den Mietpreisen. Eine kleine Wohnung oder ein Studio unter 600 € zu finden war 2008 sehr schwierig und ist mittlerweile, zu Zeiten von Airbnb, fast unmöglich (*Aktualisierung: während der Coronakrise und in Abwesenheit von Touristen sind die Mietpreise momentan auf einem Tiefstand).

Die Katalanen werden deshalb auch sehr spät flügge und wohnen als Singles meist bis Anfang 30 noch bei ihren Eltern. Ausserdem ist es in Barcelona üblicher eine Wohnung zu kaufen, als zu mieten.

Hinzugewanderte und Studenten hingegen wohnen meist (erstmal) in WGs, oft mit Arbeitskollegen zusammen.

Meine nächste Unterkunft war also wieder ein Zimmer zur Untermiete, in einer Wohnung, die direkt neben der Sagrada Familia lag. Das war auch der einzige Pluspunkt, das Zimmer selbst war winzig und dunkel, mit Fenster zum Innenhof und kostete 400 € warm (Heizung hatte es keine) im Monat. Da ich zwischen Arbeit und Sozialleben sowieso meist unterwegs war, genügte das für die nächsten paar Monate.

Mietpreise in Barcelona

Ich bin während meiner 12 Jahre in Barcelona noch etliche Male umgezogen, alleine und mit Partner zusammen. So habe ich unter anderem in einer 3-Zimmer Wohnung in Clot gewohnt (800 € / 2009), in einem Dachgeschoss-Duplex in El Masnou (1050 € / 2011), in einem grossen Haus mit Pool in Teía (1350 € / 2014), in einer 4-Zimmer Wohnung in El Masnou (650 € / 2015) und schliesslich in einem Häuschen mit grossem Garten in Vallvidrera (da das Haus sehr renovierungsbedürftig war, zahlen wir einen niedrigen Mietpreis der nicht repräsentativ ist, aber im Allgemeinen kosten die Häuser hier in der Gegend im Norden von Barcelona ab 1400 €).

Erneut auf Arbeitssuche

Nach einem Jahr lief mein temporärer Arbeitsvertrag im Call Center wegen Beendigung des Projekts aus und ich war wieder auf Jobsuche. Dieses Mal fand ich innerhalb nur einer Woche über Infojobs etwas Neues in einem “Reisebüro” und bin so wieder im Tourismus gelandet. Für die meisten internationalen Jobs in Barcelona werden kaum oder gar keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, geschweige denn eine Ausbildung wie in Deutschland.

Obwohl es sich wieder nur um eine Art Call Center mit Kundenbetreuung per E-Mail und Telefon handelte, war ich sehr zufrieden mit meinem “Karriereaufstieg”. Zumindest war das Gehalt besser und für Barcelona-Verhältnisse sogar recht gut (c.a. 2050 € brutto / 1600 € netto).

Und auch wenn ich jetzt nicht mehr so zufrieden bin in meinem unterbezahlten, langweiligen 9-18 Uhr Bürojob, ziehe ich dennoch das Leben in dieser sonnigen, von Meer umgebenen Stadt dem Alltag in Deutschland vor.

Die Uhr ticket generell etwas langsamer in Spanien. Klar gibt’s auch hier Druck von kapitalistischen Unternehmen, undankbare Chefs und nervige Kollegen, aber der Alltagsstress ist vergleichsweise niedriger und lässt sich nach Feierabend schnell im Meer abspülen, denn der Strand ist nie weit weg in Barcelona.

KULTURSCHOCK

Spain is different..

..und Katalonien ist nochmal anders.

Ich dachte immer, Barcelona liegt in Spanien. Aber ich hatte mich geirrt.

Viele Katalanen sehen sich nicht als Spanier und wo die Spanier schon einen aufgeblähten Nationalstolz besitzen, setzen die Katalanen mit ihrem Regionalstolz nochmal einen drauf.

Ich habe mich zu Zeiten der Globalisierung, etwas trotzig aber politisch korrekt (zumindest aus Spanien’s Sicht), entschieden, zwischen Spanien und Katalonien hier auf diesem Blog keinen grossen Unterschied zu machen und generell das Wort Spanien, Spanisch und Spanier zu verwenden.

WARUM ICH IN BARCELONA GEBLIEBEN BIN

Manchmal frage ich mich selbst, warum ich mich nach 10 Jahren Nomadendasein ausgerechnet in Barcelona niedergelassen habe.

Auf Gran Canaria hatte ich Sonne, Strand und Meer im Überfluss.

Die Iren stellen mit ihrer Herzlichkeit und Gastfreundschaft alle anderen von mir bereisten Länder und Völker in den Schatten.

Granada ist eine junge, lebhafte und kosmopolite Stadt, plus man kann soviele Gratis-Tapas essen bis man platzt, solange man nur dabei trinkt.

Die Natur der katalanischen Pyrenäen und die Costa Brava (oder jede andere Costa in Spanien) können mit der Schönheit der französischen Pyrenäen oder der Costa d’Amalfi in Italien nicht mithalten.

In Barcelona hat man dafür aber ein bisschen von allem, in einem Paket. Nicht das schönste Paket der Welt, aber dafür fast komplett.

Und wobei ich nicht wie manche andere behaupten kann, mich sofort in Barcelona verliebt zu haben, habe ich in Barcelona doch gefunden, was ich gesucht habe. Für den Moment zumindest.

BARCELONA (NEU) ENTDECKEN

In meinen ersten Wochen in Barcelona habe ich natürlich wie jeder Tourist alle “wichtigen” Sehenswürdigkeiten abgeklappert, von der Sagrada Familia, die auch von innen noch eine Baustelle war, der Casa Milà und Casa Batlló, bis zum Park Güell. Man merkt bei dieser Aufzählung schon den riesigen Einfluss, den Gaudí auf die Architektur von Barcelona hat.

Erst später und mit diesem Blog habe ich angefangen, mich mit der Geschichte der Sehenswürdigkeiten und Stadtteilen von Barcelona zu beschäftigen, was sich als interessanter herausstellte, als ich dachte.

So entdecke ich Barcelona durch Barcelona Safari wieder neu und sehe die Stadt mit meinem neuen Hintergrundwissen mit anderen Augen. Bin ich früher blind durch’s gotische Viertel geschlendert, erspähe ich nun an jeder Ecke ein Stück Kulturerbe aus historischen Zeiten, oft verborgen zwischen neueren Gebäuden.

Wo es mir in Barcelona am Besten gefällt

Während ich mich anfangs viel im alten gotischen Viertel und Raval herumtrieb und am liebsten mitten auf der Rambla gewohnt hätte, meide ich mittlerweile diese oft überfüllten Viertel und ziehe zum Ausgehen die ruhigeren Stadtteile Gracia und Sarría im Norden von Barcelona vor.

Auch Poble Nou gefällt mir durch seine Nähe zum Meer sehr gut. Poble Nou hat seine eigene Mini-Rambla mit Restaurants und Terrassenbars, die bis zum Strand hinunterführt und von wo es sich ausgezeichnet Menschen beobachten lässt. Viele Call Center Büros befinden sich übrigens im sogenannten Distrikt 22@ in Poble Nou und man wird dort viel internationales Publikum antreffen, obwohl es sich um ein typisches Wohnviertel handelt.

Während ich mich früher am Strand von Barceloneta räkelte, zieht es mich nun an die ruhigeren und schöneren Strände an der Küste des Maresme oder an die Costa Brava.

Trotzdem bleibt Barceloneta durch seine leichte Erreichbarkeit immer ein Klassiker und mindestens einmal im Monat esse ich im Surfhouse einen Burger (Paella und Meeresfrüchte sind nicht so mein Ding).

Meist werde ich von meinem Freund und seiner Kamera begleitet, der mich als professioneller Fotograf und Videomaker mit artistischem Material über Barcelona versorgt (die weniger artistischen Fotos auf diesem Blog wurden höchstwahrscheinlich von mir selbst editiert).
Ab und zu opfern wir uns auf und probieren das eine oder andere Restaurant oder Tapasbar, man muss ja schliesslich eine Ahnung haben, worüber man schreibt.

WARUM UND FÜR WEN SCHREIBE ICH AUF BARCELONA SAFARI

Seit über 12 Jahren lebe, arbeite, schlafe, esse, trinke und feiere ich also nun schon in Barcelona; mache meine Steuererklärung, war krank geschrieben, arbeitslos, selbstständig und und und…und dachte, dieses Wissen muss unbedingt weitergegeben werden.

Du willst in Barcelona leben und arbeiten

Neuankömmlingen in Barcelona die es wegen Job oder Studium nach Barcelona verschlagen hat, soll dieser Blog als Orientierungshilfe dienen, denn aller Anfang ist schwer, vor allem in einem neuen Land und wenn man kein Wort Spanisch kann. 

Allen die hier leben möchten und schon leben soll dieser Blog als Orientierungshilfe dienen um Amtsgänge, Arztbesuche usw. zu erleichtern.

Du willst in Barcelona Urlaub machen

Vorfreude und Reiseplanung gehören zum Reisen wie das Meer zu Barcelona und sind für mich fast so schön, wie der eigentliche Urlaub. Ich liebe es, stundenlang in einem Reiseführer zu schmökern und mir Bilder von neuen Orten anzusehen. Spontanität und sich treiben lassen gehören natürlich auch zum Urlaub, aber ein lockeres Programm hilft aber, soviel wie möglich von einem Land oder einer Stadt zu sehen, vor allem wenn man nicht viel Zeit hat und womöglich nur ein Wochenende in Barcelona ist. So vermeidet man, ihn überteuerte Touristenfallen zu tappen und erlebt die Stadt wie ein Einheimischer.

Barcelona ist eine vielseitige Stadt, die jedem etwas zu bieten hat, wenn man nur weiss was und wo. Während eines Kurztrips, einer Kultur- oder Vergnügungsreise oder einem Strandurlaub, in Barcelona wird sich garantiert niemand langweilen.

Lebe ich von Barcelona Safari?

Schön wär’s. Wie jeder Teilzeit-Blogger träume ich davon, dem Hamsterrad zu entfliehen und irgendwann mal von meiner Arbeit zu leben, in aller Bescheidenheit natürlich. Auch wenn man es einem Blog vielleicht nicht ansieht, steckt viel Arbeit und Zeit dahinter.

Barcelona Safari ist ein Projekt, das ich neben meinem Call Center Job angefangen habe, aus der Lust heraus zu schreiben und mehr über die Möglichkeiten des “Internetnomaden-Daseins” zu erfahren. Seitdem ist mir Barcelona Safari ans Herz gewachsen und mein Ziel ist, diesen Reiseführer Blog so vollständig wie möglich zu machen und aktuell zu halten und wenn er mir irgendwann mal zu Essen gibt, umso besser.

Affiliate Links – Meine “Firmenpolitik”

In diesem Blog findet sich Werbung von Tour- und Ticketanbietern und Links, die euch auf deren Webseite führen (Affiliate Links). Hier könnt ihr vorab Online Tickets für Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Barcelona kaufen, ohne dass euch dabei Nachteile entstehen.

Dabei vergleiche ich immer die Preise mit denen der offiziellen Webseite der Sehenswürdigkeiten und wenn diese stark abweichen, verzichte ich auf Affiliate Links und poste den direkten Link.

Kauft ihr Tickets über einen dieser Links oder Anzeigen, erhalte ich eine kleine Kommission. Also klassisches Win-Win – ich zeige euch den direktesten und günstigsten Weg Eintrittskarten zu kaufen wo ihr nicht stundenlang Schlange stehen müsst nur um dann zu erfahren, dass die Tickets für eure Lieblingssehenswürdigkeit bereits ausverkauft sind, und ich werde für meine Recherchen finanziell belohnt.

Auf Barcelona Safari wird immer Information und Bilder im Vordergrund stehen, darum verzichte ich darauf, zuviel oder gar nervig blinkende Werbung, die womöglich gar nichts mit Barcelona zu tun hat, zu inserieren.

Kann sein, dass ich mit dieser Einstellung nie von Barcelona Safari leben werde, aber ein mit Werbung vollgestopfter Blog ohne Leser bringt ja auch nichts.

Jetzt wisst ihr also, wie ich in Barcelona gelandet bin und es wird Zeit für euch, Barcelona selbst zu entdecken. Viel Spass!

Alex

Seit 12 Jahren wohne und arbeite ich in Barcelona. Während dieser Zeit war ich arbeitslos, krank geschrieben, habe Steuern gezahlt und zahlreiche Behördengänge unternommen. Dieser Blog soll als Hilfestellung dienen im Umgang mit der spanischen Bürokratie. Ich schreibe nur aus eigener Erfahrung und Recherche im Internet, das macht mich nicht zur Expertin und ich übernehme keine Haftung für eventuelle Falschinformation.

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