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Ausblick über den Montserrat und das Tal.

Montserrat Barcelona – Wanderung auf den Sant Jeroni

Wanderung vom Monestir de Montserrat auf den Sant Jeroni

Montserrat ist bei Touristen vor allem für das Kloster und für die schwarze Madonna in der angrenzenden Basilika berühmt. Und obwohl die schwarze Madonna bei Frommen vermutlich Gefühle von Ehrfurcht hervorruft, die wahren Wunder findet man in den Gipfeln des Montserrat.

Schon von weitem beeindruckt der “zersägte Berg” mit seinem dramatischen Profil und im Gebirge selbst gibt es viele Wanderwege zu wandern, Gipfel zu erklimmen und Aussichten zu bestaunen.

Der höchste Gipfel des Montserrat ist der Sant Jeroni mit 1237 m . Zwei Routen führen vom Kloster auf den Sant Jeroni: die erste über eine steile, nicht zu enden scheinende Treppe, den Camí Vell de Sant Jeroni, die zweite Route über den Camí Nou de Sant Jeroni, der sich, wie nicht anders zu erwarten, ebenfalls stetig bergauf zieht. Wer will kann sich den ersten Teil auch sparen und mit der Zahnradbahn die Hälfte der Strecke zurücklegen.

Wie kommt man von Barcelona zum Kloster des Montserrat

Mit Eisenbahn und Zahnradbahn

Ab Plaça Espanya nimmt man die Linie R5 der FGC (spanische Eisenbahn) Richtung Manresa (Gleis 3 oder 4, die Züge fahren nur in eine Richtung) bis Monistrol de Montserrat (c.a. 60 Minuten).

In Monistrol de Montserrat wartet ein paar Meter weiter schon die Cremallera. Bis zum Kloster von Montserrat sind es c.a. 15 Minuten mit der Zahnradbahn die schnell vorbeigehen, da man hier schon einen ersten Einblick bzw. Ausblick auf die eindrucksvolle Aussicht erhält.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Station sieht man das Kloster aufragen und den Eingang zum frei zugänglichen Innenhof.

Ticketpreise: Kombiticket für Zug und Cremallera ab Plaça Espanya bis Monestir de Montserrat (4 Zonen) und zurück:

Nebensaison Hochsaison
Erwachsene21,50 € 22, 50 €
Kinder (4-13 Jahre)16,55 € 17,10 €
Senioren (ab 65 Jahre)20,40 € 21,30 €

Hochsaison 2019: Mo-So 24.06. – 11.09. Osterwochen und alle Wochenenden ab April bis Oktober. Ausserdem alle katalanischen Feiertage.
Nebensaison 2019: letzte Oktoberwoche bis März. Mo – Fr 16. September – 31. Oktober

Hunde dürfen angeleint und mit Maulkorb gratis mitgeführt werden.

Tickets können am Plaça Espanya am Schalter der FGC und am Ticketautomaten gekauft werden.

Ein Kombiticket TransMontserrat inklusive Metro innerhalb von Barcelona + Eisenbahn + Cremallera + Standseilbahn + Eintritt Audiovisueller Raum kostet 31,60 €.

Alle Kombitickets und Preise sind Online zu finden und zu kaufen, oder am Plaça Espanya und in Touristen Informationsbüros.

Das Kloster vom Montserrat mit dem Gebirge im Hintergrund.

Mit (Eisenbahn und) der Schwebeseilbahn

Alternativ kann man eine Station früher aussteigen und ab der Estació de Montserrat Aeri die Schwebeseilbahn bis zum Kloster nehmen. Es gibt keine Sitzmöglichkeiten in der Gondel, aber die Fahrtdauer von c.a. 5 Minuten vergeht im wahrsten Sinne des Wortes wie im Fluge während man die atemberaubenden Aussicht geniesst.

Das Kombiticket Tren/Cremallera kann nicht in Verbindung mit der Schwebeseilbahn benutzt werden. Hierfür muss ein 4-Zonen Ticket der FCG (5,25 € einfach/10,50 € Hin und zurück) + ein Ticket für die Seilbahn gekauft werden:

Einfache FahrtHin und Zurück
Erwachsene7,50 € 11, 50 €
Kinder (4-13 Jahre)4,00 € 6,00 €
Senioren (ab 65 Jahre)6,00 € 9,00 €

Tickets sind über die offizielle Webseite online oder am Schalter erhältlich.

Mit dem Auto

Ab Barcelona Zentrum ist es bis zum Parkplatz unterhalb des Klosters von Montserrat c.a. 1 Stunde Autofahrt.

Über die A7 bis Ausfahrt 570 und weiter auf der B-111, BP-1101, BP-1103, BP-1121 der Beschilderung Montserrat folgend bis zum Parkplatz. Der Parkplatz kostet für den ganzen Tag 6,50 € und hat eine Kapazität von 400 Auto, es kann im Sommer vorkommen, dass man ankommt und keinen Parkplatz erwischt.

Gehbehinderte Personen sollten sich die unten stehende Alternative anschauen, da der leichte Anstieg vom Parkplatz zum Kloster für sie mühsam sein könnte (der Vollständigkeit halber, wobei eine gehbehinderte Person sich höchstwahrscheinlich nicht auf eine Wanderung auf den Gipfel des Sant Jeroni machen wird).

Alternativ kann man über Abfahrt 285A auf der C-55 bis Monistrol Vila fahren, das Auto auf dem kostenfreien Parkplatz der Cremallera stehen lassen und die Zahnradbahn bis zum Kloster nehmen. Der Parkplatz in Monistrol Vila hat eine Kapazität von 1000 Autos und füllt sich nicht so schnell wie der Parkplatz im Gelände des Klosters. Natürlich muss hier statt des Parkplatzes die Zahnradbahn bezahlt werden, es sei denn man läuft den gewundenen Weg (Camí de les Aigües, c.a. 1:45 min) bis hoch zum Kloster.

Monistrol Vila ist nicht zu verwechseln mit Monistrol de Montserrat, der von Barcelona aus kommend ersten Haltestation der Cremallera. Auf dem Rückweg umgekehrt daran denken, an der ersten Haltestation vom Berg aus kommend auszusteigen.

Routen vom Kloster Montserrat zum Gipfel des Sant Jeroni

Je nach Jahreszeit sollte man sich entsprechend auf die Wanderung vorbereiten. Im Sommer kann es sehr heiss (viel Wasser mitnehmen!) und im Winter sehr kalt (Hals+Kopfschutz) werden, vor allem auf den letzten Metern und dem ungeschützten Gipfel weht im Winter oft ein heftiger und eisiger Wind.

Camí Vell de Sant Jeroni (Dauer: c.a. 2 Stunden)

Schwierigkeitsgrad: Nicht geeignet für Kleinkinder und physisch unfitte Personen. Der Weg ist an sich nicht schwierig oder gefährlich, aber es geht c.a. 2 Stunden stetig mehr oder weniger steil bergauf.

“Der alte Weg des Sant Jeroni”, den die Mönche benutzten, beginnt am Ende der Hauptstrasse, die vom Parkplatz am Kloster vorbeiführt, hinter dem Brunnen auf dem Plaça de l’Abat. Über Les escales dels pobres (die Treppe der Armen) führen mehr als 1000 Stufen steil nach oben.

Nach einem besonders engen und steilen Abschnitt, dem Pas dels Francesos, erreicht man nach c.a. 30 Minuten stetigem Treppensteigen die kleine Ermita de Santa Anna (895 m).

Immer der Beschilderung folgend, gelangt man zum Pla dels Ocells (930 m), wo einem der etwas “flachere” Weg durch üppigere Vegetation eine kleine Verschnaufpause gönnt. Nach erneutem Treppensteigen gelangt man an eine Abzweigung wo sich der alte mit dem neuen, asphaltiertem Weg kreuzt und der Wegweiser nach rechts Richtung Sant Jeroni zeigt.

Wegweiser.
An diesem Wegweiser kreuzt sich der neue mit dem alten Weg. Nimmt man die selbe Route zurück hier die im Schatten der Bäume liegenden Treppen nicht verpassen!

Nach c.a. weiteren 10 Minuten Wanderung bergauf durch einen Waldabschnitt erreicht man die Ermita de Sant Jeroni (1149m), welche an sich nicht sehenswert ist, aber unser sowieso schon schnell schlagendes Herz mit Freude erfüllt: von hier aus ist es nicht mehr weit zum Gipfel.

Die letzten 10 Minuten bis zum Gipfel sind nochmal recht mühsam. Auf halbem Weg kann man sich am Mirador Mossèn Cinto ausruhen bevor man die letzten, anstrengenden Meter zurücklegt.

Auf dem Gipfel angekommen ist alles Leid vergessen und man wird mit einer spektakulären 360º Aussicht belohnt der bis zu den (im Winter) schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen reicht. In der Mitte des Aussichtspunkts steht eine steinerne Kompassrose, welche die wichtigsten Landmarks der Umgebung anzeigt.

Camí Nou oder Camino de Sant Miquel (Dauer: c.a. 2 Stunden)

Der neue Weg führt links von der Polizeistation der mossos d’esquadra über eine breite Rampe bergauf. Nach c.a. 1 Stunde gelangt man zur Bergstation des Funicular de Sant Joan, für die die Rampe als Zubringer dient. Im Sommer kann man sich diesen ersten Teil der Strecke auch direkt sparen und mit der Standseilbahn hochfahren (die Station liegt gegenüber vom Kloster, hinter der Station der Cremallera).

Ticket-Preise Funicular de Sant Joan:

Einfache FahrtHin und zurück
Erwachsene8,75 € 13, 50 €
Kinder (4-13 Jahre)4,80 € 7,40 €
Senioren (ab 65 Jahre)7,90 € 12,15 €

Tipp: vom unteren Teil des Wagons hat man eine bessere Aussicht auf das Tal und kann gute Fotos vom Kloster schiessen.

Ab der Bergstation, die auf dem Ple de les Taràntulas (972m) liegt, folgt man dem Weg bergauf der Beschilderung zum Sant Jeroni (noch c.a. 1 Stunde entfernt).

Mit etwas Phantasie erkennt man die Bergformationen mit Namen wie La Prenyada (die Schwangere), L’Elefant und La Momia. Der Weg führt am Fusse des Gorra Frigia vorbei, welcher am Gipfelkreuz und an den wie Ameisen an den Steilwänden hochkletternden Bergsteigern zu erkennen ist. Etwas weiter liegt unterhalb des Wegs der Aussichtspunkt Mirador de la Serra de los Paparres.

Über eine kleine Brücke die uns trocken über den kleinen Bach Torrente de Santa María führt gelangt man schliesslich in ein Waldgebiet und zur Abzweigung, wo sich der Camí Nou mit dem Camí Vell kreuzt. Ab hier folgt man der obenstehenden Wegbeschreibung für den Camí Vell.

Ausblick vom Gipfel des Sant Jeroni.

Der Rückweg zum Monestir de Montserrat

Eine beliebte Route bei Wanderern ist über den Camí Nou zur Spitze des Sant Jeroni und über die Treppen des Camí Vell zurück zum Kloster. Wie bereits gesagt kann man die erste Strecke des Camí Nou auch mit dem Funicular zurücklegen.

Egal welchen Weg man zurück wählt, man folgt der Beschilderung Richtung Monasterio.

Vorsicht, wer über die Treppen (Camí Vell per Plaça dels Ocells) zurückgehen möchte, muss aufpassen die Abzweigung nicht zu verpassen. Das Schild auf der rechten Wegseite ist vor allem abends leicht zu übersehen und die nach unten führenden Treppen liegen tief im Schatten der Bäume. Kommt man an eine Brücke (über den Torrent de María), ist man zu weit gegangen und muss umdrehen (oder dem Camí Nou per Sant Miquel bis zum Kloster folgen).

Drei Steinböcke auf dem Berggipfel bestrahlt vom Licht der untergehenden Sonne.

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